Produktmanagement Lesetipps: Tipps für Startup-CEOs, Lean Startups, Getting Nix Done, Agile Softwareentwicklung, Facebook größer als Google

Eine ganze Reihe von interessanten, lesenswerten Artikeln und Blogbeiträgen ist in der letzten Zeit erschienen. Eine Auswahl für Internet-Produktmanager:

13 Dinge, die jeder Startup-CEO jede Woche tun sollte
Welche Dinge sollte ein Startup-CEO in jedem Fall regelmäßig machen? Jason Goldberg, ehemals Chief Product Officer bei Xing und mehrfacher Startup-Gründer, hat 13 relevante Dinge zusammengestellt.

9 Women can’t make a baby in a month
Dieser Post ist schon vor einigen Monaten bei TechCrunch erschienen, ist aber durch die Monster-Investments bei AirBNB und Wimdu so aktuell wie nie: 9 Women can’t make a baby in a month. Es ist ein Aufruf, den lean startup-Gedanken zu leben. Mit einem minimalen Produkt starten und es mit Hilfe von Feedback der User weiter auszubauen und zu optimieren. Zu hohe Finanzierungsrunden können sich schädlich auf das Unternehmen auswirken, es wird einfach nur noch drauf los entwickelt und Verschwendung erhält Einzug. Ein gutes Produkt braucht Zeit zu reifen. 9 Frauen können ein Baby nicht in einem Monat bekommen.

Getting nix done
Ein unterhaltsamer und interessanter Artikel von Michael van Laar über die (Nicht-)Anwendung von Getting Things Done-Prinzipien in der eigenen Freizeit. Seine Gedanken und seinen Lösungsansatz teilt er freundlicherweise mit uns.

Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin
Agile Softwareentwicklung scheint bei einigen Managern den Ruf zu haben, ein unstrukturiertes Vorgehen zu sein, dass auf mangelnde Disziplin zurückzuführen ist. Bei genauerer Betrachtung lässt sich jedoch feststellen: Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin! Nur so kann ein agiles Team erfolgreich sein.

Facebook wird genauso gross wie Google
Ein gutes Interview von Lars Hinrichs mit NZZ Online. Der relevanteste Part:
„Wenn man im Internet selber nicht für etwas bezahlt, ist man meist selbst das Produkt für andere – dies vor allem über Werbung, sei dies in direkter oder indirekter Form. Facebook und Google haben beide ungefähr ähnlich viele Nutzer und Seitenzugriffe. Der grosse Unterschied ist aber, dass Facebook deutlich mehr Monetarisierungsmöglichkeiten hat als Google.“

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Was ist Google +1?

Seit den Launchs von Google Buzz und Google Wave mal wieder eine Innovation aus dem Hause Google, die größere Aufmerksamkeit erhält. Die Reaktionen fallen sehr unterschiedlich aus. Häufig klingt es in etwa so: „Google hat den Facebook-Like-Button nachgebaut. Statt “gefällt mir” steht “+1″ drauf.“ (YuccaTree) Was hat es mit Google +1 genau auf sich?

Was ist Google +1? Eine Erklärung in Zitaten

„Google hat […] nun damit begonnen Empfehlungen in die Suchergebnisse zu integrieren.“ (Fortmann) „+1 ist der Versuch, den Google Suchergebnissen persönliche Relevanz einzuhauchen.“ (Lumma)
„In den Suchergebnissen taucht künftig neben Suchergebnissen und Anzeigen ein Symbol mit der Aufschrift “+1″ auf. Klickt man darauf, gibt man seinen Freunden eine Empfehlung, welche Suchergebnisse sich lohnen.“ (Basic Thinking) „In den Trefferlisten von Freunden tauchen die markierten Seiten dann mit dem Hinweis auf „Peter Müller +1’d this“ – samt dem Foto aus dem öffentlichen Profil des Google-Nutzers.“ (Horizont) „Man erhält somit Empfehlungen von Leuten, die einem Nahe sind und daher idR gleichgesinnt.“ (Fortmann) Freunde sind bei +1 gleichzusetzen mit Netzbekanntschaften. „Netzbekannte definiert Google so: Alle Personen mit Google Profil, die im Google-Mail-Adressbuch, der Google-Kontaktliste des Chatprogramms Talk auftauchen oder denen man im Google Reader oder bei Google Buzz folgt. Später sollen auch andere Verknüpfungen ausgewertet werden. Bald, so Matt Cutts, wird zum Beispiel eine Verknüpfung bei Twitter als Kontakt zählen.“ (Spiegel)

