Tools4AgileTeams – weitere Vorträge der Konferenz bekannt gegeben

Am 8. November werde ich gemeinsam mit //SEIBERT/MEDIA das erste Mal die Ausrichtung einer größeren Konferenz vornehmen. Bei der Tools4AgileTeams, über die ich hier schon berichtet habe, wird sich aller um den Einsatz von Tools bei agilen Softwareentwicklungsteams drehen. Wir werden darüber sprechen, wann Tooleinsatz sinnvoll und wann Spielerei ist, welche Softwarelösungen bestehen und ähnliches.

Wir konnten zahlreiche renommierte Sponsoren gewinnen. Zudem haben wir eine ganze Reihe von spannenden Vorträgen im Konferenzprogramm zu bieten. Die aktuelle Liste der Vorträge schaut folgendermaßen aus:

See you on the other side – Scrum-Meetings mit verteilten Teams“ von Dr. Bernd Krehoff (Boris Gloger Consulting): Scrum-Meetings mit geografisch verteilten Teams sind eine echte Herausforderung. Meistern kann sie nur, wer die Distanz als echte Hürde begreift und die Meetings anders gestaltet. Tools können helfen, aber noch viel wichtiger ist die Wahl des richtigen Formats. Wie mache ich ein Sprint Planning mit einem Team, das in drei Ländern sitzt? Kann eine Retro dann überhaupt funktionieren? Und was ist mit Schätzen? Wir bieten: Erfahrung aus diversen Projekten sowie praktisches Know-How.
  Hör zu! Effektives Feedback verbessert die Software“ von Sven Peters (Atlassian)Früh Feedback von den Benutzern deiner Software zu bekommen, ist extrem wichtig für Qualität und Akzeptanz deiner Applikation. Hör zu, was deine Kunden, Tester und Stakeholder über neue Features zu sagen haben. Dies hat direkten Einfluss darauf, ob du das nächste Killer-Feature auslieferst oder einen Flop landest. Lass deine Kunden entscheiden, welche Ideen ein Hit werden und welche wieder aus der Software rausfliegen sollten.Finde heraus, wie Atlassian JIRA einsetzt, um effektiv Feedback einzusammeln und diese Informationen dann wiederum in den Entwicklungsprozess einfließen lässt. Lerne, wie wir unsere cloudbasierte Software nutzen, um Features bei einigen Kunden schon mal zu testen, bevor die breite Masse diese erhalten.
Evaluation von Project Collaboration Software Tools für die Anwendung im agilen Projektmanagement“ von Holger Bock (Pentamino)Bei der Zusammenarbeit agiler Projektteams müssen über verschiedene Zeitzonen hinweg Dokumente bearbeitet, Informationen und der Projektfortschritt allen Beteiligten transparent gemacht werden. Einen Marktüberblick über die zahlreichen SW-Tools zu verschaffen, ist den meisten Unternehmen aus Zeitgründen unmöglich. Deshalb wurde ein Vergleich von ca. 20 Tools erstellt, um die Entscheidung für eine geeignete SW dem Management zu erleichtern. Die Ergebnisse werden in diesem Vortrag präsentiert.
