Neue Produktideen austesten, ohne den Überblick zu verlieren – Lean Startup-Workshop mit Lukas Fittl (Spark59) am 8. April

Lean Startup ist das neue Buzzword – aber was bedeutet es wirklich? Wie kann man neuartige Produktentwicklung am effektivsten durchführen?

In einem Workshop am 8. April in Wiesbaden wird von Lukas Fittl eine praktische Umsetzung von Lean Startup erklärt – der Lean Stack, wie in folgenden Artikeln beschrieben: Teil 1Teil 2 & Teil 3.

Der Inhalt des Workshops

Lean Stack ist ein Ansatz der sich an existierenden Kan-Ban/SCRUM Konzepten orientiert, und das Konzept der A3 Reports aus dem Toyota Production System aufgreift um neue Produktideen zu dokumentieren und Resultate mit dem Team zu teilen.

leanstack

Im Workshop bearbeitet werden Themen wie das Build-Measure-Learn Konzept, die Definition von User Hypothesen (vs User Stories) und wie man den richtigen Rahmen für neue Produktideen setzen kann.

Ausserdem behandelt wird die Frage “Wann soll ich neue Funktionalität wirklich implementieren?”, und wie man qualitiative Interview und Beobachtungs-Techniken anwenden kann um unnötige Features und Entwicklungszeit zu vermeiden.

Aus diesem Workshop nimmt man mit:

  • Was Lean Startup für den klassischen Kan-Ban/SCRUM Ansatz bedeutet
  • Wie kontinuierliche Produktinnovation ermöglicht werden kann
  • Wie man im Team gemeinsam neue Produktideen und Hypothesen bearbeitet
  • Wie qualititative und quantitative Daten neue Produkt Ideen beeinflussen
  • Wie Vision, Business Modell und wirtschaftliche Ziele zusammenspielen

Der Workshopleiter: Lukas Fittl

Lukas Fittl von Spark59

Lukas Fittl von Spark59

Lukas Fittl arbeitet seit 2006 an seinen Startup Unternehmen – gründete unter anderem das Blogging Netzwerk Soup.io, und arbeitet mit Ash Maurya (Autor von Running Lean) gemeinsam an Spark59 und USERcycle.

Er hat zum Thema Lean Startup bereits in vielen Städten Europa’s referiert, unter anderem als Gastvortragender an der London Business School und als Keynote Speaker bei der Smidig Konferenz in Oslo.

Die Teilnehmer

Dieser 4-stündige Workshop ist praktisch orientiert, und richtet sich an Unternehmer, Produkt Manager und deren Team Mitglieder.

Es wird erwartet das die Teilnehmer aktiv an einem Produkt arbeiten und ihre eigenen Fragestellungen daraus mitbringen.

Austragungsort

Der Workshop findet statt in den Büroräumen von //SEIBERT/MEDIA GmbH in der Kirchgasse 6, 65185 Wiesbaden.

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab sofort über diese Eventbrite-Seite möglich.

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VERANSTALTUNGSHINWEIS: Tools4AgileTeams Konferenz am 7. November 2013 in Wiesbaden

Lean Startup Rhein-Main mit Vorträgen “Produktentwicklung im verteilten Team” und “Lean Customer Mgmt”

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Das nunmehr sechste Treffen des Lean Startup Circle FrankfurtRheinMain findet am 25.2.2013 statt, dieses Mal mit den Themen Produktentwicklung im verteilten Team und Lean Customer Management. Veranstaltungsort ist der heimathafen Wiesbaden. Die Teilnahme ist kostenlos: Sowohl Profis und Praktiker als auch interessierte Einsteiger sind herzlich eingeladen!

Vortrag 1: Lean Produktentwicklung als verteiltes Team: Wie Kreuzverweis doctivity entwickelt

Im ersten Vortrag des Abends gibt Thomas Franz von Kreuzverweis Einblicke in die konkreten Methoden und Tools wie “Business Scrum” und “Trello”, die sich bei Kreuzverweis für eine “leane” Produkt- und Geschäftsentwicklung etabliert haben. Am konkreten Beispiel der Produktentwicklung von doctivity, einer SaaS für das Dokumentenmanagement verteilter Teams, werden Erkenntnisse und Erfahrungen mit diesen Methoden erläutert.

