Lean Startup Circle trifft sich zum 4. Mal: Launch-Erfahrungen von foodQuest und Mini-Workshop zu Innovation Games

Die letzten Treffen des Lean Startup Circles Rhein-Main waren gut besucht.

Anfang April in diesem Jahr fand das erste Treffen unseres Lean Startup Circles Rhein-Main statt. Mittlerweile hat die Veranstaltungsreihe ihren festen Platz in den Kalendern der lokalen Startup- und Softwareentwicklungsszene gefunden. Am 29. Oktober findet das vierte Treffen statt.

Auch dieses Mal können interessante Beiträge erwartet werden. Neben dem lockeren Austausch bei kühlen Getränken und Knabbereien im Büro von //SEIBERT/MEDIA in Wiesbaden können bei diesem kostenfreien Treffen diese beiden Beiträge erwartet werden:

Lean-Startup: Erfahrungen von foodQuest

Chris Chard, Mitbegründer und Geschäftsführer von foodQuest, wird uns einen offenen Einblick in seine Erfahrungen bei der Entwicklung des Produkts geben. Es ist immer wieder spannend hinter die Produktentwicklung eines Startups zu schauen und zu betrachten, wie notwendige Entscheidungen gefällt und gewisse Vorgehensweisen angewendet wurden.

Mini-Workshop zu Innovation Games

Für den zweiten Teil des Abends zeichnet Michael Tarnowski von plays-in-business verantwortlich. Im Rahmen eines kleinen Workshops wird er uns in die Innovation Games einführen und praktisch demonstrieren, wie Innovationen spielerisch gefördert werden können. Hier werden alle Teilnehmer eingespannt sein!

Ein paar grundlegende Informationen zu Innovation Games gibt es im Beitrag Innovation Games® – bessere Produkte spielerisch entwickeln.
Die Anmeldung zu dieser kostenfreien Veranstaltung erfolgt über XING, Google+ oder Facebook.

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LeanCamp Berlin verbindet Anwender von Lean Startup, Business Model Innovation und Customer Development

Am Montag, 27.8.2012 findet in Berlin das LeanCamp Berlin 1 statt. LeanCamp ist eine internationale Konferenz-Reihe, an der bereits Vordenker wie Eric Ries („The Lean Startup“), Alex Osterwalder (Business Model Generation) und Janice Fraser („Lean UX“) teilgenommen haben. Das Kernthema der LeanCamps lautet:

Learn to get market traction faster.

Das Treffen verbindet Anwender von Lean Startup, Business Model Canvas, Customer Development und ähnlichen Ansätzen und möchte einen praxisorientierten Austausch bieten. Als Format wird die OpenSpace-Technik Anwendung finden. Derzeit werden die ersten Session-Ideen in einem UserVoice-Forum gesammelt.

Ich werde am Sonntag nach Berlin anreisen und freue mich auf ein paar spannende Tage in der Startup-Hauptstadt Europas.

Hier findet ihr noch den Trailer zum LeanCamp Berlin:

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Wie finde ich einen Namen für ein Produkt oder ein Unternehmen?

No Name | Namensfindung Die Namensfindung für ein Produkt oder ein Unternehmen ist eine äußerst spannende Angelegenheit. Es erinnert ein bisschen an das Gefühl, wenn man sich auf der Suche nach einem Auto oder einer Wohnung befindet. Es gibt ein paar Vorstellungen, die man bereits mitbringt, es gibt aber noch eine große Vielzahl von Möglichkeiten. Erst während dem Prozess des Suchens stellt sich wirklich heraus, was man möchte und was nicht.
Ein Jungunternehmer, der gerade am Anfang eines Startups steht, fragte uns, ob wir von TwentyFeet, der Social Media Monitoring- & Ego-Tracking-Software, ein paar Tipps für die Namensfindung geben könnten.

Gerne gebe ich einen Einblick in die Schritte, die wir gegangen sind, bis wir zum Namen TwentyFeet sowie unserem Giraffen-Logo gekommen sind (siehe dazu auch der Artikel TwentyFeet: Wieso hat eine analytische Software eine Giraffe als Logo? im Blog von //SEIBERT/MEDIA und die „Über uns“-Seite von TwentyFeet).

