Das Konferenzprogramm der Tools4AgileTeams 2013 ist online

In den letzten Wochen wurden die Vortrags-Einreichungen der Konferenz Tools4AgileTeams, die am 7. November 2013 das zweite Mal in Wiesbaden ausgerichtet wird, gesichtet und nun gerade das Konferenzprogramm veröffentlicht.

Die 12 folgenden Vorträge werden am Nachmittag noch um ein Open Space ergänzt, in dem jeder Teilnehmer seine Wunschthemen einbringen und gemeinsam in einer Gruppe von Teilnehmern behandeln kann.

Regieren Tools die Welt? Vom Sinn und Unsinn (elektronischer) Tools
Stefan Höhn, CSC Deutschland Solutions

Wenn von Tools geredet wird, denkt man sehr schnell an Software, insbesondere wir, die in der und für die IT-Industrie arbeiten. Dabei ist ein Tool nichts anderes als ein Werkzeug, das Software, Hardware, eine Technik oder eine Methode sein kann. Hinzu kommt, dass wir Agilisten die Tendenz haben, schnell elektronische Tools bis zum Grad der Ineffizienz zu verteufeln, ohne tiefer darüber nachzudenken, warum. Der Vortrag beleuchtet ganz unterschiedliche Bereiche anhand von Erlebnissen aus der Praxis, in denen sich der Einsatz der Werkzeuge verändert hat. Oft zeigt sich, dass die Auswahl der richtigen Werkzeuge zu einer echten Herausforderung werden kann und es nicht immer nur ein Richtig oder ein Falsch gibt. Mehr Infos

Scrum vs. Kanban – False Choices and Unnecessary Hybrids
Jon Terry, LeanKit

There is a debate raging in the Lean-Agile world. Should we do Scrum or Kanban? Is one better suited for certain types of teams? Do we have to progress through one before being ready for the other? Maybe we should consider a hybrid Scrumban approach? Before you decide, listen to this brief introduction to both techniques by someone with experience applying both at large scale. Mehr Infos
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Papier ist geduldig – kann aber auch anders!
Karl Bredemeyer, bor!sgloger

Der Einsatz analoger Tools ist bei der “Agilisierung” von IT-Abteilungen oder auch ganzen Unternehmen unerlässlich. Durch die Unmittelbarkeit des Feedbacks fördern analoge Tools den direkten Austausch zwischen Teammitgliedern und zwischen Teams unterschiedlicher Abteilungen. Der Drang, sich an digitalen Tools wie JIRA oder Confluence festzuhalten, ist mitunter sehr groß, doch einige Situationen aus dem agilen Arbeitsalltag machen deutlich: Papier ist zwar geduldig, erzeugt mitunter aber auch den nötigen Druck. Mehr Infos

T4AL – Tools for Agile Leaders
Christof Braun, Manage Agile

Wenn die Teams agil werden und die Organisation sich umstellt – was machen dann die Führungskräfte? Auch ihre Aufgaben und Arbeitsweisen verändern sich. Dies soll im Vortrag kurz umrissen werden, ehe dann Werkzeuge zu den neuen Aufgaben gezeigt und erklärt werden. Wie erkenne ich die Bedürfnisse und die Motivation der Mitarbeiter? Wie und was delegiere ich an selbstorganisierte Teams? Welche Werkzeuge kann ich nutzen, um diese Fragen zu beantworten? Mehr Infos

Git mit T für Team
Sven Peters, Atlassian

Git ist nicht nur ein Versionkontrollsystem. Git kann die Art und Weise verändern, wie wir im Team miteinander arbeiten. Viele Teams wissen nicht, dass ihr Entwicklungs-Workflow in Git abgebildet werden kann, und benutzen es einfach Out-of-ohe-Box. Git ist aber viel leistungsfähiger und kann das Team produktiver machen, die Delivery-Pipeline schützen und zur besseren Zusammenarbeit beitragen. Sie lernen, wie man ALM-Lösungen wie Continuous Integration, Code Reviews und Fehlerverfolgung in den individuellen Workflow integriert. Schützen Sie Ihren Master-Branch vor versehentlichen Commits, defekten Builds und nicht überprüftem Code. Diese Präsentation wird Ihnen zeigen, wie Sie mit Git am effektivsten im Team zusammenarbeiten – egal ob Sie gerade zu Git wechseln oder bereits ein erfahrener Git-User sind. Mehr Infos

