Scrum Online-Konferenz

Die wohl erste Scrum Online-Konferenz im deutschsprachigen Raum veranstaltet Patrick Fritz von PIONIERBASIS aus Österreich ab dem 31.1.2011.

Es werden 8 Online-Interviews mit führenden Scrum-Experten im Vorfeld durchgeführt, in denen sie zentrale Fragen aus Softwareentwicklungsabteilungen beantworten, die im Rahmen einer Expertenbefragung erhoben wurden. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit geboten, diese Interviews online zu betrachten und individuelle Fragen zu stellen, die dann mit anderen Teilnehmern und den Referenten diskutiert werden können.

Die Referentenliste der Veranstaltung ist überzeugend: Boris Gloger, Roman Pichler, Jutta Eckstein, Stefan Hagen, Juliane Höfle, Stefan Roock, Christoph Mathis und Ralf Westphal.

Zur Website der Veranstaltung

Wir nutzen Scrum, aber… (Scrum, but…)

Weit weniger als die Hälfte der Unternehmen, die angeben Scrum als Vorgehensmodell in der Softwareentwicklung zu verwenden, tun dies nicht wirklich. Stattdessen wird eine individuelle Anpassung des mit wenigen Regeln auskommenden Frameworks praktiziert, die den Namen Scrum nicht verdient. Oftmals, weil die viele Abstimmung zwischen den Teammitgliedern oder einzelne Rollen von Scrum als unnötiger Overhead wahrgenommen wird. Dafür hat sich ein anderer Name eingebürgert: “Scrum, but“. Diese Bezeichnung kommt von der Aussage: „Wir nutzen Scrum, aber…“.

Stefan Roock hat für die XP days eine sehenswerte Präsentation zu diesem Thema erstellt. Freundlicherweise hat er die Präsentationsfolien samt Foliennotizen online gestellt, so dass sie sich lohnt die Folien zu begutachten, ohne die Präsentation live gesehen zu haben.

Besonders interessant an der Präsentation ist, dass Stefan Roock eine Parallele von Karate zu Scrum zieht. In Karate gibt es sogenannte Kata, das sind stilisierte Übungen, die einem festen Ablauf folgen. In den ersten Jahren sollten Karateka auf die Erlernung solcher festen Abläufe fokussieren. Erst, wenn sie viele Jahre Erfahrung haben, sollten sie sich an individuelle Anpassungen dieser Abläufe wagen. Die klare Aussage dahinter ist, dass erst einmal Scrum selbst in seiner Gänze (kennen-)gelernt werden sollte, bevor man sich an irgendwelche Modifikationen wagt.

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich über einen Kommentar. Du kannst auch meinen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen: @pherwarth.

Verwandte Artikel:

Treffen der Scrum User Group Rhein-Main

Die Scrum User Group Rhein-Main trifft sich am kommenden Donnerstag, dem 16.12.2010, zum letzten Mal in diesem Jahr. Neben dem lockeren Austausch über Scrum und agile Softwareentwicklung sollen diesmal Berichte von den XP Days in Hamburg Thema des Abends sein.

Treffen finden jeden 3. Donnerstag im Monat an wechselnden Orten im Rhein-Main Gebiet statt. Die Einladung erfolgt immer via XING-Gruppe agile Rhein-Main.

Weitere Informationen und eine Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der XING-Eventseite.

Card, Conversation, Confirmation: Die drei C’s einer User Story

Was gibt es bei der Erstellung von User Stories zu beachten? Drei C’s können dabei helfen: Card, Conversation, Confirmation. Die drei C’s gehen auf Ron Jeffries zurück, der sie schon 2001 in einem Blogpost beschrieb: Essential XP: Card, Conversation, Confirmation.
Noch heute gelten sie neben den INVEST-Kriterien als wichtige Grundregel bei der Erstellung von User Stories.

Card
User Stories sollen kurz und prägnant sein. Sie sollen in erster Linie an den Kundenwunsch erinnern und die wichtigsten Punkte, die mit dem Team vereinbart wurden, festhalten. Viele agile Software-Entwicklungsteams verwalten Stories und Tasks offline, z.B. in Form eines Taskboards. Die Kundenwünsche werden dann auf Karteikarten festgehalten. Es sollte damit nicht mehr Platz als der auf der Karte verfügbare benötigt werden, um dem Team klarzumachen, was mit der Umsetzung der Story erreicht werden soll. Reicht der Platz nicht aus, ist die Story in der Regel zu groß oder wird zu umfangreich dokumentiert. Über die Card hinaus werden Informationen über den Wunsch in Form der Konversation mit dem Team abgestimmt.

Conversation
Jede Story wird zwischen dem Kunden und dem Team mindestens einmal besprochen. Der Austausch über die Story wird als sehr wichtig erachtet. Es reicht nicht, auf einer Karte die Anforderungen festzuhalten und dem Team “durch einen Türschlitz” zuzuschieben. Stories werden in der Regel sogar mehrmals besprochen, z.B. während einem Anforderungsworkshop, in einer Schätzklausur und während der Sprint-Planung. Die mündlichen Absprachen werden manchmal begleitet durch zusätzliche Dokumente, wie etwa Vorlagen in einem Projektwiki oder Mockups.

Confirmation
Um einen Nachweis zu haben, ob die Stories in der gewünschten Form implementiert wurden, werden für jede Story Akzeptanzkriterien festgehalten. Der Kunde hält dafür vor Beginn der Umsetzung einer Story die zentralen Kriterien fest, nach denen die Abnahme der Story später erfolgen soll. Durch die Implementierung von Akzeptanztests kann die Erfüllung der Akzeptanzkriterien sichergestellt werden.

