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4. Corporate & Startup Un-Konferenz am 20. November 2015 in Stuttgart

LeanCamp LogoZusammen mit der Bosch Start-up Platform lädt das Leancamp-Team zum vierten Mal Gründungs-Interessierte, Startups, internationale Experten und etablierte Unternehmen nach Stuttgart ein – diesmal erwartet die Gäste unter dem Motto „Teile, lerne, wachse!“ ein umfangreiches Begleitprogramm zur einzigartigen Un-Konferenz.

Das Leancamp Stuttgart rund um Startups ist eine sogenannte Un-Konferenz, bei dem jeder Teilnehmer unabhängig von seinem Wissen, 30 Minuten Zeit hat einen Vortrag zu halten, einen Workshop zu geben oder Fragen an andere Teilnehmer zu stellen, um eine Antwort zu erhalten oder Erfahrungen zu teilen. Beim „Barcamp für Gründer“ werden eine Vielzahl Startup-relevanter Themen wie das schnelle Testen einer Idee bis hin zur Markteinführung und Skalierung bearbeitet. Eine klassische Agenda gibt es nicht – diese wird erst am Tag selbst gemeinsam durch die anwesenden Teilnehmer & Experten anhand der aktuellen Bedürfnisse der Anwesenden gestaltet.

Egal ob Solo-Gründer, Startup-Team oder etabliertes Unternehmen: Innovation verlangt Risikobereitschaft. Wie bei jeder Markteinführung neuer Produkte oder Dienstleistungen gilt es die Risiken so gut wie möglich zu minimieren und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Um die Kosten des Scheiterns zu minimieren haben Startups, Inkubatoren und Acceleratoren dazu im letzten Jahrzehnt viele verschiedene Vorgehensweisen entwickelt, die unter den Begriff Lean Startup zusammenfassbar sind. Mit über 40 parallelen Sessions wird der neue Bosch Forschungs-Campus in Renningen bei Stuttgart dank vieler Partner zur interaktiven Austauschplattform – Themen sind unter anderem:

  • Echtes Feedback zu persönlichen Fragestellungen und Herausforderungen
  • Tragfähige Geschäftsmodelle skizzieren, modifizieren und bewerten
  • Mit Growth Hacks schnelles Wachstum sowie wiederholbare Marketingkanäle erzeugen
  • Agile Unternehmenskultur für Innovationen schärfen und Konflikte lösen
  • Vorantreiben eines vitalen Startup-Ökosystems mit Gründern und Unternehmen

Aufgrund der internationalen Experten findet die Veranstaltung am 20. November 2015 sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch statt: Salim Virani, Erfinder des weltweit-erfolgreichen Leancamp-Formates, berichtet über die aktuelle Entwicklung aktueller Tools & Methoden. Alexander Buddrick von der Bosch Start-up Platform spricht über die kulturelle Mobilisierung bei Bosch. Christian Häfner, Gründer von Fastbill, zeigt uns, wie man ein Unternehmen komplett aus der Ferne „lean“ aufbaut. Ben Sufiani demonstriert live die systematische Produktvalidierung mit Hilfe von Google Adwords & -Analytics. Lerne von diesen und vielen weiteren Meinungsführern!

Neben einem „Gründergrillen Spezial“, die Besichtigung des Bosch Campus und dem ersten „Spätzle I/O“-Dinner bietet das Leancamp zusammen mit der Bosch Start-up Platform in der Stuttgarter Innenstadt weitere Angebote: Am Vorabend (Donnerstag, den 19. November) gibt es für „Neulinge“ eine Einführung in die Lean Startup-Vorgehensweise und Rob Fitzpatrick wird uns über die Kunst, Kunden richtig zu interviewen, einweihen. Außerdem wird Rob die deutsche Ausgabe seines Bestsellers „The Mom Test“ vorstellen!

Am Tag nach dem Leancamp (Samstag, den 21. November) werden verschiedene Meinungsführer und Experten in jeweils 3-stündigen Intensiv-Seminaren die wichtigsten Themen vertiefen; darunter Startup-Kommunikation; Corporate Startup Best-Practices, Coding Dojo, Präsentationstraining, Kundeninterviews sowie Growth Hacking (separat buchbar).

Neben vielen neuen Impulsen für Startups und Corporate Startups sowie konkreten Handlungsempfehlungen nehmen die 150+ Teilnehmer ein tolles Netzwerk mit nach Hause, bestehend aus Gründern, Sparringpartner, Experten und Mitarbeitern etablierter Unternehmen für mögliche Kooperationen.

