Warum die Diskussion über die Veränderung von Organisationen durch Social Media am Ziel vorbeiführt

In der letzten Zeit gibt es vielfach Diskussionen darüber, welchen Abteilungen in Unternehmen die Verantwortung für Social Media übertragen werden sollte.

So philosophiert Christopher Koch in einem Blogpost darüber, dass Social Media in der Marketing-Abteilung verankert sein müsste und deshalb die Marketing-Abteilung auch die Führung des Unternehmens übernehmen müsse.

Doch das Denken in einem funktionalen Abteilungsschema wird stets in eine Sackgasse führen. Auf den sozialen Netzwerken ist der Kunde direkt neben dem Interessenten, neben dem Journalisten und neben dem Investor. Ist da jetzt der Kundenservice, das Marketing, der Vertrieb, Public Relations oder Investor Relations gefragt?

An einer ganzheitlichen Sichtweise bei der Behandlung von Social Media in den Unternehmens wird kein Weg vorbeiführen. Einen guten Beitrag zum Thema „Social Media Governance“ gibt es im Blog von Fink&Fuchs. Dort heißt es:

Letztlich gilt es, die Mitarbeiter in den verschiedenen Unternehmensbereichen (F&E, Produktion, Marketing, PR, Vertrieb, HR, Finanz u.a.) auf einen Lernprozess einzustimmen, der die Chancen von Social Media analysiert, wo sinnvoll ausschöpft und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichert. Bei der Gestaltung des dafür erforderlichen Rahmens sind Unternehmer und Manager gefordert.

Die Zuordnung der „Social Media-Verantwortung“ zu einer Abteilung ist keine Lösung! Und gerade deshalb wird sich in den Organisationsstrukturen vieler Unternehmen in den nächsten Jahren vieles verändern müssen.

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

5 Responses to Warum die Diskussion über die Veränderung von Organisationen durch Social Media am Ziel vorbeiführt

  1. Was ich an dieser ganzen Diskussion wirklich amüsant finde, ist, dass sie schon vor vielen, vielen Jahren zum Thema „Blogs“ geführt wurde:

    Siehe etwa 2004: http://j.mp/IssuesManagement

    „Alter Wein in neuen Schläuchen…“ 🙂

  2. Pingback: Social Media und Issues Management « Wir sprechen Online.

  3. @Gerrit: Sehr guter Punkt. Generell gilt ja: Wenn jemand sagt „Das gab es noch nie!“ oder „Das wird es nie wieder passieren!“ sollte man sehr vorsichtig sein. 😉

  4. 2003/2004 gab es die ersten, breiteren Diskussionen (in den USA, aber auch hier): Vor allem fanden die ersten kleineren (etwa Blogwalk, Wien, 2003/4) und größeren (etwa Blogtalk, Wien, 2003/4) „Veranstaltungen“ statt, die bereits als Open Space (Owen) designed waren. – Ein paar Jahre später (ich glaube ab etwa 2005/6) hießen die dann „Bar Camp“ und thematisch ging es um das „Web 2.0“ und „Social Media“. – Ohne sentimental zu werden, aber die Idee vom Internet, das nie vergisst, ist häufig doch eher technischer und weniger inhaltlicher Natur. Oder die Nutzung von Suchmaschinen doch immer noch für viele zu schwierig. 😉

  5. Harley Piela says:

    Hab was gelernt, danke!

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