Kreuzverweis ist ein verteiltes Team, d.h. jeder Mitarbeiter arbeitet von einem unterschiedlichen Standort in Deutschland aus. Eine methodisch unterstützte Arbeitsorganisation ist für diese Arbeitsweise besonders wichtig. Die Geschäfts- und Produktentwicklung bei Kreuzverweis orientiert sich daher auch an Lean-Startup-Prinzipien.

Thomas Franz ist promovierter Informatiker sowie Mitgründer und Geschäftsführer von Kreuzverweis. Er forschte fünf Jahre am Institut für Web Science and Technologies in den Gebieten Semantic Web, Web Science, Knowledge Management und Personal Information Management. In dieser Zeit leitete er im internationalen Forschungsprojekt XMedia das Themengebiet Knowledge Lenses & Process Support und war Mitglied der W3C Incubator Group Multimedia Semantics.

Vortrag 2: Lean Customer Management

Im zweiten Vortrag wird Hannes Gmeiner seine Erfahrungen mit Lean Customer Management mit uns teilen:

Zu den größten Werttreibern der meisten (B2C-) Geschäftsmodelle zählen die Anzahl und die Qualität der Kundenbeziehungen. Die Prinzipien des Lean Startups können auf das Management von Kundenbeziehungen gut angewandt werden:

  • Wie kann man den Build – Measure – Learn Circle in Kundengewinnung und Kundenbindung anwenden?
  • Was sind die wichtigsten Metriken im Management von Kundenbeziehungen?
  • Welche guten Beispiele für Lean Customer Management gibt es?

Hannes Gmeiner ist Diplom-Mathematiker, war zehn Jahre Strategieberater mit dem Schwerpunkt Aufbau neuer Geschäftsfelder und hat die letzten fünf Jahre als Führungskraft in einem großen Weinhandelsunternehmen gearbeitet, wo er u. a. für die neuen Geschäftsfelder zuständig war. Er begleitete die Gründung und Entwicklung eines E-Commerce-Startups, das in wesentlichen Teilen nach den Lean-Startup-Prinzipien aufgebaut wurde.

Anmeldung

Anmeldungen zu dieser kostenfreien Veranstaltung sind über die XING-Eventseite und das Facebook-Event möglich.

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VERANSTALTUNGSHINWEIS: Tools4AgileTeams Konferenz am 7. November 2013 in Wiesbaden

Tools4AgileTeams 2013 – Call for Sessions gestartet

tools4agileteamsFür die zweite Ausgabe der Tools4AgileTeams – Konferenz in Wiesbaden haben wir gerade den Call for Sessions gestartet.

Die Tools4AgileTeams ist eine Konferenz für einen intensiven Austausch über den Sinn und Unsinn vom Einsatz von Tools bei agilen Softwareentwicklungsteams sowie deren optimale Nutzung. Im Vorjahr konnten wir ein breites Themenspektrum im Konferenzprogramm aufweisen (u.a. mit den Vorträgen „Ein offline Sprint mit dem agilen Werkzeugkoffer“, „JimFlow – Die Evolution von Kanban bei Jimdo“ und „See you on the other side – Scrum-Meetings mit verteilten Teams“) und auch für die am 7. November 2013 stattfindende Konferenz möchten wir wieder ein spannendes Programm zusammenstellen. Einreichungen dafür werden bis zum 1. Juli entgegen genommen.