Tools für (verteilte) Retrospektiven
Marc Löffler, KARL STORZ

Retrospektiven sind aus agilen Teams nicht wegzudenken. Gleichzeitig gibt es durch die Globalisierung immer mehr verteilte Teams. Dies führt zu diversen Hürden und Problemen bei der Durchführung von effektiven Retrospektiven. In diesem Vortrag spreche ich über Sinn und Unsinn von analogen und elektronischen Tools und darüber, wie man sie gewinnbringend einsetzen kann. Mehr Infos

Scaling Transparency – Portfolio-Boards und KPIs
Frank Schlesinger, ImmobilienScout

Mit 26 Teams hat ImmobilienScout eine Größe erreicht, in der die direkte Transparenz der agilen Teams (Boards, Burndowns etc.) nicht mehr nach oben, links, rechts und außen kommunizierbar ist. Das agile Versprechen “mehr Transparenz” ist zumindest für das Management einer so großen Organisation nicht aufgegangen. Mit verschiedenen Tools arbeiten wir aktuell daran, dies zu ändern. Dabei stehen eine komplett automatisierte Portfolio-Visualisierung und ein KPI-Dashboard im Mittelpunkt. Mehr Infos

Retrospektive: Das “Tool” zur Teamentwicklung gemeinsam kreativ weiterentwickeln
Anna Kröll, wibas & Jessica Bühler, GIP mbH

Wer leidenschaftlich scrummt, agil arbeitet oder häufig auf der berühmt-berüchtigten Metaebene unterwegs ist, kennt sie: die vielfältig angewendeten, leider aber auch häufig als “Werkzeug” missinterpretierten Retrospektiven. Retrospektiven müssen keine “Kaffeekränzchen mit Klebezetteln” oder stinklangweilig sein, weil schon zum x-ten Mal exakt gleich durchgeführt. Sie bringen, wenn richtig und vor allem kreativ gestaltet, ein Team dazu, sich kontinuierlich zu verbessern. Mehr Infos

Aha! Oder: Beispiele von unkonventioneller Visualisierung in agilen Projekten 
Egor Sviridenko, TargetProcess

Wie kann qualitative Visualisierung die Augen des Teams und des Managements öffnen? Colour-Coding, Mindmaps, Netzwerke, Timelines – diese und viele andere Werkzeuge können im Alltag eingesetzt werden, um die Information endlich zum Sprechen zu bringen. Sie haben endlich weniger Reports, aber jeder hat die Augen auf konkrete Probleme oder Trends gerichtet. Ein kurzer und praktischer Vortrag mit Beispielen für alle, die Info-Visualisierung für wichtig halten oder neugierig sind. Mehr Infos

Agile Management Innovations
Norbert Hölsken, it-agile

Wie würde eine Organisation aussehen, wenn sie ganz nach den Prinzipien des Agilen Manifests aufgebaut wäre? In der nicht nur Projekte agil wären, sondern das gesamte Unternehmen? Wir haben einige Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt und konkrete Techniken und Tools abgeleitet – die Agile Management Innovations. Nicht alles passt überall. Es gibt kein Schema F. Was wir versprechen können, sind viele Anregungen, von denen sicherlich auch Ihrem Unternehmen die eine oder andere gut tun würde. Mehr Infos