Lebende Veränderung – eine wahre Geschichte eines agilen Unternehmens“ von Egor Sviridenko und Olga Ikhelis (Target Process): Christian (25) hat seine eigene Firma gegründet, mit dem Ziel das beste Produkt in seinem Marktsegment zu schaffen. Als das Unternehmen die verschiedenen Phasen seiner Entwicklung durchläuft, von den ersten Gehversuchen, durch seine Wegfindung, und bis zur Etablierung auf dem Markt und Reifung, muss Christian und seine Teams mit vielen Herausforderungen umgehen. Das Unternehmen wächst kontinuierlich, und der Markt verändert sich auch ständig. Auf diesem Weg müssen die internen Prozesse mehrmals angepasst oder auch völlig verändert werden. Was Christian dabei lernt, ist dass die Reise das Ziel ist, und die konstante Veränderung der Schlüssel zum Erfolg….Eine wahre Geschichte über das Leben eines Unternehmens. Ihres Unternehmens?
Das leidige Thema – Papier oder Software?“ von Jan SegersWer Scrum kennt hat mit diesem Thema oftmals bereits Erfahrungen gemacht. Welches Medium soll ich in meiner Firma einsetzen? Macht es Sinn möglichst viel auf Papier zu bannen oder sollte ich mich doch eher auf moderne Software verlassen? Oftmals werden diese Fragen nur subjektiv beantwortet. Dieser Vortrag analysiert beide Medien und erklärt objektiv, wann es Sinn macht auf welches Medium zu setzen anhand des Scrum Taskboards.
6 Jahre Erfahrungen mit Scrum-Tools – eine Retrospektive“ von Michael KlossScrum ist momentan sicherlich eine der bekanntesten agilen Methoden und daher existieren diverse Tools, die einem helfen sollen, Scrum als Prozess zu leben.
Der Vortrag ist eine Retrospektive aus den letzten 6 Jahren speziell auf den Fokus Scrum-Tools gerichtet. Es geht dabei sowohl um verteilte Teams als auch OnSite Projekte und wie das Tooling dort eine Rolle spielt, auch in Bezug auf andere Tools für Requirements, Management oder Testing.
Scrum Rollen sauber einhalten“ von Axel Jung (AOE Media)Scrum wird dann erfolgreich, wenn die Prozesse und Regeln auch eingehalten werden. Nur wenn jeder in seiner Rolle bleibt, fällt man nicht in die alten Strukturen zurück. Das Tool Kunagi hat uns dabei unterstützt den Scrum Prozess nach dem Idealbild zu leben und über Jahre hinweg nicht aufzuweichen. Die verschiedenen Rollen haben ihre fest definierten Grenzen und die User dürfen nur Aktionen ausführen die ihren Rollen entsprechen.Am Beispiel eines Telekommunikations Unternehmen zeigen wir die Einführung von Scrum mittels Kunagi und werden das Tool genauer vorstellen.
JimFlow – Die Evolution von Kanban bei Jimdo“ von Michael Lehr und Nadja Macht (Jimdo)Kanban wird seit Oktober 2010 bei Jimdo eingesetzt, um die Kommunikation zwischen den Teams zu verbessern, die Geschwindigkeit zu erhöhen und mehr Transparenz im gesamten Unternehmen zu schaffen. Auf diesem Wege ist Kanban ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur geworden.Durch den Einsatz in nahezu allen Unternehmensbereichen und den Bedarf, die größer werdende Kluft zwischen digitalem Issue Tracking und analogen Kanban Boards zu schließen, haben wir JimFlow entwickelt.

