Lean Startup Circle trifft sich zum 4. Mal: Launch-Erfahrungen von foodQuest und Mini-Workshop zu Innovation Games

Die letzten Treffen des Lean Startup Circles Rhein-Main waren gut besucht.

Anfang April in diesem Jahr fand das erste Treffen unseres Lean Startup Circles Rhein-Main statt. Mittlerweile hat die Veranstaltungsreihe ihren festen Platz in den Kalendern der lokalen Startup- und Softwareentwicklungsszene gefunden. Am 29. Oktober findet das vierte Treffen statt.

Auch dieses Mal können interessante Beiträge erwartet werden. Neben dem lockeren Austausch bei kühlen Getränken und Knabbereien im Büro von //SEIBERT/MEDIA in Wiesbaden können bei diesem kostenfreien Treffen diese beiden Beiträge erwartet werden:

Lean-Startup: Erfahrungen von foodQuest

Chris Chard, Mitbegründer und Geschäftsführer von foodQuest, wird uns einen offenen Einblick in seine Erfahrungen bei der Entwicklung des Produkts geben. Es ist immer wieder spannend hinter die Produktentwicklung eines Startups zu schauen und zu betrachten, wie notwendige Entscheidungen gefällt und gewisse Vorgehensweisen angewendet wurden.

Mini-Workshop zu Innovation Games

Für den zweiten Teil des Abends zeichnet Michael Tarnowski von plays-in-business verantwortlich. Im Rahmen eines kleinen Workshops wird er uns in die Innovation Games einführen und praktisch demonstrieren, wie Innovationen spielerisch gefördert werden können. Hier werden alle Teilnehmer eingespannt sein!

Ein paar grundlegende Informationen zu Innovation Games gibt es im Beitrag Innovation Games® – bessere Produkte spielerisch entwickeln.
Die Anmeldung zu dieser kostenfreien Veranstaltung erfolgt über XING, Google+ oder Facebook.

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Innovation Games® – bessere Produkte spielerisch entwickeln

Im Rahmen des letzten Treffens der Agile Usergroup Rhein-Main präsentierte uns Michael Tarnowski von plays-in-business die 13 von Luke Hohmann entwickelten sogenannten Innovation Games®.
Es handelt sich dabei um einen Set von „Spielen“ (mal mehr, mal weniger spielerisch angehaucht), die genutzt werden können, um gemeinsam mit Kunden, Anwendern oder auch dem Team Ideen für ein Produkt oder einen Service zu generieren. Der Fokus der Spiele ist jeweils unterschiedlich, von Spielen für die Priorisierung von Features bis hin zur Entwicklung von neuen Feature-Ideen reicht das Spektrum.

Im ersten Schritt gab uns Michael einige Hintergrundinformationen zu den Innovation Games®:

Gegeben der beschränkten Zeit haben wir uns aus den 13 Games per Dot-Voting die interessantesten für die Teilnehmer herausgesucht und dann in vier Gruppen jeweils eines durchgespielt. Zwei davon möchte ich an dieser Stelle einmal kurz vorstellen.

Give them a hot tub

Give them a hot tub

In der Gruppe, der ich angehörte, haben wir uns mit „Give them a hot tub“ beschäftigt. Dabei geht es darum, in eine Liste mit Features, die sehr vernünftig erscheint, auch solche zu integrieren, die abwegig erscheinen. Das soll die Teilnehmer nach einem ersten Moment der Überraschung dazu bringen, darüber nachzudenken, ob an der abwegigen Option nicht doch etwas dran ist.
Als Basisprodukt hatten wir einen Einkaufswagen, den wir nach und nach um abwegigere Features erweiterten. Es ist uns dabei aufgefallen, dass es gar nicht so einfach war, auf wirklich abwegige Features zu kommen. Wir hatten viele Ideen, die sich rund um den Antrieb drehen, also etwa eine Motorisierung des Einkaufswagens. Dann überlegten wir uns z.B., dass der Einkaufswagen auch durch Solarzellen mit Strom für den Antrieb versorgt werden könnte. Auch ein paar Ideen in Richtung Aufprallschutz sind uns gekommen, wie ein Kuhfänger oder ein Airbag, die sicherlich auch in der Realität hilfreich sein könnten. 😉 Deutlich abwegiger wurde dann unsere „Ich spioniere den Wagen der anderen Leute aus und greife dann Ware, die ich auch haben möchte, aus deren Einkaufswagen ab“-Funktion.
Mit dieser Vorarbeit könnten wir nun eine Feature-Liste für einen Einkaufswagen erstellen, in der ein paar realistische und auch einige abwegige Features enthalten wären, die die Teilnehmer des eigentlichen Workshops dann bei einer Konfrontation mit der Liste zum Nachdenken anregen würden.