Hinweise für Einreichungen

Die Einreichungen für die Tools 4 Agile Teams sollen die folgenden Informationen beinhalten:

  • Art des Beitrags: Vortrag, interaktive Demo,… (die Vortragsdauer liegt jeweils bei 45 min)
  • Titel des Beitrags
  • Zusammenfassung mit max. 500 Zeichen
  • „Tweetbare“ Zusammenfassung mit max. 120 Zeichen
  • Lessons Learned: 1-3 Punkte, die von den Teilnehmern am Ende des Vortrags gelernt worden sein sollen.
  • Vorgehen: grobe Beschreibung des Vorgehens beim Vortrag
  • Zielgruppe: Entwickler, Tester, Manager,…?
  • Voraussetzungen für die Teilnahme (z.B. Erfahrung mit…)
  • Level: grundlegend vs. fortgeschritten
  • Kurzbiografie des Redners mit max. 300 Zeichen

Einreichungen werden bitte an die E-Mail-Adresse pherwarth@seibert-media.net gesendet.

Anfang Juli werden alle Einreichungen durch unseren Fachbeirat begutachtet und eine Rückmeldung an die Referenten gegeben.

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VERANSTALTUNGSHINWEIS: Tools4AgileTeams Konferenz am 7. November 2013 in Wiesbaden

Weihnachtspäckchenkonvoi goes Agile – agiles Vorgehen in einem sozialen Projekt

Beim Dezembertreffen der Agile Usergroup durften wir bei einem Vortrag von Sebastian Friedsam und Marco Tommasone einiges über das soziale Projekt Weihnachtspäckchenkonvoi und deren Organisation erfahren.

Beim Weihnachtspäckchenkonvoi werden jedes Jahr Tausende Pakete mit Weihnachtsgeschenken (u.a. Spielsachen) für Kinder in Rumänien, Ukraine und Moldawien gesammelt und in einem Konvoi in diese Länder transportiert. Die Organisation der Aktion mit Unterstützung von vielen Freiwilligen ist jedes Jahr eine Herausforderung, die diese in ihrer Freizeit auf sich nehmen.

Im Vortrag stellten Sebastian und Marco vor, was der Weihnachtspäckchenkonvoi ist, was die derzeitigen Herausforderungen sind und wo möglicherweise ein agiles Vorgehen hilfreich sein könnte. Dies wurde im Anschluss noch umfangreich von der Teilnehmern diskutiert. Der Vortrag von Sebastian und Marco ist in einer ersten Version als 3-Teiler bei YouTube zu finden.

Weitere Informationen:

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Vortrag beim SPIN-Workshop am 16. November in Darmstadt

DarmstadtSPINAm 16. November werde ich im Rahmen eines SPIN-Workshops einen Vortrag über den „Einfluss der Einführung von Agilität auf Werte & Kultur im Unternehmen“ halten. Der DarmstadtSPIN ist ein Zukunftsforum, das einen Rahmen für organisatorische Innovationen, die Menschen und Unternehmen voranbringen, schaffen möchte.

Der Workshop findet am Freitag, 16. November 2012 ab 14.30 Uhr in Darmstadt statt.

Das Thema der Veranstaltungsreihe lautet in diesem Jahr „Radical Management“. Dieses Mal ist das Schwerpunktthema „Werte und Kultur für eine volatile Welt“. Entsprechend werde ich in meinem Beitrag beleuchten, welchen Einfluss die Einführung agiler Vorgehensweisen auf die Werte und die Kultur im Unternehmen hat (oder haben kann).

Das Programm

Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern wie immer neben der inhaltlichen Komponente auch methodisch immer wieder Anregungen:

14:30 Uhr Ankommen und Networking
15:00 Uhr Begrüßung und Einführung ins Thema
15:15 Uhr Impulsvorträge
2 Impulsvorträge mit persönlichen Erfahrungsberichten: Wir erfahren von den Vortragenden, wie Werte und Kultur in ihrer Organisation in Veränderungsprozessen von Nutzen waren.Referenten und Themen:

    • Patricia Seeliger, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH:
      „Vom Werteträger zum Wertenutzer“
    • Paul Herwarth von Bittenfeld, //SEIBERT/MEDIA GmbH:
      „Einfluss der Einführung von Agilität auf Werte & Kultur im Unternehmen“

 

16:15 Uhr Thesen Tafeln
Diskussion der Hauptbotschaften der Vorträge in spontanen Arbeitsgruppen.
16:45 Uhr Pause
16:30 Uhr Diskussion
Wir stellen die interaktive Methode „Fishbowl Diskussion“ vor und wenden sie danach an: In einer Podiumsdiskussion, in der jeder aus dem Plenum teilnehmen kann, denken wir die guten Praktiken aus den Vorträgen anhand konkreter Fragestellungen weiter. Die Impulsvortragenden begleiten die Diskussion.
18:30 Uhr Schluss

Weitere Informationen und Anmeldung über die Internetseite von wibas.

