Aus der Nische heraus erfolgreich: Facebook als Beispiel

Wer glaubt, dass Facebook-Gründer Mark Zuckerberg von Anfang an den großen Plan zur Übernahme der Weltherrschaft vor Augen hatte, wird womöglich überrascht sein. Facebook als Beispiel einer großen Vision? Mitnichten, wie ein Videointerview mit Zuckerberg aus 2005 zeigt. Viel mehr spricht er sich damals noch für die eine starke Fokussierung aus. Alle seine Mitarbeiter sollten sich darauf konzentrieren, Facebook zur besten Anwendung für College-Studenten zu machen.
Besonders prägnant drückt er es hiermit aus:

[…] part of making a difference in doing something cool is focussing intensely.

Erst nach dem durchschlagenden Erfolg in der Nische öffnete sich Facebook nach und nach für die große Vision, die heute Gültigkeit hat:

Facebook’s mission is to give people the power to share and make the world more open and connected.

Das macht Facebook geradezu zu einem Musterbeispiel, wie aus einer Nische heraus ein erfolgreiches Produkt zu einem Massenprodukt werden kann.

Jetzt schauen wir einmal an, was der gute Mark 2005 zu berichten hatte:


(Direktlink zu YouTube)

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Produktmanagement Lesetipps: Tipps für Startup-CEOs, Lean Startups, Getting Nix Done, Agile Softwareentwicklung, Facebook größer als Google

Eine ganze Reihe von interessanten, lesenswerten Artikeln und Blogbeiträgen ist in der letzten Zeit erschienen. Eine Auswahl für Internet-Produktmanager:

13 Dinge, die jeder Startup-CEO jede Woche tun sollte
Welche Dinge sollte ein Startup-CEO in jedem Fall regelmäßig machen? Jason Goldberg, ehemals Chief Product Officer bei Xing und mehrfacher Startup-Gründer, hat 13 relevante Dinge zusammengestellt.

9 Women can’t make a baby in a month
Dieser Post ist schon vor einigen Monaten bei TechCrunch erschienen, ist aber durch die Monster-Investments bei AirBNB und Wimdu so aktuell wie nie: 9 Women can’t make a baby in a month. Es ist ein Aufruf, den lean startup-Gedanken zu leben. Mit einem minimalen Produkt starten und es mit Hilfe von Feedback der User weiter auszubauen und zu optimieren. Zu hohe Finanzierungsrunden können sich schädlich auf das Unternehmen auswirken, es wird einfach nur noch drauf los entwickelt und Verschwendung erhält Einzug. Ein gutes Produkt braucht Zeit zu reifen. 9 Frauen können ein Baby nicht in einem Monat bekommen.

Getting nix done
Ein unterhaltsamer und interessanter Artikel von Michael van Laar über die (Nicht-)Anwendung von Getting Things Done-Prinzipien in der eigenen Freizeit. Seine Gedanken und seinen Lösungsansatz teilt er freundlicherweise mit uns.

Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin
Agile Softwareentwicklung scheint bei einigen Managern den Ruf zu haben, ein unstrukturiertes Vorgehen zu sein, dass auf mangelnde Disziplin zurückzuführen ist. Bei genauerer Betrachtung lässt sich jedoch feststellen: Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin! Nur so kann ein agiles Team erfolgreich sein.

Facebook wird genauso gross wie Google
Ein gutes Interview von Lars Hinrichs mit NZZ Online. Der relevanteste Part:
„Wenn man im Internet selber nicht für etwas bezahlt, ist man meist selbst das Produkt für andere – dies vor allem über Werbung, sei dies in direkter oder indirekter Form. Facebook und Google haben beide ungefähr ähnlich viele Nutzer und Seitenzugriffe. Der grosse Unterschied ist aber, dass Facebook deutlich mehr Monetarisierungsmöglichkeiten hat als Google.“

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Stellenausschreibung: Startup sucht Softwareentwickler als Partner

Ein paar Bekannte von mir bauen ein neues Startup auf (mit dem wohlklingenden Namen Bonavaro) und suchen dafür tatkräftige Unterstützung. In jedem Fall kann ich zusichern, dass es sich dabei um eine lustige Truppe handelt. Ich bin gespannt, wie sich Bonavaro weiter entwickelt und wünsche den Jungs alles Gute.