Die Iterationen eines Tools – Die Geschichte von Lean Stack
Lukas Fittl, Spark59

Vor zwei Jahren begannen wir, damit zu experimentieren, das Lean-Startup- und das “Build-Measure-Learn”-Konzept in die Praxis umzusetzen und das gesamte Team als Product Owner zu sehen: Angefangen mit einer weiteren “Validation”-Spalte am Kanban-Board hin zum kompletten Framework “Lean Stack”, das wir dann weiter vereinfachten und verständlicher machten. Dieser Vortrag erzählt, wie unser Ansatz ursprünglich in Consulting-Projekten entwickelt und getestet wurde und wie wir diesen Schritt für Schritt systematisieren und in ein Online-Tool verwandeln konnten. Mehr Infos

Tools & Techniken für die Entscheidungsfindung in selbstorganisierten Teams
Oliver Zahrt & Armin Meyer, //SEIBERT/MEDIA

In diesem Vortrag werden Möglichkeiten vorgestellt, wie Entscheidungen gemeinsam gefällt werden können. Durch den Wegfall einer Entscheidung durch eine hierarchisch festgelegte Person kann es dazu kommen, dass sich Entscheidungsprozesse sehr lange hinziehen. Wie sich Entscheidungen schnell gemeinschaftlich treffen lassen, lernen Sie in diesem Beitrag. Zu den vorgestellten Techniken gehören Thumb-Voting, Dot-Voting, Dotmocracy, das Konsent-Verfahren und vieles mehr. Mehr Infos

Jetzt für die Konferenz anmelden und 10% Rabatt nutzen

Bis zum 7. Oktober gilt der Early-Bird-Preis von 299 Euro inkl. MwSt. Als Leser von Produktmanager-Internet.de gibt es zusätzlich mit dem Aktionscode „ProduktmanagerInternet“ einen Rabatt von 10% auf die Ticketpreise. Hier geht es zur Anmeldung.

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TIPPS UND TRICKS ZUM PRODUKTMANAGEMENT VON INTERNETANWENDUNGEN
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VERANSTALTUNGSHINWEIS: Tools4AgileTeams Konferenz in Wiesbaden

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Tools4AgileTeams – weitere Vorträge der Konferenz bekannt gegeben

Am 8. November werde ich gemeinsam mit //SEIBERT/MEDIA das erste Mal die Ausrichtung einer größeren Konferenz vornehmen. Bei der Tools4AgileTeams, über die ich hier schon berichtet habe, wird sich aller um den Einsatz von Tools bei agilen Softwareentwicklungsteams drehen. Wir werden darüber sprechen, wann Tooleinsatz sinnvoll und wann Spielerei ist, welche Softwarelösungen bestehen und ähnliches.

Wir konnten zahlreiche renommierte Sponsoren gewinnen. Zudem haben wir eine ganze Reihe von spannenden Vorträgen im Konferenzprogramm zu bieten. Die aktuelle Liste der Vorträge schaut folgendermaßen aus:

See you on the other side – Scrum-Meetings mit verteilten Teams“ von Dr. Bernd Krehoff (Boris Gloger Consulting): Scrum-Meetings mit geografisch verteilten Teams sind eine echte Herausforderung. Meistern kann sie nur, wer die Distanz als echte Hürde begreift und die Meetings anders gestaltet. Tools können helfen, aber noch viel wichtiger ist die Wahl des richtigen Formats. Wie mache ich ein Sprint Planning mit einem Team, das in drei Ländern sitzt? Kann eine Retro dann überhaupt funktionieren? Und was ist mit Schätzen? Wir bieten: Erfahrung aus diversen Projekten sowie praktisches Know-How.
  Hör zu! Effektives Feedback verbessert die Software“ von Sven Peters (Atlassian)Früh Feedback von den Benutzern deiner Software zu bekommen, ist extrem wichtig für Qualität und Akzeptanz deiner Applikation. Hör zu, was deine Kunden, Tester und Stakeholder über neue Features zu sagen haben. Dies hat direkten Einfluss darauf, ob du das nächste Killer-Feature auslieferst oder einen Flop landest. Lass deine Kunden entscheiden, welche Ideen ein Hit werden und welche wieder aus der Software rausfliegen sollten.Finde heraus, wie Atlassian JIRA einsetzt, um effektiv Feedback einzusammeln und diese Informationen dann wiederum in den Entwicklungsprozess einfließen lässt. Lerne, wie wir unsere cloudbasierte Software nutzen, um Features bei einigen Kunden schon mal zu testen, bevor die breite Masse diese erhalten.
Evaluation von Project Collaboration Software Tools für die Anwendung im agilen Projektmanagement“ von Holger Bock (Pentamino)Bei der Zusammenarbeit agiler Projektteams müssen über verschiedene Zeitzonen hinweg Dokumente bearbeitet, Informationen und der Projektfortschritt allen Beteiligten transparent gemacht werden. Einen Marktüberblick über die zahlreichen SW-Tools zu verschaffen, ist den meisten Unternehmen aus Zeitgründen unmöglich. Deshalb wurde ein Vergleich von ca. 20 Tools erstellt, um die Entscheidung für eine geeignete SW dem Management zu erleichtern. Die Ergebnisse werden in diesem Vortrag präsentiert.
Lebende Veränderung – eine wahre Geschichte eines agilen Unternehmens“ von Egor Sviridenko und Olga Ikhelis (Target Process): Christian (25) hat seine eigene Firma gegründet, mit dem Ziel das beste Produkt in seinem Marktsegment zu schaffen. Als das Unternehmen die verschiedenen Phasen seiner Entwicklung durchläuft, von den ersten Gehversuchen, durch seine Wegfindung, und bis zur Etablierung auf dem Markt und Reifung, muss Christian und seine Teams mit vielen Herausforderungen umgehen. Das Unternehmen wächst kontinuierlich, und der Markt verändert sich auch ständig. Auf diesem Weg müssen die internen Prozesse mehrmals angepasst oder auch völlig verändert werden. Was Christian dabei lernt, ist dass die Reise das Ziel ist, und die konstante Veränderung der Schlüssel zum Erfolg….Eine wahre Geschichte über das Leben eines Unternehmens. Ihres Unternehmens?
Das leidige Thema – Papier oder Software?“ von Jan SegersWer Scrum kennt hat mit diesem Thema oftmals bereits Erfahrungen gemacht. Welches Medium soll ich in meiner Firma einsetzen? Macht es Sinn möglichst viel auf Papier zu bannen oder sollte ich mich doch eher auf moderne Software verlassen? Oftmals werden diese Fragen nur subjektiv beantwortet. Dieser Vortrag analysiert beide Medien und erklärt objektiv, wann es Sinn macht auf welches Medium zu setzen anhand des Scrum Taskboards.
6 Jahre Erfahrungen mit Scrum-Tools – eine Retrospektive“ von Michael KlossScrum ist momentan sicherlich eine der bekanntesten agilen Methoden und daher existieren diverse Tools, die einem helfen sollen, Scrum als Prozess zu leben.
Der Vortrag ist eine Retrospektive aus den letzten 6 Jahren speziell auf den Fokus Scrum-Tools gerichtet. Es geht dabei sowohl um verteilte Teams als auch OnSite Projekte und wie das Tooling dort eine Rolle spielt, auch in Bezug auf andere Tools für Requirements, Management oder Testing.
Scrum Rollen sauber einhalten“ von Axel Jung (AOE Media)Scrum wird dann erfolgreich, wenn die Prozesse und Regeln auch eingehalten werden. Nur wenn jeder in seiner Rolle bleibt, fällt man nicht in die alten Strukturen zurück. Das Tool Kunagi hat uns dabei unterstützt den Scrum Prozess nach dem Idealbild zu leben und über Jahre hinweg nicht aufzuweichen. Die verschiedenen Rollen haben ihre fest definierten Grenzen und die User dürfen nur Aktionen ausführen die ihren Rollen entsprechen.Am Beispiel eines Telekommunikations Unternehmen zeigen wir die Einführung von Scrum mittels Kunagi und werden das Tool genauer vorstellen.
JimFlow – Die Evolution von Kanban bei Jimdo“ von Michael Lehr und Nadja Macht (Jimdo)Kanban wird seit Oktober 2010 bei Jimdo eingesetzt, um die Kommunikation zwischen den Teams zu verbessern, die Geschwindigkeit zu erhöhen und mehr Transparenz im gesamten Unternehmen zu schaffen. Auf diesem Wege ist Kanban ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur geworden.Durch den Einsatz in nahezu allen Unternehmensbereichen und den Bedarf, die größer werdende Kluft zwischen digitalem Issue Tracking und analogen Kanban Boards zu schließen, haben wir JimFlow entwickelt.

