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Die Rosinenpicker-Hypothese

In der Diskussion um regulierte und verstaatlichte Märkte hat sich ein Begriff herausgebildet, der recht wenig mit getrockneten Früchten zu tun hat. Es handelt sich um den Vorwurf an Privatunternehmen, sich lediglich auf profitable Teilmärkte oder einzelne Dienstleistungen von bisher regulierten/monopolisierten Märkten zu stürzen, so wie ein Kind auf die Rosinen in Omas Kuchen. Sie müssten dabei aber nicht, wie die regulierten oder (teil-)verstaatlichten Unternehmen, auch die defizitträchtige Versorgung der anderen Bereiche vornehmen.

Dies hängt letztlich mit der Verpflichtung zu einem flächendeckenden Angebot und der Tarifeinheit im Raum zusammen. Weniger profitable Gebiete können nicht mit einem höheren Preis berechnet und somit attraktiver gemacht werden. Die Folge sind Quersubventionen innerhalb der Unternehmen.

Die Befürchtung, die sich daraus ergibt, ist, dass Unternehmen, die sowohl auf kompetitiven als auch monopolisierten Märkten agieren, den Monopolgewinn verwenden, um sich Wettbewerbsvorteile auf den kompetitiven Märkten zu verschaffen und sich so die Konkurrenz vom Leib zu halten.

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Über Paul Herwarth von Bittenfeld
Lean & Agile IT-Unternehmer. Partner bei //SEIBERT/MEDIA & Founder von Rhein-Main-Startups.com. Weitere Erfahrungen in der Geschäftsführung von TwentyFeet GmbH, Gartentechnik.com GmbH, new-in-town GmbH und naturkostaktiv GmbH sowie hunderten Kundenprojekten gesammelt.

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