Komm mit uns auf die Überholspur!

WIR.

  • Internet-Startup in einem der interessantesten Bereiche (social commerce) der nächsten Jahre.
  • Sichere Finanzierung und Förderung durch namhafte und starke Partner und Investoren.

DU.

  • … hast Lust, bei diesem Internetprojekt insbesondere den Techie-Teil zu übernehmen (Weitere Leute mit IT-Kenntnissen sind vorhanden).
  • … hast eine proaktive Art, herausfordernde Aufgaben zu bewältigen.
  • … hast noch einen Coder-Kumpel, mit dem du als Team unschlagbar bist? Macht doch beide mit!

Der Deal.

  • Wir sind ein Startup, daher: Ein anfängliches Gehalt um zu leben und eine Unternehmensbeteiligung um reich zu werden!

Interesse?
Schicke eine leere Mail mit dem Betreff „Techie braucht Infos“ an david@bonavaro.com

Die Ausschreibung als PDF anschauen

Gerne kann ich auch einen persönlichen Kontakt herstellen.

Leserfrage: Soziale Netzwerke für Finanzunternehmen

Von einer Leserin von Produktmanager-Internet.de habe ich folgende Anfrage erhalten:

Für eine Präsentation bräuchte ich eine Empfehlung, in welchen der Netzwerke ein Finanzunternehmen am besten welche Art von Informationen kommunizieren sollte.
Können Sie mir hier weiterhelfen?

Grundsätzlich klingt die Frage für mich so, dass irgendjemand meint, es müsse einmal „irgendetwas mit Social Media“ gemacht werden. Womöglich bestehen aber auch bereits Präsenzen bei sozialen Netzwerken und die Kommunikation soll weiter optimiert werden? In jedem Fall ist es wichtig, sich optimal auf die jeweiligen Netzwerke anzupassen und deren ungeschriebenen Gesetze zu befolgen. Aber der Reihe nach.

Ziel und Zielgruppe bestimmen
Am Anfang muss immer eine Vision und entsprechende Ziele stehen. Was soll eigentlich erreicht werden? Geht es nur darum, bestehende Informationen als Zweitverwertung irgendwo unterzubringen oder besteht ein echtes Interesse an einer Vernetzung mit bestehenden und potenziellen Kunden? Wer soll denn angesprochen werden? Je nach Zielgruppe kann die Wahl des passenden Netzwerkes sehr unterschiedlich ausfallen.

Bei der Auswahl helfen kann der Social Media Planner. Dort werden als Kriterien für die Wahl von geeigneten Netzwerken das Alter, das Geschlecht und Themenfelder der Nutzer herangezogen. Einfach mal ausprobieren!

Kommunikation auf das Netzwerk anpassen
Die bereitgestellten Informationen sollten dann unbedingt auf die Zielgruppe und die Plattform abgestimmt werden. Einfach nur bestehenden Content in die Netzwerke zu pumpen kann nach hinten losgehen. Auch sollte auf die Besonderheiten der Plattform geachtet werden, ob z.B. vornehmlich geduzt oder gesiezt wird. Bei Facebook Pages und bei Twitter sind die Kommunikationsregeln wieder anders als bei Plattformen wie XING oder Linkedin. Darauf ist in jedem Fall zu achten. Vermieden werden sollte in jedem Fall, dass einfach nur Pressemitteilungen eingestellt werden. Es ist eher die Kommunikation mit den Leuten und somit eine Service-Leistung, die zum Erfolg führt. Interessante Angebote können den Auftritt abrunden.

Beobachten und lernen
Zuerst macht es aber Sinn, einmal eine Zeit lang relativ passiv die Art der Kommunikation auf dem jeweiligen Netzwerk zu beobachten. Was machen andere Anbieter aus meiner Branche? Welche Best-Practices (auch branchenübergreifend) können zum Vorbild genommen werden? Langsam können dann erste Schritte getan und Aktivitäten ausprobiert werden. Ein gutes Auswertungstool hilft dem Unternehmen zu verstehen, was eine positive Wirkung hat und was nicht und sich somit in Richtung Social Media-Erfolg weiterzuentwickeln.