Die Anmeldung ist weiterhin über die Konferenz-Website möglich.

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Erste Expertenvorträge der Tools4AgileTeams bekanntgegeben

Die ersten Expertenvorträge der Tools4AgileTeams wurden kürzlich bekanntgegeben.
Die Tools4AgileTeams ist eine Konferenz über den Einsatz von Werkzeugen bei agilen Entwicklungsteams, die am 8. November in Wiesbaden im Hotel Oranien stattfinden wird.

Der Ablauf der Konferenz sieht Expertenvorträge am Vormittag vor, spezifische Fragestellungen werden am Nachmittag im Rahmen eines Open Space behandelt. Damit soll erreicht werden, dass jeder Teilnehmer konkrete, anwendbare Learnings für sein/ihr Unternehmen mitnimmt.

Die folgenden Expertenvorträge können bei der Tools4AgileTeams unter anderem erwartet werden:

Wir befinden uns im Gespräch mit weiteren möglichen Referenten. Diese werden dann auf der Konferenz-Website bekannt gegeben.

Am Nachmittag des Konferenztages folgt dann das Open Space. Die konkreten Sessions für das Open Space werden vor Ort selbst vorgestellt und besprochen. Im Vorfeld möchten wir jedoch schon einmal Themen beispielhaft aufgreifen, die Bestandteil des Open Space werden könnten:

  • Erfahrungsaustausch zur rein analogen Arbeit
  • Möglichkeiten für den Abgleich von virtuellem Backlogpflege-Tool und analogem Taskboard
  • Erfahrungsbericht zum Einsatz von kunagi in Scrum-Teams
  • Vorstellung der Software-Systeme von Atlassian und von Target Process
  • Tool-Unterstützung in verteilten Teams
  • Kundenintegration durch den Tooleinsatz

Anmeldung zur Tools4AgileTeams

Die Anmeldung für die Veranstaltung über die Eventseite ist geöffnet. Für Leser dieses Blogs besteht die Möglichkeit, mit dem Rabattcode „ProduktmanagerInternet“ eine Vergünstigung in Höhe von 15% zu erhalten.

Sponsoring

Mit der Bekanntgabe der ersten Expertenvorträge wurde auch ein Sponsoring-Paket für interessierte Unternehmen auf der Eventseite online gestellt. Bei Interesse bitte Kontakt über pherwarth@seibert-media.net aufnehmen.

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Noch bis morgen einreichen: Call for Sessions der Tools4AgileTeams

Am 8. November möchten wir gemeinsam mit Euch eine Konferenz in Wiesbaden speziell zur Nutzung und Anwendung von Tools in der agilen Softwareentwicklung veranstalten.
An welchen Stellen ist die Anwendung von Tools wirklich hilfreich, an welchen Stellen eher ein „Impediment“? Und welches Tool eignet sich besonders gut für einen spezifischen Einsatzzweck?
Wir möchten Anwender, ScrumMaster, Manager, Tool-Hersteller und alle, die sich für das Thema interessieren, an diesem Tag zusammenbringen. Am Vormittag wird es 8 Vorträge geben, für die wir derzeit noch bis zum kommenden Freitag, 31.8., Einreichungen entgegen nehmen.
Am Nachmittag möchten wir dann Open Space mit mehreren parallelen Slots machen, um möglichst spezifisch auf alle brennenden Fragen an diesem intensiven und hoffentlich lehrreichen Tag eingehen zu können.

