Produktmanagement Lesetipps: Scrum an den Boss verkaufen, Make-or-Buy, ROTI, Tage der Entscheidungen

glassesEine Ladung Informationen für Produktmanager gefällig? Wir haben Euch wieder eine Reihe von Lesetipps zusammengestellt. Diesmal geht es um die Bewerbung von Scrum beim Vorgesetzten, Make-or-Buy-or-Partner-Entscheidungen, Feedback für Meetings mittels ROTI und um „Tage der Entscheidungen“. Viel Spaß beim Lesen!

  • Schon häufiger habe ich es erlebt, dass Mitarbeiter die Einführung von Scrum in ihrem Unternehmen vorantreiben wollten und sich überlegt haben, wie Sie der Führungsebene die Vorteile vermitteln können. Robert Karlsson hat in dem Artikel „Key Arguments to Sell Scrum to Your Boss“ einige Empfehlungen zusammengetragen, wie vorgegangen werden kann.
  • Building Your Own Product – Isn’t Always the Best Strategy„, diesen Reminder gibt uns das Blog onproductmanagement. Es sollte in Betracht gezogen werden, dass der Kauf einer bestehenden Lösung oder auch eine Partnerschaft der bessere Weg sein könnten.
  • Im Blog von //SEIBERT/MEDIA wird ein Verfahren vorgestellt, mit dem schnell Feedback zu Besprechungen und Workshops eingeholt werden kann: ROTI: Schnelles Feedback bei jeder Gelegenheit. Es wird auch gleich eine Druckvorlage mitgeliefert, mit dem die kurze Abfrage bei den Teilnehmern durchgeführt werden kann.
  • 3 Fragen sollten sich Unternehmen und Organisationen regelmäßig stellen, empfehlen Förster & Kreuz in ihrem aktuellen Artikel „Tage der Entscheidungen„: 1. Wo liegen die größten Chancen, auf die wir uns konzentrieren sollten? 2. Welche Fähigkeiten brauchen wir, um von diesen Chancen profitieren zu können? 3. Womit vergeuden wir heute Zeit und wofür sollten wir diese besser verwenden? Sie selbst möchten sich diese Frage fortan vier Mal pro Jahr stellen.

Foto: 0xMatheus

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TIPPS UND TRICKS ZUM PRODUKTMANAGEMENT VON INTERNETANWENDUNGEN
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Vortrag zu „Scrum und Kanban im Agenturgeschäft“ bei der OOP 2013 in München

Am 23.01.2013 werde ich in München bei der OOP 2013, einer Konferenz für Softwarearchitekten und  Entscheider, einen Vortrag über „Scrum & Kanban im Agenturgeschäft“ halten.

Für Agenturen und Softwarehäuser mit ständig wechselnden Projekten stellt es eine besondere Herausforderung dar, agile und schlanke Vorgehensweisen wie Scrum und Kanban einzuführen. Dieser Vortrag beleuchtet, wie Agenturen Scrum und Kanban für die Verbesserung ihrer Abläufe einsetzen können, wann eher besser auf Scrum und wann besser auf Kanban gesetzt werden sollte, sowie die kritischen Erfolgsfaktoren bei der Einführung von Agile in Agenturen.

Das Zielpublikum für den Vortrag sind Personen mit Interesse am Agenturgeschäft (Mitarbeiter, Manager, Entscheider,…). Damit sind auch Manager von Organisationen angesprochen, die mit Agenturen zusammenarbeiten. Für den Vortrag werden Grundkenntnisse agiler Vorgehensweisen erwartet, eine Einführung in die Grundlagen von Kanban und Scrum wird es nicht geben.

Der Vortrag liefert Praxiserfahrungen und Anregungen für den Einsatz im eigenen Unternehmen.

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Wie Führungskräfte mit Fehlern anderer richtig umgehen

Der Vorstandsvorsitzende von IBM, Thomas Watson, rief einen seiner leitenden Angestellten in sein Büro. Dieser hatte gerade ein Projekt mit einem Budget von 10 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. Die Erwartung des Angestellten: „Der wird mich jetzt mit Sicherheit feuern“. Aber Watson dachte gar nicht daran. Im Gegenteil. Er meinte:

Feuern? Ich habe 10 Millionen US-Dollar in Ihre Ausbildung investiert. Ich bin sicher, dass sich das auszahlen wird.

(Es kursieren sehr viele verschiedene Versionen des genauen Ablaufs. Z.B.: 1, 2, 3. Die Botschaft bleibt aber gleich.)

Dieser Umgang mit Fehlern entspricht nicht dem, was wir erwarten. Fehler sind bei uns oftmals Tabu. In letzter Zeit konnte ich indirekt ein paar Personen im Umfeld betrachten (im Vereinswesen und aus Erzählung eines Bekannten), die in ihrer Vorbildfunktion oder Vorgesetztenfunktion ganz unterschiedlich reagiert haben.

In zwei Fällen ist dies wenig glücklich verlaufen. Führungskräfte, insbesondere in einer „Sandwich-Position“ (dem mittleren Management), tun sich häufig mit dem Umgang mit Fehlern anderer schwierig. Viele reagieren dann so, dass sie ihre Kollegen „im Regen stehen lassen“ und deutlich herausstellen, dass sie persönlich nichts mit diesem Fehler zu tun haben. Das erinnert dann an „Nach oben buckeln, nach unten treten“. Der Betroffene weiß i.d.R. bereits selbst, dass er einen Fehler gemacht hat. Zusätzlich kommt jetzt ein Nachtreten durch eine Person, die eine wichtige Rolle im Leben der Person spielt. Die Folge dieses Verhaltens für die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Führungskraft ist leicht vorhersehbar. Der Mitarbeiter verliert das Vertrauen und den Respekt in die Führungskraft. Beides ist aber essentiell.
Repräsentative Studien von Towers Perrin und Gallup belegen: Der wichtigste Motivationsfaktor für Mitarbeiter ist die Wertschätzung durch den Vorgesetzten und die stärkste Mitarbeiterbindung wird durch Vertrauen erzielt. Beides wird nachhaltig geschädigt.

Eine andere Führungskraft ist mit dieser Herausforderung ganz anders umgegangen. In einem Stil, der eher Watsons Verhalten entspricht. Gemeinsam wurde an einer Lösung der Herausforderung gearbeitet. Zu keiner Zeit kam bei dem Mitarbeiter das Gefühl auf, dass er alleine damit steht. Die Führungskraft sprach von „wir“, wenn der Fehler gegenüber Dritten dargelegt wurde. In der Folge fühlte sich der Mitarbeiter sehr gut unterstützt und hat eine große Achtung vor der Führungskraft entwickelt.

Wer mit seinen Mitarbeitern erfolgreich sein möchte und nicht trotz seiner Mitarbeiter, sollte sich die Reaktion von Watson auf Fehler eines Mitarbeiters von Zeit zu Zeit vor Augen führen.

 

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