„Damit das ganze auch richtig spannend wird und möglichst viel Aufsehen erregt, hat sich Google überlegt, die +1 Funktion auch auf Google Anzeigen zu übertragen, wie der offizielle AdWords Blog berichtet. Als Nutzer kann man demnach auch Anzeigen bewerten, was die Relevanz einer Anzeige in den Augen befreundeter Nutzer ganz sicher deutlich erhöhen dürfte…“ (kennstdueinen)

„In Zukunft soll der Button in weitere Google-Dienste integriert werden. Außerdem sollen Webseiten-Betreiber die Möglichkeit bekommen, einen +1-Button auf ihrer Seite zu integrieren.“ (netzwelt) „Webmaster, die sich jetzt schon für die Integration des +1 Buttons in die eigene Website interessieren, damit man das Empfehlen einer Seite innerhalb sozialer Netzwerke erleichtern kann, können sich unter Google +1 your website im Vorfeld registrieren und werden darüber informiert, sobald sich hier etwas neues tut.“ (kennstdueinen)

Wie schalte ich Google +1 frei?

Die Freischaltung ist unter der folgenden Adresse für Personen möglich, die über ein Google-Profil verfügen: http://www.google.com/experimental/index.html. Von dieser Seite aus genügt ein Klick, um mit dem „Pluseinsen“ zu starten:
Google +1

Derzeit steht die Funktion allerdings nur unter Google.com in der englischsprachigen Variante zur Verfügung. Ggf. muss „Google in Englisch“ ausgewählt werden, wenn eine Zwangsweiterleitung von Google.com auf Google.de erfolgt. Nach einer Suche erscheint dann die Option „+1“ neben den Suchergebnissen:
Suchergebnis mit Google +1

Nach einer Bestätigung, dass man diese Aktion wirklich durchführen möchte erscheint die Information „You +1’d this publicly“:
Treffen nach +1sen

Nun wird meinen Freunden bei einer Suche nach diesem Begriff die Information mitgeteilt, dass ich diesen Treffer „+1’d“ habe.

Was meint ihr? Werdet ihr diese Funktionalität nutzen und wird sie sich durchsetzen?

Weitere Artikel zu Google +1:

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5 aktuelle Meldungen zum iPad

Seit Montag kann das iPad nun im deutschen Apple-Store vorbestellt werden. Begleitet wurde der Verkaufsstart durch umfangreiche Berichterstattungen. Fünf Themen dominierten diese zuletzt:

  1. Roll-Out: Am Montag startete der Roll-Out des iPad in neun weiteren Ländern. Es gab bis zuletzt Unsicherheit über die genaue Preisgestaltung. Eine Zeit lang war von 514 Euro für die kleinste Variante die Rede. Letztlich wurden es doch 499 Euro. Die Differenz ergibt sich aus einer nun doch nicht anfallenden Gema-Abgabe in Höhe von 15 Euro.
  2. Konkurrenten: Neu in den Kampf um die Tablet-Vormacht ist Google eingestiegen, der Suchmaschinenriese plant ein Tablet auf Basis seiner Android-Plattform oder Chrome OS herauszubringen (genaueres steht noch nicht fest). Dafür haben sie sich als starken Partner den Netzbetreiber Verizon ins Boot geholt. Auch vom deutschen Konkurrenten WePad gibt es Neuigkeiten: Es wurde überaschend in WeTab umgetauft. Vermutet wird dahinter ein Namenskonflikt mit Apple.
  3. Druckfunktion: Für mich persönlich hat die fehlende Druckfunktion keine Relevanz. Spätestens aber, seitdem lustige Bilder von iPads auf einem Kopierer die Runde gemacht haben, wurde dieser Funktion eine gewisse Aufmerksamkeit zuteil. Vor kurzem soll nun Steve Job auf die Frage nach einer Druckfunktion geantwortet haben, dass diese kommen wird. Der knappen Stellungnahme war allerdings nicht zu entnehmen, wann eine Drucklösung kommen wird und wie sie funktionieren wird.
  4. Usability: Der Usability-Guru Jakob Nielsen hat eine lange Liste von Schwachstellen in der Bedienbarkeit des iPad zusammengestellt. Diese hat er in Form eines 93-seitigen Berichts zum kostenlosen Download ins Internet gestellt.
  5. Werbung: Es gibt einen neuen Werbespot von Apple für das iPad, der bereits bei YouTube zu sehen ist. Er soll die Frage beantworten: „What is iPad?“.

