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Entwicklung einer Teamvision

Kürzlich habe ich für ein Software-Entwicklungsteam einen Workshop für die Erstellung einer gemeinsamen Teamvision durchgeführt. Wir wollten das Bild der Idealvorstellung der Teamsituation von allen Team-Mitgliedern abgleichen und in eine gemeinsam formulierte Vision überführen. Der Workshop war mit einer Stunde angesetzt und damit sehr kompakt. Das Team hatte schon länger zusammengearbeitet und bestand aus 5 Personen. So konnte in der kurzen Zeit ein gutes Ergebnis erzielt werden.

Der Ablauf des Workshops

  1. Begrüßung
  2. Frage: Was erwartet ihr von dem Termin heute? (Blitzlicht)
  3. Geplantes Vorgehen vorstellen
  4. Frage: Wie stellt ihr euch die optimale Arbeitssituation (Zusammenarbeit, Projekte,…) im Team vor?
  5. Vorstellung der Punkte durch die Teilnehmer
  6. Clustering und Überschriften zu den vorgestellten Punkten
  7. Überschriften gewichtet/bepunktet und damit priorisiert, Aufreihung und Ordnung
  8. individuelle Formulierungsansätze
  9. gemeinsame „Vergesellschaftung“ und Übertragung in eine Formulierung

Begrüßung und Erwartungsabfrage, Vorstellung des Vorgehens

Nach ein paar einleitenden Worten von mir haben wir in einer kurzen Blitzlicht-Runde (jeder Teilnehmer antwortet rundum in 2-3 Sätzen) die Erwartungen an den Termin abgestimmt. Dann habe ich das konkrete geplante Vorgehen vorgestellt. Auch habe ich kurz vorgestellt, was eine Teamvision, die wir als Ergebnis erhalten wollte, erfüllen sollte:

  • Sie spricht alle Beteiligten an
  • Sie beschreibt die gewünschte Situation in Gegenwarts-Form
  • Sie ist kurz und prägnant

Frage: Wie stellt ihr euch die optimale Arbeitssituation (Zusammenarbeit, Projekte,…) im Team vor?, Vorstellung der Punkte

IMG_4219 Jedes Teammitglied sollte sich einige Minuten lang in Ruhe überlegen, wie es sich die perfekte Arbeitssituation vorstellt. Jeder Aspekt sollte auf ein eigenes Post-it geschrieben werden.

Dann haben wir uns zusammen vor einer Wand versammelt und die Teammember haben nach und nach ihre Punkte vorgestellt. Bei der Vorstellung wurde auch direkt ein grobes Clustering vorgenommen, ähnliche Punkte wurden also nahe zueinander gehängt, während unterschiedliche Themen voneinander entfernter aufgehängt werden.

Clustering und Finden von Überschriften zu den vorgestellten Punkten

Das grobe Vorab-Clustering wurde dann nach Vorstellung aller Punkte noch einmal zusammen besprochen und die einzelnen Cluster haben jeweils einen eigenen Namen bekommen.

Überschriften gewichtet/bepunktet und damit priorisiert, Aufreihung und Ordnung

IMG_4223

Die Teammember konnten dann eine vorgegebene Zahl von Punkten auf die einzelnen Cluster verteilen und damit ihre Gewichtung für das entsprechende Thema zum Ausdruck bringen.

Das ganze haben wir dann noch einmal nach Gewichtung geordnet und aufgereiht. Wie auf dem Bild auf der linken Seite ersichtlich haben wir jeweils die Überschrift mit den Punkten links aufgehängt, die Post-its, aus denen sich die Überschrift ergeben hatte, rechts daneben.

Individuelle Formulierungsansätze

Gedanklich befüllt mit den bisher besprochenen Wünschen und Vorstellungen der Teammember nahmen sich jetzt alle Teammember noch einmal in Ruhe Zeit, eine individuelle Formulierung der Teamvision vorzunehmen. Nach rund 10 Minuten konnten alle Teammitglieder eine Formulierung der gewünschten Situation in einer Ist-Beschreibung in 3-4 Sätzen vorweisen.

Gemeinsame „Vergesellschaftung“ und Übertragung in eine Formulierung

Jedes Teammitglied stellte die eigene Formulierung vor. Relativ schnell fand das Team eine Formulierung, die es als Ausgangsbasis für die gemeinsame Version der Teamvision nehmen wollte. Es wurden noch verschiedene Umstellungen und Ergänzungen vorgenommen, bis eine kompakte Formulierung in zwei Sätzen, mit der alle Teammitglieder zufrieden waren, gefunden war.

Die Formulierung haben wir dann in einer schöneren Form noch einmal aufbereitet und im Teamraum aufgehängt. Wichtiger als das formulierte Ergebnis selbst war dabei das im Laufe des Workshops gefundenen gemeinsamen Bildes davon, was dem Team wichtig ist.

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

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