Weitere Informationen zur Einreichung von Sessions findet Ihr hier:
http://tools4agileteams.com/display/2012/Call+for+Sessions

Tickets für die Veranstaltung sind derzeit noch bis Ende September zum Earlybird-Preis von 199 Euro zu erwerben:
http://tools4agileteams.com/display/2012/Anmeldung+und+Preise

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Tipps zur Priorisierung des Product Backlogs von Mike Cohn

Product Backlog PriorisierungEine echte Perle zum Thema Priorisierung des Product Backlogs habe ich kürzlich bei Axel Heinz gefunden. Es handelt sich dabei um einen Vortrag von Mike Cohn (ich habe hier schon über sein Buch „User Stories Applied“ geschrieben). In diesem Vortrag stellt er nach einer Einführung in das Thema und dessen Bedeutung die vier Ansätze für die Priorisierung des Backlogs vor: Kano-Analyse, Theme-Screening, Theme-Scoring und relative Gewichtung.

Die Bedeutung guter Backlog-Pflege

Mike Cohn betont zunächst noch einmal die Bedeutung der Pflege des Backlogs. Er konnte in der Praxis zahlreiche Teams beobachten und die richtig guten Teams zeichneten sich alle dadurch aus, dass sie rund 10% ihrer Zeit in die Pflege des Product Backlogs stecken und diesen aktiv pflegen.
Das Stichwort lautet hier Backlog Grooming und kann zum Beispiel in Form von Workshops mit dem ganzen Team erfolgen.
Mike Cohn betont, dass es für Entscheidungen in der Backlog Priorisierung immer eine solide Grundlage geben sollte, wie etwa die Ergebnisse von Umfragen, aus Statistiken oder ähnliches. Statistisch signifikant braucht es für ihn nicht zu sein, aber z.B. das Feedback von 20-30 Anwendern im Rahmen einer Umfrage kann schon viel aussagen.
Nun aber zu den vier Maßnahmen, die er im folgenden vorstellt.

Kano-Analyse

Bei der Kano-Analyse wird eine Befragung von Anwendern durchgeführt, durch die eine Klassifizierung von Funktionalitäten in verschiedene Kategorien möglich ist:

  • Basisfaktoren: Basisfaktoren werden von den Anwendern als selbstverständlich vorausgesetzt. Werden sie erfüllt, entsteht keine Zufriedenheit, bei Nichterfüllung entsteht jedoch Unzufriedenheit.
  • Leistungsfaktoren: Diese wirken linear und ein mehr von dieser Funktionalität führt zu mehr Zufriedenheit der Anwender.
  • Begeisterungsfaktoren: Begeisterungsfaktoren werden vom Anwender so nicht erwartet, sie überraschen ihn positiv. Als Beispiel nennt Mike Cohn einen Dosenhalter im Auto, den seine Frau spitze fand, der 1993 noch keineswegs selbstverständlich war. So etwas kann sogar das „Zünglein an der Waage“ für eine Kaufentscheidung sein.

Manchmal ist es gerechtfertigt, darüber Schätzungen abzugeben, in welche Kategorie eine Funktionalität fällt. Noch sinnvoller ist meist jedoch die Befragung einer kleinen Gruppe von Anwendern, etwa 20-30 Stück.
Als Tipp für die Einplanung in das Produkt schlägt er vor, dass alle Basisfaktoren integriert werden, da sonst mit Unzufriedenheit gerechnet werden muss. Darüber hinaus sollten einige lineare Funktionalitäten und wenigstens ein paar Begeisterungsfaktoren eingeplant werden.

