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3 wichtige Punkte zur Nutzung von „Metrics“ in der Produktentwicklung

geckoboard_interfaceIm Rahmen der LeanConf in Manchester 2013 hat Paul Joyce, Gründer und CEO von Geckoboard, über „Beeing an informed business“ gesprochen. Im Kern ging es um die Frage, wie eine Organisation Kennzahlen sinnvoll nutzen kann.

Ich konnte ein paar Punkte aus der Session ziehen, die ich gerne teilen möchte.

Starte mit der Frage „Was?“

Insbesondere wenn man gerade damit startet, sich mit Zahlen zu beschäftigen, sollte man zunächst klären, was man wissen möchte. Ansonsten kann man sich sehr schnell in der großen Menge möglicher Daten verlaufen und ein Gefühl der Überwältigung stellt sich ein. Daher ist die Klärung, was gemessen und betrachtet werden soll, sehr wichtig.

Bitte aber auch darauf achten, dass Daten genutzt werden, auf die wirklich agiert werden kann. Das schließt die sogenannten „Vanity Metrics“ aus:

„Data collected about a company or its users that do not help entrepreneurs make decisions. Many claim that these metrics serve no purpose other than to make the entrepreneur feel good.“startupdefinition

Ein Beispiel für eine Vanity Metric kann die Userzahl eines Produkts, der Gesamtumsatz, oder Page Views sein. Diese Zahlen können per se nur nach oben gehen (sofern sie nicht in ein Verhältnis gesetzt werden). Aktive Nutzer pro Tag und ähnliche ins Verhältnis gesetzte Daten funktionieren besser.

Die Einführung von Metrics ist ein kultureller Eingriff

Die Einführungen von Kennzahlen hat Auswirkungen auf die Unternehmenskultur und diese kulturelle Änderung ist nicht immer einfach. Mit der Erfassung von Daten und der Veröffentlichung sind häufig auch Ängste verbunden. Daher sollte schrittweise mit ein paar ersten Daten gestartet werden, die öffentlich gemacht werden, und die Nutzung dann nach und nach weiter ausgebaut werden.

Typische Herausforderungen bei der Nutzung von Kennzahlen

Typische Herausforderungen auf dem Weg zu einem informierten, kennzahlen-orientierten Unternehmen, auf die man sich im Vorfeld einstellen sollte, sind:

  • Angst, für die Zahlen verantwortlich gemacht und daran gemessen zu werden. Hier ist also Vertrauen zu schaffen.
  • Generelle kulturelle Herausforderungen im Umgang mit Zahlen. Die schrittweise Einführung kann hier helfen
  • Die große Frage, welche Daten gemessen werden sollten. Dies ist sehr knifflig. Es gilt der Grundsatz: „Wenn du auf zu viele Sachen fokussierst, hast du gar keinen Fokus.“

Weitere Informationen

Paul hat noch ein paar weiterführende Links gegeben, um sich noch intensiver mit der Nutzung von Metriken in der Produktentwicklung zu beschäftigen:

Buchtipp: Lean Analytics: Use Data to Build a Better Startup Faster (Lean (O’Reilly))

Kostenfreier Online-Kurs: Free Lean Analytics Udemy Course

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TIPPS UND TRICKS ZUM PRODUKTMANAGEMENT VON INTERNETANWENDUNGEN
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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

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