Junge Gründer, Startup-Teams und etablierte Unternehmen können sich Tickets für das Leancamp Stuttgart ab 48,- Euro zzgl. MwSt hier sichern: http://leancamp.net/stuttgart4

 

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TIPPS UND TRICKS ZUM PRODUKTMANAGEMENT VON INTERNETANWENDUNGEN
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VERANSTALTUNGSHINWEIS: Tools4AgileTeams Konferenz in Wiesbaden

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Produktmanagement Lesetipps: Usability-Prinzipien, erfolgreiche Geschäftsmodelle, S.T.U.P.I.D. User, Software-Tests

Die Produktmanagement Lesetipps bieten wieder einen bunten Mix von aktuellen, interessanten Artikeln. Diesmal eine würzige Mischung aus Usability, Geschäftsmodellen und Software-Tests.

Sechs nicht intuitive Tests für Prinzipien von Entwicklungsteams

Wie lassen sich die Usability- und Design-Prinzipien eines Entwicklungsteams darauf prüfen, ob Sie etwas taugen? In einem Blogpost stellt Usability-Guru Jared Spool sechs Tests vor, mit deren Hilfe die Prinzipien überprüft werden können. Die zentralen Fragestellungen dabei sind:

Test #1: Basiert das Prinzip auf Nutzerforschung?
Test #2: Hilft das Prinzip, meistens “Nein” zu sagen?
Test #3: Führt das Prinzip zu einem Alleinstellungsmerkmal?
Test #4: Ist es etwas, das in einem späteren Release vielleicht wieder rückgängig gemacht wird?
Test #5: Passt das Prinzip zu diesem Projekt?
Test #6: Wird das Prinzip ständig auf den Prüfstand gestellt?

Wie die Prüfung auf diese Fragestellungen hin erfolgen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel im //SEIBERT/MEDIA-Blog.

Eine Idee finden, die wirklich Geld einbringt

Der Unternehmer und Berater Paras Chopra beschäftigte sich in seinen letzten Blogartikeln damit, welche Geschäftsideen für Startups wirklich die Chance bieten, Geld zu verdienen, und welche nicht.

Seine zentralen Empfehlungen für eine erfolgreiche Geschäftsidee sind:

  • Find an industry (ideally, an old fashioned one) where people are making money
  • Find the single differentiator which will put your app apart in the already established industry (read or research what pain points are still not addressed by top 3 solutions)
  • Make a web app, market it, refine it based on feedback, monetize the app
  • Slowly incorporate all standard features expected out of a solution in that industry so you can shoot to be a market leader

Bei t3n gibt es zu den zentralen Punkte aus Paras Chopras Blogartikeln zu diesem Thema eine deutsche Zusammenfassung.

Sind eure User S.T.U.P.I.D?

Ist es für die Produktentwicklung relevant, ob die eigenen User clever sind oder nicht? Nach Stephen Turbek nicht.

It is an honest question: how smart are your users? The answer may surprise you: it doesn’t matter. They can be geniuses or morons, but if you don’t engage their intelligence, you can’t depend on their brain power.
Far more important than their IQ (which is a questionable measure in any case) is their Effective Intelligence: the fraction of their intelligence they can (or are motivated to) apply to a task.

Wir dürfen also auch lernen, dass selbst die cleversten User möglicherweise eine geringe Effektive Intelligenz im Moment der Nutzung der Anwendung aufweisen. Dies bringt S.T.U.P.I.D zum Ausdruck:
Stressed
Tired
Untrained
Passive
Independent
Distracted

Wie Anwendungen geschaffen werden können, mit denen auch S.T.U.P.I.D User zurecht kommen, wird im Artikel bei boxesandarrows erklärt.

Software-Tests: Notwendigkeit und Arten des Testens

In diesem Artikel beantwortet mein Kollege Manuel Kummerländer zwei zentrale Fragen rund um Tests (und vor allem automatisierte Tests) in der Softwareentwicklung. „Warum sind Tests wichtig?“ und „Welche Arten von Tests gibt es?“.

Mangelhafte Testprozesse sind die Hauptursache für im Live-System auftretende Software-Fehler.

Alleine deshalb lohnt sich bereits die Beschäftigung mit diesem Thema, hier geht es daher zum Artikel im Blog von //SEIBERT/MEDIA.

