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Gedanken zu den Studentenprotesten

So sehr die inhaltlichen Forderungen der aktuellen Studentenproteste nachvollziehbar sein mögen: Ein Punkt der bundesweiten Aktionen stört mich auf das Extremste. In Mainz auf dem Uni-Campus war es das Geschmiere, gerade auch an den erst kürzlich errichteten Gebäuden, dass ich während dem Barcamp Mainz gesehen habe. Noch krasser ist es in Frankfurt:

Die Universität hatte das Casino räumen lassen, nachdem nach ihren Angaben Sachschäden von rund 200.000 Euro angerichtet worden waren. Hinzu kämen rund 60.000 Euro Umsatzausfall der Mensa, die zum Teil blockiert war. (Süddeutsche)

Dieser Vandalismus ist schlichtweg dumm. Zum Einen belastet es das Budget der Universitäten, dass nach den Forderungen ja unbedingt ausgeweitet werden soll. Es ist also kontraproduktiv, da hier finanzielle Mittel unnötig verpulvert werden, die eigentlich für eine höhere Qualität der Lehre genutzt werden sollten. Zum Anderen verspielt es ganz viele öffentliche Sympathien. Es ruft Unverständnis in der Bevölkerung hervor. Von der Bildungselite des Landes sollte man eigentlich cleverere Aktionen erwarten können. Die neuen Medien sind dazu hervorragend nutzbar, aber sicherlich sollten die Posts bei Twitter nicht mit #unibrennt gehashtagt werden. Die Uni soll nicht brennen, sie soll erblühen. Macht Flashmobs im Bundestag und den Landtagen oder haut die ganzen sozialen Netzwerke voll mit Belegen für den Bildungsnotstand und für den großen Druck, der sich aus der Umstellung der Studiengänge ergibt. Macht etwas, dass in den Medien positiv wahrgenommen wird, dass Sympathien für die Forderungen von Studenten schafft. Ich habe diesen Post jetzt jedenfalls mit „unisollbluehen“ getagt. 😉

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

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