Aus der Werbung kann ich übrigens alles unterstreichen, außer einem Punkt: Alle Websites sind darüber nicht zugänglich. Denn Flash und damit auch Flash-Websites unterstützt das iPad nach wie vor nicht.

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Top3: Lustigste Google Streetview-Bilder

Google Streetview, in Google Maps integrierte Möglichkeit zur Betrachtung von Orten auf Straßenebene, sorgt immer wieder für ein paar Lacher. Die Bilder wurden mit Autos gedreht, die mit einer Kamera auf dem Dach versehen sind. Dabei entstanden immer wieder skurrile Szenen, wie sie nur das Leben schreiben kann. Es gibt ganze Internetseiten, die sich nur mit den lustigsten Fundstücken dieser Google Maps-Erweiterung beschäftigen, wie z.B. streetviewfun.com. Aktuell fragt Kolja Hebenstreit nach dem lustigsten Google Streetview-Bild. Hier meine persönliche Top3 der lustigsten Bilder:

Die absolute Nummer 1: Norweger mit Harpune

Ungeschlagen sind für mich diese zwei Norweger:

Streetview Norweger mit Harpune

[Hier zu finden: Google Maps / Quelle: spitblog]

Platz 2: Polizei hält Streetview-Auto an

Unser Freund und Helfer schaut hier einmal nach, ob da alles mit rechten Dingen zugeht und hat kurzerhand das Google-Auto angehalten:

Streetview Police

[Quelle: Google Maps]

Platz 3: Möve vor der Linse

Auch das von Kolja gewählte Motiv ist ein echter Schnappschuss:

Streetview Vogel

[Quelle: Google Maps]

Nachtrag: Einen Tag nach der Veröffentlichung dieses Posts hat Mashable auch eine Zusammenstellung von „10 Must-See Google Street View Sightings“ gepostet.

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Wo bist du gerade? Location Based Services auf dem Vormarsch

Ein Tag an der Uni zeigte gestern einmal wieder die folgende Situation:

Den halben Tag habe ich in der Uni-Bibliothek verbracht, doch erst beim Verlassen der Bibliothek habe ich mehr oder weniger du zufällig ein paar Kumpels, die ich noch aus der Schulzeit kenne, getroffen.

Und auch aus der Stammkneipe oder aus dem Stammrestaurant kennt vielleicht der eine oder andere so eine Situation:

Immer wieder trifft man dort auf bestimmte Personen, die auch Stammgäste zu sein scheinen. Gerne würde man mehr über die Person erfahren, will sie aber nicht einfach ansprechen.

Das geht auch anders! Der Befriedigung dieser sozialen Bedürfnisse hat sich seit kurzem eine Vielzahl von Diensten gewidmet, die derzeit unter dem Namen Location Based Services (zu Deutsch: Standortbezogene Dienste) einen neuen Hype auslösen. Die wohl bekanntesten Dienste dieser Art sind Gowalla und foursquare.

Ihr Prinzip ist simpel: Auf meinem mobilen Endgeräte, z.B. meinem iPhone, wird anhand meines aktuellen Standortes eine Umgebungsabfrage gestartet und Orte in meinem aktuellen Umfeld angezeigt. Ich wähle dann aus, an welchem der angezeigten Orte ich mich konkret befinde (z.B. „Hauptbahnhof Wiesbaden“ oder „Novotel Kaiserslautern“). Dort wähle ich dann „check in“ und gebe damit an, dass ich mich gerade an diesem Standort befinde. Entscheidend ist aber, dass ich auch sehen kann, wer noch so häufiger dort ist und auch, wer von meinen Freunden sich dort aufhält.