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Gründertraining in Aachen – Workshops zur Existenzgründung

Vom 04. – 07. Oktober 2011 findet das bereits 23. Gründertraining in Aachen statt. 2007 habe ich selbst am 15. Gründertraining teilgenommen. Die Veranstaltung war sehr professionell organisiert und hat viele interessante Informationen und Eindrücke in kurzer Zeit geboten. Wer sich mit einer Unternehmensgründung beschäftigt, sollte daher darüber nachdenken, diese Chance wahrzunehmen. Das Gründerzentrum der RWTH Aachen beschreibt seine Veranstaltung folgendermaßen:

Das Gründertraining bietet exklusive Informationen zur Unternehmensgründung in Workshops mit 15 Referenten aus Wissenschaft und Praxis inkl. umfangreichem Material zu allen Gründungsthemen (Kunde und Wettbewerb, Marktforschung, Personal, Finanzierung, Recht, Fördermöglichkeiten, etc.). Mit Mitarbeitern des Gründerzentrums werden Geschäftsideen diskutiert und bearbeitet. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geboten, den eigenen Gründungserfolg bei einer interaktiven Gründungsimulation zu testen, Geschäftsideen mit Business Angels und GründerInnen zu diskutieren und das eigene Netzwerk zu erweitern.

Für die Teilnahme am Gründertraining ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Anmeldeschluss ist der 16. September 2011.
Alle relevanten Informationen zur Bewerbung sind unter www.gruenderzentrum.rwth-aachen.de abrufbar.

Einen kleinen Einblick in die Gründungssimulation verschafft dieser Artikel von Till von Sonntagmorgen, der ebenfalls 2007 am Gründertraining teilnahm.

Iterative Softwareoptimierung mit Remote User Tests

Usabilitytest Um Herausforderungen in der Bedienung von Software herauszufinden werden von Usability-Experten unter anderem Usertests durchgeführt. Dabei werden repräsentative Anwender dabei aufgezeichnet, wie sie zuvor festgelegte Aufgaben mit Hilfe der Software erledigen. Solche Tests ermöglichen es Experten einen Großteil der bei Nutzern auftretenden Fehler zu identifizieren. Werden solche Tests frühzeitig im Entwicklungsprozess durchgeführt, können somit Usabilityfehler vor Auslieferung der Software noch behoben werden.
Die Herausforderung klassischer Usertests: Sie kosten gerne einmal einen fünfstelligen Betrag und sind mit einer ausführlichen Vor- und Nachbereitung verbunden. Dies ist ein Widerspruch zum Wunsch vieler agiler Softwareentwicklungsteams, schnelles Feedback für iterative Verbesserung der Software zu erhalten. An dieser Stelle können Remote User Tests, die von den Anwendern von zu Hause aus durchgeführt werden, hilfreich sein. Da diese insbesondere auch für Startups mit kleinem Budget eine Lösung sind, habe ich einen Beitrag dazu bei Gründerszene veröffentlicht.

Zum Artikel bei Gründerszene

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Foto: l-i-n-k

Produktmanagement Lesetipps: Tipps für Startup-CEOs, Lean Startups, Getting Nix Done, Agile Softwareentwicklung, Facebook größer als Google

Eine ganze Reihe von interessanten, lesenswerten Artikeln und Blogbeiträgen ist in der letzten Zeit erschienen. Eine Auswahl für Internet-Produktmanager:

13 Dinge, die jeder Startup-CEO jede Woche tun sollte
Welche Dinge sollte ein Startup-CEO in jedem Fall regelmäßig machen? Jason Goldberg, ehemals Chief Product Officer bei Xing und mehrfacher Startup-Gründer, hat 13 relevante Dinge zusammengestellt.

9 Women can’t make a baby in a month
Dieser Post ist schon vor einigen Monaten bei TechCrunch erschienen, ist aber durch die Monster-Investments bei AirBNB und Wimdu so aktuell wie nie: 9 Women can’t make a baby in a month. Es ist ein Aufruf, den lean startup-Gedanken zu leben. Mit einem minimalen Produkt starten und es mit Hilfe von Feedback der User weiter auszubauen und zu optimieren. Zu hohe Finanzierungsrunden können sich schädlich auf das Unternehmen auswirken, es wird einfach nur noch drauf los entwickelt und Verschwendung erhält Einzug. Ein gutes Produkt braucht Zeit zu reifen. 9 Frauen können ein Baby nicht in einem Monat bekommen.