My worst nightmare

My worst nightmare

Ein weiteres Spiel, dass an dem Abend in einer Gruppe angewendet wurde, war „My worst nightmare„. Das Team entschied sich, als Thema „Häusle bauen“ zu nehmen, also ihren schlimmsten Alptraum in Verbindung mit einem Hausbau zu schildern. Es kam eine ganze Reihe von Anregungen zustande, die auf einem Flipchart-Papier visualisiert wurden. Zu nennen ist etwa, wenn der Bauträger komplett falsch versteht, was man eigentlich haben wollte, und das Haus später „auf dem Dach steht“. Auch vollkommen überzogene Baukosten oder extrem verlängerte Bauzeiten sind verständliche Sorgen, denen sich z.B. manche Fertighaus-Anbieter mit Fixpreisen stellen wollen. Aber auch die Behörden können Bauprojekte beschwerlich machen. Einige weitere Punkte sind noch zusammengekommen und am Ende waren sich alle einig, dass der eigentliche „worst nightmare“ wäre, wenn das alles auf einmal eintritt.
Es ist an dem Beispiel deutlich geworden, dass „My worst nightmare“ für die Vermarktung eines Produktes sehr hilfreich sein kann. Wenn die Sorgen und Ängste potentieller und bestehender Kunden bekannt sind, kann darauf gezielt eingegangen werden. Dies kann der Start einer besonders guten Kundenbeziehung werden, wenn der Kunde das Gefühl hat, vom Dienstleister gut verstanden und ernstgenommen zu werden.

Dies waren zwei der vier Spiele, die wir an dem Abend ausprobiert haben. Das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv und wir freuen uns auf eine Fortsetzung zur Erprobung der weiteren Innovation Games.

Weitere Informationen gibt es auch im Blog-Beitrag von Michael zu Innovation Games.

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Zweites Treffen des Lean Startup Circle Rhein-Main

Nach einem erfolgreichen 1. Treffen des Lean Startup Circle Rhein-Main im April ist für den 11. Juni ein zweites Treffen des Lean Startup Circle geplant. Während beim letzten Treffen das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch im Vordergrund standen, soll es dieses Mal einige kurze Vorträge über die Anwendung der Ideen und Methoden des Lean Startup geben.

Bisher haben sich zwei Referenten für das Treffen in Wiesbaden angekündigt, die konkrete Einblicke in ihre Lean Startup-Erfahrungen bieten möchten. Mit weiteren Referenten laufen Vorgespräche.

Vorträge

Derzeit geplant sind die folgenden Vorträge:

  • Entwicklung von SpellJS – von der ersten Überlegung bis zum heutigen Stand. – Julian Haupt, Spielmeister GmbH
  • Lean Startup – Anwendungsbeispiele von TwentyFeet – Jost Grabo, TwentyFeet GmbH

Es werden noch weitere Referenten für kurze Vorträge von 10-15 Minuten Länge gesucht. Bei Interesse einfach unter pherwarth@seibert-media.net melden.

Datum, Uhrzeit und Location

Das Treffen findet statt am 11. Juni 2012 ab 18.30 Uhr.

//SEIBERT/MEDIA GmbH
Kirchgasse 6 / LuisenForum
65185 Wiesbaden
http://www.seibert-media.net/

Anmeldung

Die Anmeldung für den 2. Lean Startup Circle Rhein-Main erfolgt über diese XING-Eventseite oder über diese Amiando-Eventseite.
Aktuelle Informationen zum Lean Startup Circle gibt es auch auf dessen Website sowie der zugehörigen XING-Gruppe.

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TIPPS UND TRICKS ZUM PRODUKTMANAGEMENT VON INTERNETANWENDUNGEN
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Aktueller Stand bei Kiva – Mit Mikrokrediten Lebensperspektiven schaffen

Für mich nach wie vor das schönste soziale Projekt im Web: Kiva.org. Das Internetportal für die Vergabe von zinslosen Mikrokrediten hat in den letzten Jahren eine sehr starke Entwicklung hingelegt.

  • 127.470.885 Dollar wurden insgesamt über Kleinstkredite vergeben. (September 2008:42.544.185 Dollar)
  • 178,339 Kredite wurden vergeben. (September 2008: 59.689)
  • Frauenanteil unter den Kreditnehmern: 82.31% (September 2008: 77,52%)
  • Rückzahlungsquote: 98,47% (September 2008: 98,47%)

Dass die Zahl der Kredite und der Frauenanteil stark gestiegen sind, ist sehr erfreulich. Zugleich konnte die Rückzahlungsquote auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass diese Leute bei einer traditionellen Bank keine Chance auf einen Kredit hätten (da sie i.d.R. keine Sicherheiten zu bieten haben). Deshalb wären sie ohne Kiva vielfach auf dubiose Kreditgeber mit Wucherzinsen angewiesen.
Auch meine aktuell vergebenen Kredite verlaufen alle im Plan:

Wer deutschsprachige Informationen über Kiva sucht und selbst Kredite ab 25 Euro an Menschen in der Dritten Welt vergeben möchte, findet einen guten Einstieg bei Kiva Deutschland und bei Gartentechnik.de. Hilfe zur Selbsthilfe, die wirkt. Oder wie ein Freund zu sagen pflegt: „Endlich ein wirklich sinnvolles soziales Netzwerk.
Wir freuen uns auch über alle Kiva-User, die unserem Team G | Gärtner, Gardeners beitreten, dass mittlerweile 8.000 Dollar beigetragen hat.

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