Das folgende Video gibt einen Einblick in den zurückliegenden DarmstadtSPIN:

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Agile Unternehmenskultur und -werte beim australischen Software-Hersteller Atlassian – Vortrag von Sven Peters am 8. November

Im Anschluss an die Konferenz Tools4AgileTeams, die am 8. November in Wiesbaden stattfindet, möchten wir alle Konferenzteilnehmer, Mitglieder der Agile Usergroup Rhein-Main und Interessenten herzlich zu einer Abendveranstaltung in die Räume der //SEIBERT/MEDIA GmbH im LuisenForum einladen.

Sven Peters, der Deutschland-Botschafter des australischen Softwareherstellers Atlassian, wird vor Ort sein und folgenden Beitrag präsentieren:

Leidenschaft für Software – Unternehmenskultur und -werte bei Atlassian

Das Softwareunternehmen Atlassian wurde vor 10 Jahren in einer Garage gegründet. Heute macht das australische Unternehmen über $100 Millionen Umsatz und beschäftigt fast 500 Mitarbeiter weltweit. Auch nach 10 Jahren hat Atlassian noch eine frische Ausstrahlung und ist einer der beliebtesten Arbeitgeber für Softwareentwickler. Was machen die Australier anders?
Diese Session stellt Atlassian’s Werte vor, was diese für uns bedeuten und wie wir diese in unserer täglichen Arbeit einbringen. Es werden Themen vorgestellt wie

  • offene ehrliche Diskussionen
  • was für uns Agil bedeutet
  • wie wir Innovationen fördern
  • Developer, Developer, Developer und der Rest

Für uns macht Softwareentwicklung Spaß. Wir wollen, dass andere Unternehmen durch die Unterstützung unserer Tools auch Spaß an produktiver, transparenter und ehrlicher Softwareentwicklung haben. Finden Sie heraus, wie Entwicklung bei Atlassian funktioniert und nehmen Sie Anregungen für Ihr Team und ihr Unternehmen mit.

Wir freuen uns auf einen informativen Abend und einen anregenden Austausch. Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung erfolgt über eine XING-Eventseite.

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Noch bis morgen einreichen: Call for Sessions der Tools4AgileTeams

Am 8. November möchten wir gemeinsam mit Euch eine Konferenz in Wiesbaden speziell zur Nutzung und Anwendung von Tools in der agilen Softwareentwicklung veranstalten.
An welchen Stellen ist die Anwendung von Tools wirklich hilfreich, an welchen Stellen eher ein „Impediment“? Und welches Tool eignet sich besonders gut für einen spezifischen Einsatzzweck?
Wir möchten Anwender, ScrumMaster, Manager, Tool-Hersteller und alle, die sich für das Thema interessieren, an diesem Tag zusammenbringen. Am Vormittag wird es 8 Vorträge geben, für die wir derzeit noch bis zum kommenden Freitag, 31.8., Einreichungen entgegen nehmen.
Am Nachmittag möchten wir dann Open Space mit mehreren parallelen Slots machen, um möglichst spezifisch auf alle brennenden Fragen an diesem intensiven und hoffentlich lehrreichen Tag eingehen zu können.

