Warum das Surfen mit unterschiedlichen Browsern sinnvoll ist

Wer an der Entwicklung von Internetanwendungen mitwirkt ist automatisch mit den verschiedensten Browsern und dazugehörigen Darstellungsproblemen konfrontiert. Was in einem Browser korrekt dargestellt wird, kann in einem anderen Browser wie Kraut&Rüben aussehen. Ohne Cross-Browser-Testing, also Tests der Internetanwendungen in verschiedenen Browsern, sollte kein neuer Entwicklungsstand online eingespielt werden.

Sehr einfach kann eine zusätzliche, fortlaufende Qualitätssicherung während dem Surfen stattfinden.

Unsere Nutzer verwenden nicht alle den gleichen Browser

Unsere Nutzer verwenden auch nicht alle den gleichen Browser. Daher sollten wir uns selbst davor hüten, nur mit einem Browser zu arbeiten, insbesondere wenn der Browser unserer Wahl nur von einem Bruchteil unserer Nutzer verwendet wird. Die Folge wäre, dass Darstellungsfehler zuerst von den Nutzern entdeckt werden und somit schon einen schlechten Eindruck hinterlassen haben.

Qualitätssicherung „nebenher“

Ein Tipp ist daher, auf verschiedenen Geräten im Alltag verschiedene Browser zu verwenden. Entwickler könnten z.B. auch für das Entwickeln und für das Surfen unterschiedliche Browser verwenden.

Persönlich nutze ich derzeit die folgenden Browser:

  • Auf der Arbeit nutze ich auf einem Monitor Mozilla Firefox (Rendering-Engine Gecko) und auf dem zweiten Monitor den Internet Explorer. Letzteren auch nicht aus Überzeugung, sondern einfach, weil ein erheblicher Teil der Nutzer unserer Applikationen den Internet Explorer verwendet. Und das ist letztlich entscheidend.
  • Auf iPad und iPhone nutze ich Safari (Rendering-Engine WebKit).
  • Auf meinem Netbook nutze ich Google Chrome (ebenfalls Rendering-Engine WebKit). Das ist persönlich auch mein Lieblingsbrowser. Er überzeugt vor allem durch seine Schnelligkeit.

Durch die Verwendung der unterschiedlichen Browser auf den unterschiedlichen Geräten ist so bereits „nebenbei“ eine ganz gute Live-Test-Abdeckung möglich. Diese ersetzt selbstverständlich nicht Cross-Browser-Tests im Rahmen des Entwicklungsprozesses, stellt aber ein gutes und denkbar einfaches Mittel zur Qualitätssicherung dar.

Was für ein Typ bist du? Mono- oder Multi-Browser-Nutzer?

Foto: Von osde8info

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

4 Responses to Warum das Surfen mit unterschiedlichen Browsern sinnvoll ist

  1. Matt says:

    Für die paranoiden der „ich-will-keine-spyware-und-schon-gar-nicht-von-google“ Fraktion bietet sich als Alternative zu Chrome die Software Chromium / Iron (http://www.srware.net/software_srware_iron.php) an: Gleiches Rendering wie Chrome, nur eben ohne die entsprechenden Komponenten.

    Und, wenn auch zu unrecht immernoch ein „kleiner“ Browser: Opera.

    Und für die, die nur die Darstellung testen wollen anhand von automatisiert erstellten Screenshots, gibt es bspw. http://browsershots.org/ und noch weitere Dienste, meist aber kostenpflichtig.

  2. Vielen Dank, Matt, für diese Tipps! Browsershots habe ich mir direkt einmal angeschaut. Leider ist dort ständig ein „internal servererror“ aufgetreten. Hast du noch ähnliche Tools parat?
    Zu Opera: Sicherlich auch ein guter Browser, habe ich zeitweise auch selbst genutzt. In den meisten Projekten von uns kommt er derzeit auf keine 2%. Es macht sicherlich aber auch Sinn, regelmäßig den Stand dort zu checken (siehe auch mein Hinweis, dass dies nicht Cross-Browser-Tests im Rahmen einer Testphase ersetzt).

  3. Matt says:

    Scheint nur gestern down gewesen zu sein. Geht hier wieder. Ist zugegebenermaßen etwas knöchern, gibt aber einen guten Eindruck und ist kostenlos.

    Gute Erfahrungen haben wir auch mit
    http://www.litmusapp.com
    gemacht, einem kostenpflichtigen Dienst. Webbasiert gibts den aber wohl nicht mehr, aber als Mac-Tool (kenne ich persönlich nicht):
    http://litmusapp.com/alkaline/

  4. Vielen Dank für diese Ergänzungen!

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