Critical Mission: Die Nutzer über die Einstiegshürde bringen

Einstiegshürde überwinden Jedes Produkt, auch wenn es kostenlos zur Verfügung gestellt wird, verursacht für seine neuen Nutzer Kosten. Das gilt auch bei Softwareprodukten. Da sind zum Beispiel die Kosten für die erste Einrichtung. Je aufwändiger die Einrichtung einer Anwendung ist, desto höher die Kosten in Form der benötigten Zeit. Jeder von uns kennt das vom Ausfüllen von Profilseiten in Social Networks.
Weiterhin fallen auch Kosten an, um die Nutzung der Software zu erlernen und das Konzept dahinter zu durchblicken. Nennen wir sie einmal Einarbeitungskosten. Sie stellen eine Hürde dar, die überwunden werden muss. Aber wie schaffen wir es, unsere Nutzer über diese Hürde zu bringen?

Seth Godin bestätigt die Bedeutung der Überwindung der Hürde für den Erfolg eines Produktes, wenn er sagt:

Every successful product is either easy to get started on or comes with a built-in motivator.

Auf dem Weg zum erfolgreichen Produkt ist es also bedeutsam, mindestens eines dieser Kriterien zu erfüllen.

Option 1: Den Einstieg so einfach wie möglich machen
Die erste Möglichkeit ist es also, die Einstiegshürde so gering wie möglich zu setzen.
Ein gutes Beispiel für die Minimierung von Einstiegshürden ist die Blogsoftware Posterous. Deren Prinzip lautet: „Send us anything. Send it any way you want.“ Anstatt eines aufwendigen Registrierungsprozesses braucht nur etwas an Posterous geschickt zu werden und schon wird automatisch ein Blog eingerichtet, in dem bereits der erste Blogpost hinterlegt ist. Das Konzept scheint aufzugehen, Posterous kann gute Wachstumsraten aufweisen.

Ein weiteres Beispiel sind Dienste, die auf eine eigene Registrierung verzichten und die Möglichkeit bieten, direkt mit den Facebook- oder Twitter-Zugangsdaten die Nutzung zu starten.

Option 2: Den späteren Nutzen klar aufzeigen
Wenn es schon nicht mit der niedrigen Einstiegshürde klappt, müssen wir unseren potenziellen Nutzern den Nutzen unserer Anwendung so klar vor Augen geführt werden, dass sie die initialen Umstände gerne auf sich nehmen. Dazu ein paar Beispiele für konkrete Maßnahmen, die das unterstützen können:

  • Fallbeispiele veröffentlichen, die den Nutzen aus der Anwendung darstellen.
  • Aussagen zufriedener Nutzer veröffentlichen.
  • In der Anwendung aufzeigen, in welcher Weise der Nutzer davon profitiert, wenn er die notwendigen Schritte durchführt.
  • Aktivierende Mails an Nutzer schicken, die auszusteigen drohen, und aufzeigen, wie nahe sie ihrem Ziel bereits sind.

Was ist mit deinem Produkt? Optimiert ihr euer Produkt bewusst in einer der beiden dargestellten Weisen? Welche weiteren Möglichkeiten siehst du, die Einstiegshürde zu überwinden?

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Foto: Von schockwellenreiter

Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

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