Namensfindung braucht Zeit

Es war ein Prozess, der sich über sehr viele Wochen gezogen hat. Diese Zeit zu investieren hat sich rückblickend auf jeden Fall gelohnt. Belohnt wurden wir für die investierte Zeit nicht nur durch einen Namen, mit dem wir wirklich zufrieden sind, sondern auch mit einem wesentlich klarerem Bild davon, wer oder was wir sein möchten.

Positionierung klären (oder: Wer sind wir eigentlich?)

Ausgangspunkt der Namenssuche war ein umfangreicher Fragebogen von unserem Design-Team. Dieser half uns dabei, uns über die folgenden Aspekte klarer zu werden:

  • Wie lässt sich der Nutzen des Produkts in wenigen Sätzen vermitteln?
  • Wer sind die Mitarbeiter? Sind sie eher jung oder alt, männlich oder weiblich, introvertiert oder extrovertiert, innovativ oder konservativ, …
  • Welche Stellen gibt es im Unternehmen? Wie sind die Mitarbeiter qualifiziert?
  • Welche Prozesse und Geschäftsabläufe prägen unseren Geschäftsalltag?
  • Wie erfolgt die Neukundengewinnung?
  • Wer sind die Hauptzielgruppen des Produkts/des Unternehmens?
  • Welchen Mangel verspüren die potenziellen Kunden?
  • Wie ist die Nutzenerwartung der potenziellen Kunden?
  • Wer sind die Wettbewerber und wie positionieren sich diese?

Wie sich zeigt, spielt eine Menge verschiedener Faktoren mit in die Namensfindung hinein. Die Liste ist nur ein Auszug der Dinge, die in zahlreichen Treffen intensiv diskutiert wurden.

Was wäre, wenn…

Innerhalb dieser Treffen haben wir auch verschiedene Sichtweisen auf das Produkt eingenommen. Zunächst einmal hatten wir Namen im Fokus, die sehr stark an Worte wie „Reporting“, „Data“ und ähnliches angelehnt waren. Es kamen dabei Konstrukte heraus, die zwar erahnen ließen, was wir machten, sich aber nicht wirklich gut anfühlten.

Letztlich brachte uns dann jedoch eine ganz andere Fragestellung in einem Brainstorming zum Ziel:

„Was wäre das Unternehmen bzw. das Produkt, wenn es ein Tier wäre?“

Wir sind relativ schnell darauf gekommen, dass es eine Giraffe sein würde. Es ist ein Tier, das einen Überblick über die Savanne genießt, wie wir ihn unseren Anwendern über die verschiedenen Web- und Social Media-Präsenzen bieten würden. Sie passt zudem hervorragend zu unseren Kernwerten, da wir uns als „übersichtlich, einfach und sympathisch“ bezeichnen würden.
Nach diesem Brainstorming grenzte sich die Namenssuche sehr schnell auf solche ein, die mit Giraffen zu tun hatten. In einer weiteren Session generierten wir eine ganze Reihe von verschiedenen Vorschlägen. Während dieser Zeit interessierten wir uns über die Maße für alles, was mit Giraffen zu tun hatte. In einem Wikipedia-Artikel stießen wir dann auf die folgende Passage:

the tallest male recorded stood almost 6 meters tall (20 ft).

Es hat uns ziemlich erwischt und die Abstimmung über den Namen war nur noch Formsache.

Sorgfältige Prüfung kann viel Ärger ersparen

Spätestens, wenn ein eigener Favorit für einen Namen gefunden wurde, folgt eine ganze Reihe von wichtigen Aufgaben, die sorgfältig ausgeführt werden sollten:

  • Ein breiterer Personenkreis sollte befragt werden, welche Assoziationen der Name bei ihnen hervorruft.
  • Es sollte intensiv im Internet gesucht werden, welche Treffer unter dem Namen zu finden sind.
  • Prüfen, ob die Internetadressen (möglichst mit den weltweit wichtigsten Top-Level-Domains) verfügbar sind.
  • Es ist zu klären, ob der Name (möglichst weltweit) geschützt werden kann.
  • Bestehen bereits Markenrechte (von Konkurrenten)?

Im Zweifel sollte lieber erst noch einmal unter einem Projektnamen weitergearbeitet werden, bis die Fragen ausreichend geklärt sind. Ein Verstoß, etwa gegen das Marken- und Namensrecht, könnte teuer werden. Auch spätere Namensänderungen erzeugen zusätzliche Kosten, die gerade Startups empfindlich treffen können.

