Card, Conversation, Confirmation: Die drei C’s einer User Story

Was gibt es bei der Erstellung von User Stories zu beachten? Drei C’s können dabei helfen: Card, Conversation, Confirmation. Die drei C’s gehen auf Ron Jeffries zurück, der sie schon 2001 in einem Blogpost beschrieb: Essential XP: Card, Conversation, Confirmation.
Noch heute gelten sie neben den INVEST-Kriterien als wichtige Grundregel bei der Erstellung von User Stories.

Card
User Stories sollen kurz und prägnant sein. Sie sollen in erster Linie an den Kundenwunsch erinnern und die wichtigsten Punkte, die mit dem Team vereinbart wurden, festhalten. Viele agile Software-Entwicklungsteams verwalten Stories und Tasks offline, z.B. in Form eines Taskboards. Die Kundenwünsche werden dann auf Karteikarten festgehalten. Es sollte damit nicht mehr Platz als der auf der Karte verfügbare benötigt werden, um dem Team klarzumachen, was mit der Umsetzung der Story erreicht werden soll. Reicht der Platz nicht aus, ist die Story in der Regel zu groß oder wird zu umfangreich dokumentiert. Über die Card hinaus werden Informationen über den Wunsch in Form der Konversation mit dem Team abgestimmt.

Conversation
Jede Story wird zwischen dem Kunden und dem Team mindestens einmal besprochen. Der Austausch über die Story wird als sehr wichtig erachtet. Es reicht nicht, auf einer Karte die Anforderungen festzuhalten und dem Team „durch einen Türschlitz“ zuzuschieben. Stories werden in der Regel sogar mehrmals besprochen, z.B. während einem Anforderungsworkshop, in einer Schätzklausur und während der Sprint-Planung. Die mündlichen Absprachen werden manchmal begleitet durch zusätzliche Dokumente, wie etwa Vorlagen in einem Projektwiki oder Mockups.

Confirmation
Um einen Nachweis zu haben, ob die Stories in der gewünschten Form implementiert wurden, werden für jede Story Akzeptanzkriterien festgehalten. Der Kunde hält dafür vor Beginn der Umsetzung einer Story die zentralen Kriterien fest, nach denen die Abnahme der Story später erfolgen soll. Durch die Implementierung von Akzeptanztests kann die Erfüllung der Akzeptanzkriterien sichergestellt werden.

Mit den drei C hat uns Ron Jeffries eine gute Merkhilfe für die Grundregeln einer User Story an die Hand gegeben.

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Foto: Von jakuza

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Wie reagieren, wenn Scrum als unnötiger Overhead kritisiert wird?

Scrum = Gedränge Wenn für die Entwicklung einer Internetanwendung das Vorgehensmodell Scrum (zu deutsch: Gedränge) zum Einsatz kommt, sind damit im Entwicklungszyklus gewisse Teamaktivitäten verbunden. Gerade für Personen, die bisher keine Erfahrungen mit Scrum-Projekten gemacht haben, können die täglichen Stand-up-Meetings („daily scrum“) und die zum Start von jeder Iteration fälligen Sprint-Planungsmeetings, die zwischen einem halben Tag und einem Tag dauern, zunächst als ein Überfluss an face-to-face-Kommunikation wahrgenommen werden. Dies kann in der Praxis zu einer ernsthaften Kritik an diesem Vorgehensmodell heranwachsen, die den ganzen Projekterfolg gefährdet.

Mike Cohen, Gründungsmitglied der Scrum Alliance und Autor von Agile Estimating and Planning und User Stories Applied: For Agile Software Development, stellt im Blog der Scrum Alliance einige mögliche Gründe für eine solche Kritik dar.

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