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Erfahrungen mit Online-Immobilienbörsen

In den letzten Monaten durfte ich mich etwas mit Wohnungssuche beschäftigen. Der Besuch auf den Websites von immonet.de und immobilienscout24.de ist dabei natürlich Pflicht. Ein Suchagent/MailAlert ist bei beiden einigermaßen schnell eingerichtet. Von da an kommen die Angebote dann per Mail ins Haus. Ein paar Erfahrungen mit der Online-Recherche nach Wohnungsangeboten.

  • immonet.de als der kleinere Anbieter bringt nur selten andere Angebote als immobilienscout24.de. Oftmals kommen daher die selben Angebote mit leichter Verzögerung ins Postfach.
  • Teilweise unterscheiden sich die Einstellungen bei der gleichen Wohnung bei beiden Anbietern. Manchmal erhält man durch die unterschiedlichen Eingabemasken der Anbieter daher mehr oder weniger Informationen über die Wohnung. Es kann daher dennoch sinnvoll sein, bei beiden Anbietern vorbei zu schauen.
  • Ein Großteil der Angebote ist von Maklern. Häufig wird daher auch keine genaue Adresse eingegeben. Mit Glück kann man an den Bildern dennoch erahnen, wo sich die Wohnung genau befindet. Eventuell kann so der Vermieter direkt kontaktiert und der Makler umgangen werden. Das Problem: Häufig stellen Makler Wohnungen von Personen ein, die sie auch privat vermieten würden, aber zu alt, zu faul oder was auch immer sind, um sie selbst ins Netz zu stellen. Sehr ärgerlich aus Sicht des Interessenten, für eine kurze Führung durch die Wohnung über tausend Euro zu zahlen. Daher sollte man wirklich versuchen, den Standort der Wohnung auch so raus zu finden und den Vermieter direkt zu kontaktieren. Wenn man schon einen Makler bezahlt, dann sollte man ihn wenigstens auch die Recherche übernehmen lassen.
  • Traue keinen Bildern ist eine weitere Erfahrung. Das gilt aber in beide Richtungen. Die große Terasse kann sich auf einmal als kleiner Balkon entpuppen, andersherum das Mini-Zimmer aber auch als Raumwunder.
  • Offline rulez: Wir sind letztlich über einen Weg fündig geworden, dem ich am wenigsten zugetraut hätte. Ein Aushang im Supermarkt. Das geht in wenigen Minuten nebenbei und hat uns mehrere Kontakte gebracht, ohne dass wir etwas dafür tun mussten. Problem ist natürlich, dass man sich vorher keine Bilder anschauen kann. Die Beschreibung der Leute kann man dabei oftmals vergessen. Das „wunderschöne Bad“ ist in den eigenen Augen dann auf einmal furchtbar kitschig oder einfach nur hässlich. Mit etwas Glück kann man dafür aber an Wohnungen kommen, die noch gar nicht inseriert wurden. Das verkürzt den Prozess etwas. Bei Angabe eines Höchst-Mietpreis-Wunsch kann es zudem passieren, dass man eine eigentlich etwas teurere Wohnung günstiger angeboten bekommt.

In meinen Augen könnten die Online-Anbieter noch deutlich besser werden. Lokale Angebote, die Offline- und Online-Werbung verbinden, könnten hier Potenzial haben. Bei uns in der Region sind die Online-Darstellungen der Tageszeitungen aber noch weitestgehend unbrauchbar. Sollte sich in den nächsten Jahren hier noch etwas tun, werde ich bei der nächsten Immobiliensuche auch wieder auf die Onlinebörsen zurück greifen.

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

8 Responses to Erfahrungen mit Online-Immobilienbörsen

  1. Pingback: immobilienportale.com - Immobilien Blog » Erfahrungen mit Immobilienscout24 und Immonet

  2. Pfützner says:

    Die nächste Wohnung finden Sie dann sicher bei MyImmoworld.de

  3. pherwarth says:

    Kleine Ergänzung. Ich möchte niemanden dazu ermuntern, einen Makler zu „prellen“. Wer nach einer Immobilie schaut wird aber vermutlich früher oder später auf eine gewisse Spezies Vermittler treffen, die man als „Zweitvermittler“ bezeichnen könnte. Das Vorgehen wird wohl etwa so aussehen: 1. Immobilienanzeigen in Zeitungen o.ä. ansehen. 2. Vermieter anrufen, ob man die Wohnung zusätzlich online stellen darf. 3. Schlechte Anzeige online stellen. 4. Einen zentralen Vor-Ort-Termin machen, bei dem sich die Interessenten die Klinke in die Hand geben. Am besten ist auch noch, telefonisch nie erreichbar zu sein und auf Nachrichten auf dem Anrufbeantworter nicht zu reagieren. Für diese „Dienstleistung“ sind mehrere Monatsmieten Provision doch etwas anderes, als für einen Makler, der bei der Immobiliensuche mithilft.

  4. Pingback: Immo-Clips » Blog Archive » Immo-Clips in der Entwicklung für den deutschen Immobilienmarkt zu fortgeschritten?

  5. tim says:

    ich hab da ziemlich ähnliche Erfahrungen gemacht, wobei ich mit IS eigentlich noch ganz zufrieden war.

  6. Wer als Mieter den Makler umgeht hinterlässt beim Vermieter schon vor Anmietung einen schlechten Eindruck. Vor welchen Kosten möchte sich solch ein Mensch sonst noch drücken?

  7. pherwarth says:

    Hallo „Philipp aus Hamburg“! Ich bezog mich nur auf die genannten „Zweitverwerter“, die keinen Vertrag mit dem Vermieter haben. Diesen Vermietern ist es egal, wo der Kontakt herkommt.

  8. keklo says:

    wer einen makler umgeht, hinterlaesst gleich einen positiven eindruck. der mensch zeigt, dass er mit geld umgehen kann und daher vermutlich immer genug hat, um die miete begleichen zu koennen.

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