Manche Unsicherheiten können aber durchaus in Kauf genommen werden. So war zu dem Zeitpunkt, wo wir uns für den Namen TwentyFeet entschieden hatten, die für uns sehr wichtige Domain twentyfeet.de gar nicht frei. Sie wurde jedoch nicht produktiv verwendet, so dass wir davon ausgehen konnten, sie käuflich erwerben zu können. Glücklicherweise stellte es sich später auch so ein, wie wir es kalkuliert hatten.

Rückblickend war es eine spannende Zeit, in der wir sehr viel gelernt haben und Ergebnisse produziert haben, an denen wir heute noch Freude haben.

Welche Tipps habt ihr für die Namensfindung?

Weiterführende Informationen:

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Foto: Von Giant Ginkgo

Stellenausschreibung: Startup sucht Softwareentwickler als Partner

Ein paar Bekannte von mir bauen ein neues Startup auf (mit dem wohlklingenden Namen Bonavaro) und suchen dafür tatkräftige Unterstützung. In jedem Fall kann ich zusichern, dass es sich dabei um eine lustige Truppe handelt. Ich bin gespannt, wie sich Bonavaro weiter entwickelt und wünsche den Jungs alles Gute.

Komm mit uns auf die Überholspur!

WIR.

  • Internet-Startup in einem der interessantesten Bereiche (social commerce) der nächsten Jahre.
  • Sichere Finanzierung und Förderung durch namhafte und starke Partner und Investoren.

DU.

  • … hast Lust, bei diesem Internetprojekt insbesondere den Techie-Teil zu übernehmen (Weitere Leute mit IT-Kenntnissen sind vorhanden).
  • … hast eine proaktive Art, herausfordernde Aufgaben zu bewältigen.
  • … hast noch einen Coder-Kumpel, mit dem du als Team unschlagbar bist? Macht doch beide mit!

Der Deal.

  • Wir sind ein Startup, daher: Ein anfängliches Gehalt um zu leben und eine Unternehmensbeteiligung um reich zu werden!

Interesse?
Schicke eine leere Mail mit dem Betreff „Techie braucht Infos“ an david@bonavaro.com

Die Ausschreibung als PDF anschauen

Gerne kann ich auch einen persönlichen Kontakt herstellen.

Gastbeitrag bei deutsche-startups: Wie Start-ups Nutzer zu aktivem Feedback motivieren können

NutzerintegrationFür Startups ist das Feedback der Nutzer unheimlich wichtig für die Produktentwicklung. Aber wie motiviert man die Nutzer dazu, auch wirklich Feedback zu geben? Zu dieser Fragestellung ist heute ein Gastbeitrag von mir bei deutsche-startups erschienen. Er basiert (wie auch mein letzter Gastbeitrag bei Gründerszene) auf unseren Erfahrungen aus der Entwicklung von TwentyFeet.

Zum Artikel bei deutsche-startups

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Foto: Von hikingartist

Gastbeitrag bei Gründerszene: Warum StartUps auf agile Methoden setzen sollten

Agile Web Development
Warum sollten Startups auf agile Methoden setzen? Zu dieser Fragestellung ist heute ein Gastbeitrag von mir bei Gründerszene erschienen. Er basiert insbesondere auf unseren Erfahrungen aus den vergangenen Monaten mit der Entwicklung von TwentyFeet.

Zum Artikel bei Gründerszene

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Die Top 5 von Paul Graham

Einer der Web-Pioniere (Entwickler der ersten web-basierten Anwendung) und Partner von Y Combinator (dazu gehört auch Jessica Livingston, Autorin von „Founders at Work“), Paul Graham, wurde von Inc nach seinen Top 5 Startup-Gründern der letzten 30 Jahr befragt. Das ist vor allem deshalb interessant, weil er einen sehr tiefen Einblick in die US-Szene hat. So sind neben den Klassikern Steve Jobs und Larry Page & Sergey Brin auch ein paar andere interessante Persönlichkeiten dabei, die bei uns bei weitem nicht so bekannt sind:

1. Steve Jobs (Apple)
2. TJ Rodgers (Cypress Semiconductor)
3. Larry & Sergey (Google)
4. Paul Buchheit (Google: GMail, Adsense, „Dont be evil“)
5. Sam Altman (Loopt)

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