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Verwaltung eines Multi-Produkt-Backlogs

Wie lässt sich die Verwaltung eines Backlogs mit mehreren Produkten übersichtlich darstellen, so dass der Product Owner die Backlog-Verwaltung und die Release-Planung mit mehreren Stakeholdern komfortabel und effizient vornehmen kann? Wir haben uns hier zur Strukturierung eines Backlogs mit mehreren hundert Tickets dafür entschieden, einmal den Canvas for JIRA von Comalatech auszuprobieren, der eine Erweiterung von Atlassians JIRA darstellt.

In einem Workshop haben wir eine Matrix aufgespannt, die wir anschließend digital abgebildet haben. Besonders wichtig für die Release-Planung ist dabei die Aufgliederung des Backlogs nach dem MoSCoW-Prinzip. Die Backlogs der einzelnen Produkte werden nach diesem Prinzip eingeteilt in diese Kategorien:

  • Must-have-Anforderungen (sie sind essenziell für die Anwendung und unbedingt umzusetzen)
  • Should-have-Anforderungen (Anforderungen, die nicht zwangsläufig umgesetzt werden müssen, aber dennoch einen hohen Nutzen haben)
  • Could-have-Anforderungen (falls noch Zeit und Budget vorhanden ist)
  • Won’t-have-Anforderungen (Sie sind sinnvoll, aber nicht jetzt)
Canvas for JIRA für die Verwaltung eines Multi-Produkt-Backlogs

Canvas for JIRA für die Verwaltung eines Multi-Produkt-Backlogs

Unterstützung bei der Planung von Releases

Diese MoSCoW-Kategorien sind recht leicht verständlich und machen auch deutlich, auf welchen Teil sich für die Planung der nächsten Releases zunächst fokussiert werden kann. Diese Ansicht hilft also dabei, in einer Release-Planung für die Produkte schnell zu prüfen, was Berücksichtigung finden sollte.

Tickets der Kategorie „Won’t have“ entfernen wir aus dem Backlog, um diesen übersichtlich zu halten. Wir haben aber noch zusätzlich eine Ebene „High Business Value“ zum Einsatz gebracht, mit der zum Ausdruck gebracht werden kann, dass bestimmte Funktionalität (die in Must, Should oder Could liegen kann) ein gutes Verkaufsargument liefern würde.

Visualisierung der Arbeit für den Product Owner

Durch diese Art der Visualisierung wird auch einfach deutlich, wenn Tickets bestehen, die noch keiner Komponente/keinem Produkt zugeordnet wurden oder die noch nicht mit einer Priorität versehen wurden. Dadurch kann der Product Owner einfach sehen, wo er noch aktiv werden muss. In der ersten Spalte befinden sich dazu die „unlabelled“ Tickets, die dann per Drag&Drop einfach in die passende Spalte gezogen werden können.

Sind neue Tickets noch nicht dem richtigen Produkt zugeordnet worden, wird ganz oben eine erste Zeile angezeigt. Hier kann der Product Owner dann ebenfalls tätig werden und die Tickets dem entsprechend passenden Produkt zuordnen.

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

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