Weitere Informationsquellen für das Kano-Modell:

Theme-Screening

Das Vorgehen beim Theme-Screening erfolgt mit den folgenden Schritten:

  1. Identifiziere als erstes die Faktoren, die für die Priorisierung als Kriterien für das nächste Release herangezogen werden sollen. Zum Beispiel die Bedeutung für die bestehenden Anwender oder die Generierung von Umsatz. Diese Kriterien werden als Reihen in eine Tabelle eingetragen. Es sollten etwa 5-9 Kriterien sein.
  2. Nach der Festlegung der Priorisierungskriterien wird ein „baseline theme“ gewählt. Eine Story oder ein Theme, die im weiteren Vergleich als Basis für die relative Bewertung genutzt wird. Dafür eignen sich solche, die wahrscheinlich in das nächste Release aufgenommen werden und das allen Teammitgliedern vertraut und verständlich ist. Es sollte aber nicht das wichtigste Theme sein, da in diesem Fall alle weiteren Themes im Verhältnis schlechter abschneiden würden. Das gilt also analog zu Referenz-Stories beim relativen Beschätzen des Product Backlogs, wo meist eine mittelgroße oder eine eher kleinere Story als Vergleich genutzt wird.
  3. Alle Themes oder Stories, die zur Auswahl stehen, werden nun im Vergleich zum „baseline theme“ nach allen Kriterien bewertet. Für die schlechter abschneidenden Themes wird jeweils ein – eingetragen, für die besser abschneidenden ein + und für die gleich zu bewertenden Themes eine Null.

Mike Cohn stellt auf seiner Website sogar ein kleines Tool zum Theme-Screening bereit, das auch schnell das Vorgehen beim Theme-Screening verdeutlicht.

Weitere Informationsquellen für das Theme-Screening:

Theme-Scoring

Theme-Scoring ist dem Theme-Screening sehr ähnlich. Auch hier geht es darum, verschiedene Themes gegeneinander abzuwägen. Als erstes werden auch hier die verschiedenen Kriterien zusammengestellt, nach denen die Bewertung erfolgen soll. Dann ist eine Bewertung der Kriterien erforderlich. Dafür erhalten sie einen Prozentwert, der sich zu 100% aufsummiert.

Als nächstes werden wieder alle Themes nebeneinander gestellt. Dann wird die Erfüllung der Kriterien für alle Themes bewertet auf einer Skala von 1-5, wobei 1 für eine schlechte Erfüllung des Kriteriums und 5 für eine gute Erfüllung des Kriteriums steht. Dabei ist es hilfreich, als erstes für alle Kriterien ein Basis-Theme festzulegen, dass eine Bewertung von 3 erhält. Somit lassen sich die anderen Themes leichter im Verhältnis zum jeweiligen Basis-Theme bewerten.

Mike Cohn stellt auf seiner Website auch ein kleines Tool zum Theme-Scoring bereit.

relative Gewichtung

Die relative Gewichtung („relative weighting“) ist ein Priorisierungsansatz, bei dem sowohl die positive Auswirkung der Präsenz eines Features als auch die negative Auswirkung der Abwesenheit eines Features in die Beurteilung einbezogen wird. Für jede Funktionalität wird eine bewertung von 0 (gering) bis 9 (hoch) vorgenommen.

Die Themes werden dabei in die Reihen einer Tabelle eingetragen. Dann wird jeweils eine Bewertung für den Nutzen der Funktion bei Bestehen und der Strafe bei Abwesenheit hinterlegt. Zusätzlich wird noch ein Wert für den geschätzten Aufwand, etwa in Story Points oder auch einem Euro-Betrag, hinterlegt. Es werden also in diesem Fall die Kosten einer Funktionalität explizit mit berücksichtigt.
Es wird dann geschaut, welchen Anteil am Gesamtnutzen und welchen Anteil an den Gesamtkosten eine bestimmte Funktionalität hat. Diese beiden Werte werden durcheinander geteilt und es ergibt sich eine Priorisierungskennzahl.