Mittlerweile arbeiten auch die Größen der Branche wie Facebook und Google an entsprechenden Konzepten, nachdem gerade Facebook das Thema lange ignoriert hat. Es heißt bei Facebook zwar noch, dass man nicht automatisch den Aufenthaltsort der User erfassen werde, aber ein manuell angestoßener Check-in-Prozess ist damit nicht ausgeschlossen und ihre Privacy Guidelines haben sie schon darauf ausgelegt. Und bei der hohen Zahl der mobilen Facebook-Nutzer kann es sich nur um eine Frage von wenigen Monaten handeln, bis Facebook hier nachlegt, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Spätestens mit der Integration in die gebräuchlichsten Internet-Anwendungen wird es dann auch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch viele der heutigen Skeptiker der Location Based Services sich von deren Vorteilen überzeugen lassen. Und die oben stehenden Situationen werden dann der Vergangenheit angehören.

Suchen auf diesem Blog und Schlussfolgerungen daraus

Fast so gut wie die Tag-Cloud in der rechten Spalte geben auch die Suchen, über die Leute auf meinen Blog stoßen, Auskunft darüber, was ich hier in den letzten Jahren so geschrieben habe. Es ist ein bunter Mix von Inhalten, von volkswirtschaftlichen und geschichtlichen Themen bis zu den mittlerweile schwerpunktmäßig vorkommenden Themen rund um Facebook, Xing, iPhone Apps und Co.
Hier ein kleiner Auszug von Suchen, über die in den letzten Tagen Besucher auf mein Blog gestoßen sind:

  • folgen des ersten weltkrieges
  • postkarte managen „horst“
  • ökonomische wirtschaftliche und politische
  • trade off ökonomie
  • iphone apps
  • wirtschaft drittes reich
  • beste apps
  • paul herwarth von bittenfeld
  • die folgen des ersten weltkrieges
  • pauschalsteuer grenzkosten grenzerlös
  • „die folgen des ersten weltkrieges“
  • „weimarer republik-nachteile“
  • „1. weltkrieg auswirkungen“
  • „nachteile der 20er jahre“
  • profilseite xing
  • postkarte horst manager
  • nachteile der inflation
  • geldumlaufgeschwindigkeit internethandel
  • vorteile inflation
  • folgen der inflation im ersten weltkrieg
  • Folgen des ersten weltkrieges
  • confirm your email facebook
  • vorteile inflation weimarer republik
  • soziale folgen des 1. weltkriegs
  • toba see
  • speed reader de 2.0
  • inflation vorteile nachteile weimarer republik
  • terms of trade deutschland
  • nachteile und vorteile einer inflation
  • nachricht an mehrere leute senden in studivz
  • arbeitslosigkeit im dritten reich
  • nachteile der goldenen zwanziger

Interessant an diesen Resultaten finde ich unter anderem die folgenden Punkte:

  • Es zeigt sich sehr gut, dass ein großer Teil der Besucher eine Vielzahl von Wörtern zu einer Suche verwendet hat. Keine der Suchen besteht aus nur einem Wort, wenige aus zweien. Ein großer Teil der Suchen besteht aus drei oder mehr Wörtern. Dies entspricht dem Trend dahin, dass die durchschnittliche Anzahl an verwendeten Wörtern/Suchabfrage steigt.
  • Es wird Zeit, dass mal jemand ordentliche Inhalte aus dem wirtschaftsgeschichtlichen Bereich online bringt. Ein großer Teil der Treffer aus diesem Bereich kommt nur zu mir, weil es sonst kaum Quellen zu diesen Themen gibt.
  • Ich muss wieder aktiver mit dem Schreiben werden, um die mich aktuell beschäftigenden Themen stärker voranzutreiben. 😉

Bevorstehende Marktumbrüche durch das Internet

Fred Wilson hat eine Präsentation, die er für Google vorbereitet und präsentiert hat, im Internet bereitgestellt. Diese beschäftigt sich mit zukünftigen Umbrüchen in verschiedenen Branchen. Sehr sehenswert:

Ziegen vs. Rasenmäher

Auch wenn es wie ein Scherz klingt: Google hat sich an seinem Hauptquartier für die CO2-ärmere Variante der Rasenpflege entschieden. 200 Ziegen übernehmen jetzt die Arbeit von mehreren Garten- und Landschaftsbauern. Dies wurde Anfang Mai im offiziellen Google-Blog mitgeteilt. Yahoo berichtete daraufhin, dass sie das auch so machen. Belegt wurde es mit einem zwei Jahre alten Bild auf dem Foto-Portal Flickr.

Wer doch lieber einen Rasenmäher oder Rasentraktor zur Rasenpflege nutzen möchte, wird unter //Mieten.Gartentechnik.com fündig.

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