Getting nix done
Ein unterhaltsamer und interessanter Artikel von Michael van Laar über die (Nicht-)Anwendung von Getting Things Done-Prinzipien in der eigenen Freizeit. Seine Gedanken und seinen Lösungsansatz teilt er freundlicherweise mit uns.

Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin
Agile Softwareentwicklung scheint bei einigen Managern den Ruf zu haben, ein unstrukturiertes Vorgehen zu sein, dass auf mangelnde Disziplin zurückzuführen ist. Bei genauerer Betrachtung lässt sich jedoch feststellen: Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin! Nur so kann ein agiles Team erfolgreich sein.

Facebook wird genauso gross wie Google
Ein gutes Interview von Lars Hinrichs mit NZZ Online. Der relevanteste Part:
„Wenn man im Internet selber nicht für etwas bezahlt, ist man meist selbst das Produkt für andere – dies vor allem über Werbung, sei dies in direkter oder indirekter Form. Facebook und Google haben beide ungefähr ähnlich viele Nutzer und Seitenzugriffe. Der grosse Unterschied ist aber, dass Facebook deutlich mehr Monetarisierungsmöglichkeiten hat als Google.“

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Die Nutzerloyalität auf einfache Weise ermitteln

Einfachheit ist vielfach Trumpf. „Einfache Pläne, die ausgeführt werden, sind besser als komplexe Pläne, die noch in Planung sind“, sagt Chris Brogan. So ähnlich verhält es sich meines Erachtens auch bei der Ermittlung von Kennzahlen für Startups. Kennzahlen zu erheben und die eigenen Entscheidungen durch Zahlen zu unterstützen ist wichtig und richtig. Kleine Unternehmen verfügen (meist) aber nicht über eigene Fachkräfte, die sich mit der Erhebung komplexer Kennzahlen beschäftigen können, noch über die finanziellen Ressourcen, diese Leistung einzukaufen.
Bei Deutsche Startups habe ich in einem Artikel vorgestellt, wie Startups mit Hilfe des Net Promoter Scores auf einfache Art und Weise eine Kennzahl für den entscheidenden Performance Indicator Nutzerloyalität erheben können.

Zum Artikel bei Deutsche Startups

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Photo: Joe Pemberton

Wie finde ich einen Namen für ein Produkt oder ein Unternehmen?

No Name | Namensfindung Die Namensfindung für ein Produkt oder ein Unternehmen ist eine äußerst spannende Angelegenheit. Es erinnert ein bisschen an das Gefühl, wenn man sich auf der Suche nach einem Auto oder einer Wohnung befindet. Es gibt ein paar Vorstellungen, die man bereits mitbringt, es gibt aber noch eine große Vielzahl von Möglichkeiten. Erst während dem Prozess des Suchens stellt sich wirklich heraus, was man möchte und was nicht.
Ein Jungunternehmer, der gerade am Anfang eines Startups steht, fragte uns, ob wir von TwentyFeet, der Social Media Monitoring- & Ego-Tracking-Software, ein paar Tipps für die Namensfindung geben könnten.

Gerne gebe ich einen Einblick in die Schritte, die wir gegangen sind, bis wir zum Namen TwentyFeet sowie unserem Giraffen-Logo gekommen sind (siehe dazu auch der Artikel TwentyFeet: Wieso hat eine analytische Software eine Giraffe als Logo? im Blog von //SEIBERT/MEDIA und die „Über uns“-Seite von TwentyFeet).

Namensfindung braucht Zeit

Es war ein Prozess, der sich über sehr viele Wochen gezogen hat. Diese Zeit zu investieren hat sich rückblickend auf jeden Fall gelohnt. Belohnt wurden wir für die investierte Zeit nicht nur durch einen Namen, mit dem wir wirklich zufrieden sind, sondern auch mit einem wesentlich klarerem Bild davon, wer oder was wir sein möchten.

Positionierung klären (oder: Wer sind wir eigentlich?)