Anteil am Gesamtnutzen Anteil an den Gesamtkosten Priorisierung
57% 67% 0.85
43% 33% 1.30

Das als zweites in diesem Fall aufgeführte Feature bringt zwar einen geringeren Nutzen, ist aber ein ganzes Stück günstiger. Dadurch ist der Return on Investment (ROI) von letzterem größer.

Auf der Website Mike Cohn gibt es auch zur relativen Gewichtung ein kleines Tool.

Links zum Vortrag von Mike Cohn

Der Vortrag von Mike Cohn
Folien von Mike Cohn (PDF)

An dieser Stelle möchte ich auch noch auf eine Excel-Vorlage für die Product Backlog Priorisierung von Michael Romer hinweisen.

Foto: peterstev
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Englische Version des Artikels

Microblogging im Unternehmen

Wie kann die Kommunikation im Unternehmen verbessert werden? Das ist eine Frage, die uns ständig begleitet. Viele verschiedene Ansätze habe ich in den letzten Jahren in der Praxis erlebt. Sowohl für die Verbesserung der direkten Kommunikation, etwa mit der Einführung von Teamräumen für Gruppen, die intensiv miteinander an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. Als auch für die indirekte Kommunikation. Haben wir vor vielen Jahren dabei noch vornehmlich auf E-Mails und das Telefon zurückgegriffen, sind in den letzten Jahren zahlreiche Systeme gekommen und teilweise auch wieder gegangen.
Seit über zweieinhalb Jahren habe ich mittlerweile Erfahrungen mit internen Microblogs gesammelt. Sie eignen sich sehr gut für eine Steigerung der Transparenz in Projekten und bieten das Potenzial, das E-Mail-Aufkommen stark zu reduzieren. Über die Motivation, ein Microblog einzuführen, über Anwendungsfälle eines Microblogs sowie über grundlegende Kriterien für die Auswahl eines der verfügbaren Systeme könnt ihr in einem aktuellen Artikel bei Gründerszene mehr erfahren:

Wie ein „internes Twitter“ (nicht nur) die Projektkommunikation verbessert

Einen guten Überblick über die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Microblogs gibt die folgende Präsentation von Joachim Niemeier:

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Anwenderbetreuung mit den richtigen Tools unterstützen

Anwenderbetreuung Für Internetportale, die es mit einer breiten Nutzerschaft zu tun haben, stellt sich die Frage, wie sie die Anwenderbetreuung optimal organisieren. Es gibt eine Reihe von Tools, die dabei unterstützen können, diese Prozesse effektiv und effizient abzubilden. Eine Auswahl davon stelle ich in einem aktuellen Beitrag „Fünf Tools für Nutzerbetreuung“ bei Gründerszene vor: CoTweet zur gemeinsamen Verwaltung von Twitter-Accounts, UserVoice für die Sammlung und Bewertung von Feature-Wünschen durch die Anwender, SnapEngage für Live-Chats mit Website-Besuchern, MailChimp für den Versand von Newslettern und OTRS für die strukturierte Verarbeitung von Mail-Anfragen.

Zum Artikel bei Gründerszene

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Foto: tyle_r

Softwareunterstützung für Scrum-Teams: JIRA und Confluence

Die Verwendung von Tools ist bei Scrum-Teams ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Die einen schwören darauf, die anderen halten es für überflüssig. Was für alle Teams und Teammitglieder gelten muss, wenn sie Softwareentwicklung mit einem agilen Verständnis betreiben möchten, ist: „Individuals and interactions over processes and tools“ (Agile Manifesto). Die Tools dürfen nicht als Ersatz für den persönlichen Austausch zwischen den Produktentwicklern betrachtet werden. Unter dieser Prämisse sehe ich durchaus einige sehr hilfreiche Anwendungen für Tools. Wie bei der Internetagentur //SEIBERT/MEDIA in den Scrum-Teams mit den Atlassian-Produkten JIRA und Confluence arbeiten, habe ich in einem aktuellen Artikel dargestellt.

Zum Artikel im Blog von //SEIBERT/MEDIA

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Foto: zoonabar

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