Weitere Informationen zur Einreichung von Sessions findet Ihr hier:
http://tools4agileteams.com/display/2012/Call+for+Sessions

Tickets für die Veranstaltung sind derzeit noch bis Ende September zum Earlybird-Preis von 199 Euro zu erwerben:
http://tools4agileteams.com/display/2012/Anmeldung+und+Preise

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Produktentwicklung auf die schlanke Art

Wie viele von den Funktionalitäten, die wir in Software einbauen, bringt unseren Anwendern wirklich einen Nutzen? Zu häufig wird diese Frage gar nicht gestellt. Woran liegt das?
Häufig scheint die Überzeugung zu sein, das viel auch viel hilft. Eine endlose Feature-Liste erscheint attraktiv. Genauer betrachtet stellen Features, die den Anwendern keinen echten Mehrwert liefern, eher einen Kostenpunkt dar. Sie müssen gewartet werden und erhöhen die Komplexität einer Software-Anwendung sowohl für die Anwender, als auch die Betreiber.

Der überzeugte Lean Startup-Anwender und Buchautor Ash Maurya berichtet in einem Blogpost darüber, wie er selbst vorgeht, um nur Features in seiner Software bereitzustellen, die auch wirklich einen Nutzen für einen Großteil der Anwender erzielen.

Sein „Framework“ hierfür besteht aus mehreren Elementen. Zu jeder Zeit wählt er einen zentralen Zielwert, der angestrebt werden soll. Beispielsweise die Quote von Neu-Anwendern, die für eine dauerhafte Nutzung der Software aktiviert werden kann. Zu jeder Zeit gibt es nur eine zentrale Zielsetzung, die mit den Feature-Entwicklungsbemühungen erreicht werden soll.

Auf dem Weg von Entwicklung bis dauerhafter Aufnahme einer Funktionalität in den Produktumfang durchläuft sie vier zentrale Schritte.
Die erste Stufe beginnt mit der Priorisierung des Backlogs. Da es einen zentralen Zielwert gibt, kann die Priorisierung nach dem Beitrag für diesen Zielwert, im Verhältnis zu den für die Realisierung anfallenden Kosten, erstellt werden.
Wenn die Priorisierung geklärt ist, wird als nächstes das Top-Item genommen und durch Kunden-Interviews abgeklärt, wo genau das dahinter liegende Problem liegt. Es geht an dieser Stelle nicht darum, was die Kunden wünschen. Vielmehr geht es darum, warum sie etwas wünschen. Ausgehend von den Rückmeldungen der Kunden wird dann entschieden, ob etwas gemacht wird oder der Feature-Wunsch verworfen wird.

In der zweiten Stufe wird dann entschieden, wie das Feature umgesetzt werden soll. Es werfen hierfür erste Screens gestaltet und dann mit den Kunden, die auch interviewed wurden, dazu befragt. Es werden dann üblicherweise mehrere Iterationen durchlaufen, bevor eine Umsetzung angedacht wird.

Die Funktionalität wird dann in einem Continous Deployment-Prozess realisiert. Mit Hilfe eines Feature Flipper Systems kann dafür gesorgt werden, dass die Features auf das Live-System eingespielt werden, ohne dass sie den Anwendern zugänglich sind, bis sie fertig sind. Nach Fertigstellung wird die Funktionalität einer selektierten Kundengruppe zur Verfügung gestellt und von denen ein qualitatives Feedback eingeholt. Wenn dabei Fehler auftreten oder das Feedback negativ ausfällt, können noch vor einem größeren Roll-out Korrekturen vorgenommen werden.

Es folgt die vierte Stufe, wenn das qualitative Feedback zufriedenstellend war bzw. Nachbesserungen erfolgt sind. Die Funktionalität wird allen Anwendern zur Verfügung gestellt und quantitative Metriken gesammelt. Während die Messungen laufen, wird mit der Arbeit an der nächsten Funktionalität gestartet, denn meist dauert die Erhebung der metriken etwas. Dann folgt eine Auswertung der Zahlen.
Die Kombination von qualitativem Feedback und quantitativen Metriken sorgt für eine gute Entscheidungsgrundlage. Nur, wenn die Funktionalität sich als förderlich für den zentralen Zielwert herausstellt, wird es dauerhaft in der Anwendung belassen. Ansonsten fliegt es konsequent raus.

Die folgende Präsentation stellt das Vorgehen von Ash Maurya dar:

How We Build Features

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