Mit den drei C hat uns Ron Jeffries eine gute Merkhilfe für die Grundregeln einer User Story an die Hand gegeben.

Weitere gute Lektüre zu User Stories:

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich über einen Kommentar. Du kannst auch meinen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen: @pherwarth.

Foto: Von jakuza

Vorteile von Scrum für den Auftraggeber

Für viele Unternehmen, die Software-Entwicklungsprojekte vergeben, ist immer noch ein fixierter Funktionsumfang zu einem fixierten Preis das präferierte Vertragsmodell. Das bietet ein Projekt, das nach agilen Vorgehensweisen wie Scrum durchgeführt wird in der Regel nicht! Ein Scrum-Projekt bietet aber eine Reihe anderer Vorteile und auch abgewandelte Vertragsmodelle, die Unternehmen die gewünschte Sicherheit bei der Vergabe von Entwicklungsprojekten bieten.

Zu den Vorteilen der Anwendung von Scrum gehören die Ausrichtung auf eine hohe Qualität, eine hohe Flexibilität für den Auftraggeber und die frühe Möglichkeit, einen ersten Stand der beauftragten Anwendung einzusehen und testen zu können. Eine Reihe von Vorteilen für die Kunden habe ich in einem aktuellen Artikel für das Blog von //SEIBERT/MEDIA zusammengefasst: “Welche Vorteile bietet mir als Kunde ein Scrum-Projekt?”

Foto: Von marcobuonvino

——–
Immer auf dem aktuellen Stand bleiben? Neue Artikel gibt es über Facebook, Twitter, E-Mail (oben rechts) oder RSS-Feed.

User Stories: Anforderungen aus Nutzersicht dokumentieren

User Stories Für das Blog von //SEIBERT/MEDIA habe ich einen Artikel über User Stories geschrieben: User Stories: Anforderungen aus Nutzersicht dokumentieren.
Der Artikel erklärt, warum User Stories als Werkzeug zur Beschreibung von Anforderungen sinnvoll sind, mit welchem Gerüst sich User Stories einfach schreiben lassen, welche Kriterien eine gute User Story erfüllen muss und auch, was eine Story Card ist.

Zum Artikel im //SEIBERT/MEDIA Blog

 

 

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich über einen Kommentar. Du kannst auch meinen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen: @pherwarth.

Foto: Von psd

5 Top-Blogs zu Scrum und agiler Softwareentwicklung

Mal wieder eine runde Top-Blogs gefällig? Diesmal habe ich aus meinem RSS-Reader meine persönlichen Favoriten zu Scrum und agiler Softwareentwicklung herausgesucht.

Etwa 25 Blogs zu diesem konkreten Thema lese ich regelmäßig. Meine Auswahl fiel in diesem Fall eher auf die bekannteren Blogs. Sie werden von den Top-Experten zum Thema Scrum betrieben. Sie zeichnen sich zugleich alle dadurch aus, dass dort regelmäßiger Posts erscheinen und sie auch meinungsbildend wirken. Viel mehr geballte Erfahrung zu diesem Themengebiet kann es kaum geben. ;-)

Wer von euch noch weitere spannende Blogs zum Thema Scrum und agile Softwareentwicklung kennt, kann gerne einen Kommentar mit weiteren Vorschlägen hinterlassen. Insbesondere über “Geheimtipps”, die ich noch nicht in meinem Feedreader habe, würde ich mich sehr freuen.

5 Top-Blogs zu Scrum

Scrum Log Jeff Sutherland

Ken Schwaber’s Blog: Telling It Like It Is

ScrumAlliance Articles

Boris Gloger

Roman Pichler

Kennt ihr weitere Blogs zu Scrum und agiler Softwareentwicklung, die empfehlenswert sind? Ich freue mich über einen Kommentar!

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Du kannst meinen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen: @pherwarth.

Foto: Von Rafa[EU]

User Stories schreiben ist wie Fahrrad fahren


Schon einmal versucht, jemandem zu erklären, wie man Fahrrad fährt? Macht nicht wirklich Sinn, oder? Man muss einfach üben, üben, hinfallen, weiter üben.

So ähnlich ist das auch mit dem Schreiben von User Stories. Diese Form der Anforderungsbeschreibung lässt sich natürlich grundlegend auch rein verbal erklären. Eine User Story besteht aus einem Namen, einem beschreibenden Satz und einer Reihe von Akzeptanzkriterien. Aber gute Stories schreiben lernt man nicht durch eine Erklärung. Das ist genau so ein Balanceakt wie Fahrrad fahren. Die Stories sollen weder zu ungenau, noch zu detailliert, weder zu groß, noch zu klein sein. Übung im Schreiben von User Stories an sich und der Austausch mit dem Team ist dabei unerlässlich. Das Team wird in der Regel sehr deutlich kommunizieren, welcher Detaillierungsgrad einer Story ausreichend ist und insbesondere, wenn er es einmal nicht ist. Ein Anforderungsworkshop mit dem gesamten Team zum Start des Projektes kann helfen, sich aufeinander einzuspielen.

Im Laufe des Projekts entwickelt sich eine gemeinsame Sprache zwischen den Beteiligten, die zu einer Vereinfachung der Zusammenarbeit führt und es damit gerade auch jenen leichter macht, die in dem Projekt einen großen Teil der Stories schreiben.

Aber am Anfang steht: der Anfang. Wie beim Fahrrad fahren. Der Mut wird belohnt.

Weitere Informationen zu User Stories:

Foto: Von Bruce McAdam

——–
Immer auf dem aktuellen Stand bleiben? Neue Artikel gibt es über Facebook, Twitter, E-Mail (oben rechts) oder RSS-Feed.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 1,272 other followers