Die Anmeldung ist weiterhin über die Konferenz-Website möglich.

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Erste Expertenvorträge der Tools4AgileTeams bekanntgegeben

Die ersten Expertenvorträge der Tools4AgileTeams wurden kürzlich bekanntgegeben.
Die Tools4AgileTeams ist eine Konferenz über den Einsatz von Werkzeugen bei agilen Entwicklungsteams, die am 8. November in Wiesbaden im Hotel Oranien stattfinden wird.

Der Ablauf der Konferenz sieht Expertenvorträge am Vormittag vor, spezifische Fragestellungen werden am Nachmittag im Rahmen eines Open Space behandelt. Damit soll erreicht werden, dass jeder Teilnehmer konkrete, anwendbare Learnings für sein/ihr Unternehmen mitnimmt.

Die folgenden Expertenvorträge können bei der Tools4AgileTeams unter anderem erwartet werden:

Wir befinden uns im Gespräch mit weiteren möglichen Referenten. Diese werden dann auf der Konferenz-Website bekannt gegeben.

Am Nachmittag des Konferenztages folgt dann das Open Space. Die konkreten Sessions für das Open Space werden vor Ort selbst vorgestellt und besprochen. Im Vorfeld möchten wir jedoch schon einmal Themen beispielhaft aufgreifen, die Bestandteil des Open Space werden könnten:

  • Erfahrungsaustausch zur rein analogen Arbeit
  • Möglichkeiten für den Abgleich von virtuellem Backlogpflege-Tool und analogem Taskboard
  • Erfahrungsbericht zum Einsatz von kunagi in Scrum-Teams
  • Vorstellung der Software-Systeme von Atlassian und von Target Process
  • Tool-Unterstützung in verteilten Teams
  • Kundenintegration durch den Tooleinsatz

Anmeldung zur Tools4AgileTeams

Die Anmeldung für die Veranstaltung über die Eventseite ist geöffnet. Für Leser dieses Blogs besteht die Möglichkeit, mit dem Rabattcode „ProduktmanagerInternet“ eine Vergünstigung in Höhe von 15% zu erhalten.

Sponsoring

Mit der Bekanntgabe der ersten Expertenvorträge wurde auch ein Sponsoring-Paket für interessierte Unternehmen auf der Eventseite online gestellt. Bei Interesse bitte Kontakt über pherwarth@seibert-media.net aufnehmen.

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Ist das Daily Standup für Teammitglieder zwingend?

Daily StandupVon Zeit zu Zeit erhalte ich Anfragen von Lesern, zu denen ich natürlich sehr gerne auch Rückmeldung gebe. Im aktuellen Fall handelt es ich um eine Frage, die uns vor längerer Zeit auch einmal bewegt hat: „Ist das Daily Standup für Teammitglieder zwingend?“
Gerne führe ich meine Gedanken hierzu aus, freue mich aber auch über Ergänzungen anderer Leser über die Kommentarfunktion.

Was ist ein Daily Standup?

Um alle Leser abzuholen, möchte ich noch einmal vorstellen, worum es sich bei Daily Standups eigentlich handelt. Daily Standups sind tägliche Kurzbesprechungen des Projektteams und einer der Grundbestandteile agiler Softwareentwicklung. In Scrum wird hierfür die Bezeichnung „daily scrum“ verwendet. Es ist ein fest verankertes Element in Scrum. Aber auch in Teams, die mit Kanban arbeiten, werden tägliche Standup-Meetings häufig eingesetzt.

Als Grundregel kann angesehen werden, dass dieses Meeting maximal 15 Minuten dauern sollte. Jeden Tag, zur selben Uhrzeit am gleichen Ort. In dieser Zeit beantworten alle Teilnehmer die folgenden Fragen:

  • Was wurde seit dem letzten Standup-Meeting gemacht?
  • Was wird bis zum nächsten Standup-Meeting erledigt?
  • Gibt es Hindernisse, Herausforderungen oder Optimierungsbedarfe, die angegangen werden sollten?

Optimalerweise findet dies an einem Taskboard statt, wie in obigem Bild dargestellt, damit alle auch direkt sehen können, von welcher Aufgabe der Kollege gerade spricht. Gemeinsam wird dann dieses Taskboard auch im Standup-Meeting aktualisiert, etwa erledigte Aufgaben verschoben.

Ist ein Teilnahmezwang für Daily Standups sinnvoll?

In der weniger agilen Praxis werden die Standup-Meetings häufig in Frage gestellt. So sind sowohl bei den Projektteams selbst als auch beim Management der Sinn und Nutzen nicht selten umstritten.

Zunächst einmal ist es meines Erachtens sinnvoll, den täglichen Einsatzbesprechungen eine ernsthafte Chance zu geben. Hat das Team also noch gar keine Erfahrung damit gemacht, wäre es ein guter Schritt, diese für einen längeren Zeitraum, zum Beispiel für 4 oder 6 Wochen oder bei Scrum-Teams für 2-3 Sprints einfach einmal auszuprobieren. Einen Zwang würde ich für nachteilig halten, da hier ganz klar mit Gegenwehr gerechnet werden muss. Vielmehr sollte das Team gemeinsam einen solchen Test-Zeitraum beschließen. Wenn dann negative, schlecht begründete Kritik auftaucht, kann derjenige darauf verwiesen werden, dass sich gemeinsam für eine Testphase entschieden wurde, die erst einmal abgewartet werden sollte. Wenn ernsthafte Verbesserungsvorschläge vorgetragen werden kann geschaut werden, dass diese möglichst schon frühzeitig mit in die Standups eingebracht werden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Standup-Meetings von Teammitgliedern insbesondere in den folgenden Fällen kritisiert werden:

  • Die Meetings ziehen sich ewig hin und kommen nicht auf den Punkt. Dann sollte darauf geachtet werden, dass die Timebox eingehalten wird und Themen, die nur einen kleinen Teil der Gruppe betreffen erst im Anschluss an das Daily Standup besprochen werden.
  • Es wird gar nicht zusammen gearbeitet. Wenn jeder eh an seiner eigenen Baustelle arbeitet, dann erscheint der gegenseitige Austausch natürlich überflüssig. In diesen Fällen steht das Team vor einer größeren Herausforderung und sollte sich eventuell einmal damit beschäftigen, wie Teamwork in der agilen Softwareentwicklung verstanden und angewendet wird.
  • Es fehlt eine Moderation. Bei Scrum-Teams macht dies häufig der Scrum-Master, die Moderation kann aber auch abwechselnd von Teammitgliedern übernommen werden. Es sollte aber immer klar sein, wer gerade Moderator ist und dieser sollte z.B. darauf achten, dass die Redeanteile möglichst ausgeglichen sind. Nur wenn auch alle zu Wort kommen, macht es für sie auch Sinn, sich an dem Meeting zu beteiligen.
  • Es fehlt eine feste Zeit und ein fester Ort. Wenn die Meetings nicht allen Teammitgliedern in Fleisch und Blut übergehen und einen festen Platz im Kalender aller Teammitglieder haben, geht unnötig viel Zeit dafür verloren zu klären, warum Kollege A und Kollegin B gerade noch nicht anwesend sind. Manche Teams arbeiten auch mit „Strafen“, falls jemand unentschuldigt fehlt oder zu spät kommt. Dies können z.B. 10 Cent für das Team-Sparschwein sein, die dann nach etwas sammeln in einen Kuchen für das Team investiert werden.
  • Probleme werden nicht angegangen. Wenn immer wieder die gleichen Herausforderungen auftreten oder ein Kollege im Standup jeden Tag das gleiche erzählt, da er offensichtlich ein Problem mit einer Aufgabe hat, sollten beim Team die Alarmglocken angehen und für eine dauerhafte Lösung gesorgt werden. Standup-Meetings sind eine gute Möglichkeit, kontinuierliche Verbesserungsprozesse anzustoßen.

Nach dem wir nun ein paar Jahre Erfahrung mit Daily Standups haben, kann ich mir kaum noch vorstellen, wie ein Team, dass sehr eng zusammen arbeitet, ohne diese kurzen Einsatzbesprechungen effektiv und effizient zusammen arbeiten kann.

Weitere Informationen zu Daily Standups:

Foto: tomnatt

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Warum alle Scrum-Meetings wertvoll sind

PDCA-Zyklus oder Demingkreis Ist es denn wirklich erforderlich, alle in Scrum vorgesehenen Meetings durchzuführen? In einem aktuellen Beitrag im Blog von //SEIBERT/MEDIA unter dem Namen „Die Scrum-Meetings und ihre Bedeutung“ habe ich dargelegt, warum alle Meetings, die durch den Scrum-Zyklus vorgegeben werden, sinnvoll sind. Denn erst durch die Ausführung von Sprint-Planungsmeeting, die Daily Scrums, Sprint-Review und Sprint-Retrospektive wird der Demingkreis der kontinuierlichen Verbesserung geschlossen. Eine Vorstellung dieser Meetings und ihrer Bedeutung für den Demingkreis erfolgt in diesem Artikel:

Zum Artikel im //SEIBERT/MEDIA Blog

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