User Stories schreiben ist wie Fahrrad fahren
22. November 2010 8 Kommentare

Schon einmal versucht, jemandem zu erklären, wie man Fahrrad fährt? Macht nicht wirklich Sinn, oder? Man muss einfach üben, üben, hinfallen, weiter üben.
So ähnlich ist das auch mit dem Schreiben von User Stories. Diese Form der Anforderungsbeschreibung lässt sich natürlich grundlegend auch rein verbal erklären. Eine User Story besteht aus einem Namen, einem beschreibenden Satz und einer Reihe von Akzeptanzkriterien. Aber gute Stories schreiben lernt man nicht durch eine Erklärung. Das ist genau so ein Balanceakt wie Fahrrad fahren. Die Stories sollen weder zu ungenau, noch zu detailliert, weder zu groß, noch zu klein sein. Übung im Schreiben von User Stories an sich und der Austausch mit dem Team ist dabei unerlässlich. Das Team wird in der Regel sehr deutlich kommunizieren, welcher Detaillierungsgrad einer Story ausreichend ist und insbesondere, wenn er es einmal nicht ist. Ein Anforderungsworkshop mit dem gesamten Team zum Start des Projektes kann helfen, sich aufeinander einzuspielen.
Im Laufe des Projekts entwickelt sich eine gemeinsame Sprache zwischen den Beteiligten, die zu einer Vereinfachung der Zusammenarbeit führt und es damit gerade auch jenen leichter macht, die in dem Projekt einen großen Teil der Stories schreiben.
Aber am Anfang steht: der Anfang. Wie beim Fahrrad fahren. Der Mut wird belohnt.
Weitere Informationen zu User Stories:
- Mein Literaturtipp zum Thema User Stories: User Stories Applied von Mike Cohn (Mein Review des Buches, Review von Golo Roden)
- Der Frage Wer schreibt eigentlich die User Stories? stellt sich Projekt-Log.
- Ein weiteres Buch zum Thema User Stories, das ich leider noch nicht gelesen habe, ist Scrum mit User Stories von Ralf Wirdemann.
- Einen Vergleich Lastenheft vs. User Stories hat Stefan Roock durchgeführt.
- Tipps zur Formulierung von guten User Stories gibt es bei WendtsWelt.
Foto: Von Bruce McAdam
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