Ausgangspunkt der Namenssuche war ein umfangreicher Fragebogen von unserem Design-Team. Dieser half uns dabei, uns über die folgenden Aspekte klarer zu werden:

  • Wie lässt sich der Nutzen des Produkts in wenigen Sätzen vermitteln?
  • Wer sind die Mitarbeiter? Sind sie eher jung oder alt, männlich oder weiblich, introvertiert oder extrovertiert, innovativ oder konservativ, …
  • Welche Stellen gibt es im Unternehmen? Wie sind die Mitarbeiter qualifiziert?
  • Welche Prozesse und Geschäftsabläufe prägen unseren Geschäftsalltag?
  • Wie erfolgt die Neukundengewinnung?
  • Wer sind die Hauptzielgruppen des Produkts/des Unternehmens?
  • Welchen Mangel verspüren die potenziellen Kunden?
  • Wie ist die Nutzenerwartung der potenziellen Kunden?
  • Wer sind die Wettbewerber und wie positionieren sich diese?

Wie sich zeigt, spielt eine Menge verschiedener Faktoren mit in die Namensfindung hinein. Die Liste ist nur ein Auszug der Dinge, die in zahlreichen Treffen intensiv diskutiert wurden.

Was wäre, wenn…

Innerhalb dieser Treffen haben wir auch verschiedene Sichtweisen auf das Produkt eingenommen. Zunächst einmal hatten wir Namen im Fokus, die sehr stark an Worte wie „Reporting“, „Data“ und ähnliches angelehnt waren. Es kamen dabei Konstrukte heraus, die zwar erahnen ließen, was wir machten, sich aber nicht wirklich gut anfühlten.

Letztlich brachte uns dann jedoch eine ganz andere Fragestellung in einem Brainstorming zum Ziel:

„Was wäre das Unternehmen bzw. das Produkt, wenn es ein Tier wäre?“

Wir sind relativ schnell darauf gekommen, dass es eine Giraffe sein würde. Es ist ein Tier, das einen Überblick über die Savanne genießt, wie wir ihn unseren Anwendern über die verschiedenen Web- und Social Media-Präsenzen bieten würden. Sie passt zudem hervorragend zu unseren Kernwerten, da wir uns als „übersichtlich, einfach und sympathisch“ bezeichnen würden.
Nach diesem Brainstorming grenzte sich die Namenssuche sehr schnell auf solche ein, die mit Giraffen zu tun hatten. In einer weiteren Session generierten wir eine ganze Reihe von verschiedenen Vorschlägen. Während dieser Zeit interessierten wir uns über die Maße für alles, was mit Giraffen zu tun hatte. In einem Wikipedia-Artikel stießen wir dann auf die folgende Passage:

the tallest male recorded stood almost 6 meters tall (20 ft).

Es hat uns ziemlich erwischt und die Abstimmung über den Namen war nur noch Formsache.

Sorgfältige Prüfung kann viel Ärger ersparen

Spätestens, wenn ein eigener Favorit für einen Namen gefunden wurde, folgt eine ganze Reihe von wichtigen Aufgaben, die sorgfältig ausgeführt werden sollten:

  • Ein breiterer Personenkreis sollte befragt werden, welche Assoziationen der Name bei ihnen hervorruft.
  • Es sollte intensiv im Internet gesucht werden, welche Treffer unter dem Namen zu finden sind.
  • Prüfen, ob die Internetadressen (möglichst mit den weltweit wichtigsten Top-Level-Domains) verfügbar sind.
  • Es ist zu klären, ob der Name (möglichst weltweit) geschützt werden kann.
  • Bestehen bereits Markenrechte (von Konkurrenten)?

Im Zweifel sollte lieber erst noch einmal unter einem Projektnamen weitergearbeitet werden, bis die Fragen ausreichend geklärt sind. Ein Verstoß, etwa gegen das Marken- und Namensrecht, könnte teuer werden. Auch spätere Namensänderungen erzeugen zusätzliche Kosten, die gerade Startups empfindlich treffen können.

Manche Unsicherheiten können aber durchaus in Kauf genommen werden. So war zu dem Zeitpunkt, wo wir uns für den Namen TwentyFeet entschieden hatten, die für uns sehr wichtige Domain twentyfeet.de gar nicht frei. Sie wurde jedoch nicht produktiv verwendet, so dass wir davon ausgehen konnten, sie käuflich erwerben zu können. Glücklicherweise stellte es sich später auch so ein, wie wir es kalkuliert hatten.

Rückblickend war es eine spannende Zeit, in der wir sehr viel gelernt haben und Ergebnisse produziert haben, an denen wir heute noch Freude haben.

Welche Tipps habt ihr für die Namensfindung?

Weiterführende Informationen:

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Foto: Von Giant Ginkgo

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