Meine Antwort hier ist mit Sicherheit nicht der Schnellschuss auf die Frage, der erhofft wurde. Aber ohne eine Klärung der dargelegten Punkte wäre jede Präsentation zu dem Thema eine Sackgasse. Nicht Content-orientiert, sondern zielorientiert wird die Social-Media-Präsenz zu einem Erfolg.

Interessante Artikel dazu als Fallbeispiele:

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Wie YouTube-Videos in eine Facebook-Seite integriert werden können

Wer für sein Unternehmen oder als Privatperson einen Channel bei YouTube und zugleich eine Facebook-Seite betreibt, der kann beides miteinander kombinieren, anstatt die Videos zusätzlich bei Facebook hochzuladen. So kann man mit einmaligem Hochladen und Verwalten seine Zielgruppe auf beiden Plattformen erreichen.

Auf Facebook gibt es dazu eine Applikation für YouTube, die der Seite hinzugefügt werden kann. Dazu eine kurze Anleitung:

  1. 1. Schritt: Auf der Seite der Applikation für YouTube auf „Zu meiner Seite hinzufügen“ (bzw. „Add to my page“) gehen.
  2. Nach Auswahl der entsprechenden Seite dann auf diese wechseln. Dort gibt es nun bei den „Tabs“ oben ein zusätzliches YouTube-Tab zur Auswahl:
  3. Auf dem Tab gibt es dann die „Settings“, über die ein YouTube-Channel hinterlegt werden kann. Im Beispiel hier der Channel TwentyFeetVideos.

    Unter "Settings" lässt sich der YouTube-Channel hinterlegen.

  4. Das war es dann bereits! Die Videos des Channels werden nun untereinander aufgelistet.

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Postkarte von drewing.de | schöne Facebook-Page-Aktion

Für die Fans seiner Facebook-Page hat Ingmar verschiedene Motive aus seinem Repertoire von Karikaturen (siehe http://www.drewing.de/blog/) in Facebook zur Auswahl gestellt. Vom beliebtesten Motiv wollte er 100 Stück als Postkarte abziehen und den ersten 100 Fans seiner Facebook-Page schenken.
Die Wahl seiner Fans fiel auf das Motiv „Preparing For Easter„.

Er hat seinen Vorsatz umgesetzt und gestern kam die Karte per Post an:

Postkarte von drewing.de/blog

Postkarte von drewing.de/blog

[Das Bild wurde mit dem iPhone gemacht.]

Ich sage: Danke, Ingmar! Schöne Aktion.

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Die Social Media Revolution

Wer Social Media heute noch für irrelevant hält, sollte sich einmal die Fakten in diesem Video anschauen. Fragen? Ich denke nicht.

Die Zahlen wurden von Erik Qualman für sein Buch „Socialnomics“ zusammengestellt.

Via: electru

Wer bei seinen Social Media-Aktivitäten den Durchblick über die wichtigsten Kennzahlen bewahren will, kann bald auf unseren Dienst TwentyFeet zurückgreifen.

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Twittern und bei Facebook posten mit dem Kindle

Für den E-Book-Reader von Amazon „Kindle“ ist ein Update geplant. Endlich soll er „sozial“ werden und die Möglichkeit bieten, direkt zu Twitter und Facebook zu posten.

Das ist ein Feature, das sicherlich schon viele Kindle-Besitzer sowie Nutzer der Kindle-App für iPhone und iPad vermisst haben. Bisher bestehen in der Kindle-App bei markiertem Text nur die Optionen, eine Notiz zu hinterlegen oder den Text hervorzuheben. Nicht einmal das Kopieren von Text ist vorgesehen, womit man Zitate in Twitter oder Facebook übernehmen könnte. Perspektivisch kann die direkte digitale Weiterverarbeitung bei E-Books gegenüber traditionellen Büchern ein gewichtiger Vorteil sein. Jetzt bin ich aber erst einmal gespannt auf das nächste Kindle-Update!

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