Iterative Softwareoptimierung mit Remote User Tests

Usabilitytest Um Herausforderungen in der Bedienung von Software herauszufinden werden von Usability-Experten unter anderem Usertests durchgeführt. Dabei werden repräsentative Anwender dabei aufgezeichnet, wie sie zuvor festgelegte Aufgaben mit Hilfe der Software erledigen. Solche Tests ermöglichen es Experten einen Großteil der bei Nutzern auftretenden Fehler zu identifizieren. Werden solche Tests frühzeitig im Entwicklungsprozess durchgeführt, können somit Usabilityfehler vor Auslieferung der Software noch behoben werden.
Die Herausforderung klassischer Usertests: Sie kosten gerne einmal einen fünfstelligen Betrag und sind mit einer ausführlichen Vor- und Nachbereitung verbunden. Dies ist ein Widerspruch zum Wunsch vieler agiler Softwareentwicklungsteams, schnelles Feedback für iterative Verbesserung der Software zu erhalten. An dieser Stelle können Remote User Tests, die von den Anwendern von zu Hause aus durchgeführt werden, hilfreich sein. Da diese insbesondere auch für Startups mit kleinem Budget eine Lösung sind, habe ich einen Beitrag dazu bei Gründerszene veröffentlicht.

Zum Artikel bei Gründerszene

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Foto: l-i-n-k

Produktmanagement Lesetipps: Tipps für Startup-CEOs, Lean Startups, Getting Nix Done, Agile Softwareentwicklung, Facebook größer als Google

Eine ganze Reihe von interessanten, lesenswerten Artikeln und Blogbeiträgen ist in der letzten Zeit erschienen. Eine Auswahl für Internet-Produktmanager:

13 Dinge, die jeder Startup-CEO jede Woche tun sollte
Welche Dinge sollte ein Startup-CEO in jedem Fall regelmäßig machen? Jason Goldberg, ehemals Chief Product Officer bei Xing und mehrfacher Startup-Gründer, hat 13 relevante Dinge zusammengestellt.

9 Women can’t make a baby in a month
Dieser Post ist schon vor einigen Monaten bei TechCrunch erschienen, ist aber durch die Monster-Investments bei AirBNB und Wimdu so aktuell wie nie: 9 Women can’t make a baby in a month. Es ist ein Aufruf, den lean startup-Gedanken zu leben. Mit einem minimalen Produkt starten und es mit Hilfe von Feedback der User weiter auszubauen und zu optimieren. Zu hohe Finanzierungsrunden können sich schädlich auf das Unternehmen auswirken, es wird einfach nur noch drauf los entwickelt und Verschwendung erhält Einzug. Ein gutes Produkt braucht Zeit zu reifen. 9 Frauen können ein Baby nicht in einem Monat bekommen.

Getting nix done
Ein unterhaltsamer und interessanter Artikel von Michael van Laar über die (Nicht-)Anwendung von Getting Things Done-Prinzipien in der eigenen Freizeit. Seine Gedanken und seinen Lösungsansatz teilt er freundlicherweise mit uns.

Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin
Agile Softwareentwicklung scheint bei einigen Managern den Ruf zu haben, ein unstrukturiertes Vorgehen zu sein, dass auf mangelnde Disziplin zurückzuführen ist. Bei genauerer Betrachtung lässt sich jedoch feststellen: Agile Softwareentwicklung erfordert viel Disziplin! Nur so kann ein agiles Team erfolgreich sein.

Facebook wird genauso gross wie Google
Ein gutes Interview von Lars Hinrichs mit NZZ Online. Der relevanteste Part:
„Wenn man im Internet selber nicht für etwas bezahlt, ist man meist selbst das Produkt für andere – dies vor allem über Werbung, sei dies in direkter oder indirekter Form. Facebook und Google haben beide ungefähr ähnlich viele Nutzer und Seitenzugriffe. Der grosse Unterschied ist aber, dass Facebook deutlich mehr Monetarisierungsmöglichkeiten hat als Google.“

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Konflikte gehören dazu: Teambildungsprozesse in der Softwareentwicklung

Es ist unheimlich spannend, Softwareentwicklungsteams bei den ersten Sprints eines neuen Scrum-Projekts zu beobachten. Es ist eine intensive Zusammenarbeit gefordert, um als Team erfolgreich zu sein.
Und wenn ich sage, dass der Prozess spannend ist, bedeutet das auf keinen Fall, dass es nur schöne Seiten hat. Die enge Zusammenarbeit, optimalerweise in einem gemeinsamen Teamraum, führt durchaus zu Konflikten. Diese Konflikte werden häufig noch als etwas Schlechtes angesehen. Dabei sind sie extrem wichtig. Als Team Konflikte zu haben bedeutet auch, dass offen über Meinungsverschiedenheiten gesprochen wird. Dies ist besser als eine Situation, in der sie unter den Teppich gekehrt und nicht aufgelöst werden. Dennoch müssen sich Teams einspielen, was die Austragung und Überwindung von Konflikten anbelangt. Dabei ist es hilfreich, wenn die Teammitglieder grundsätzliche Kenntnis über Teambildungsprozesse haben. Ein häufig referenziertes Modell des Teambildungsprozesses geht auf Bruce Tuckman zurück. Dieses stelle ich in einem aktuellen Artikel vor.

Zum Artikel im //SEIBERT/MEDIA Blog

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Die wichtigsten Kennzahlen für Software-CEOs

Statistiken

Auf welche „Key Performance Indicators“ sollten sich Softwareunternehmen fokussieren? Clate Mask, CEO von Infusionsoft, gibt bei VentureBeat Einblick in die seiner Meinung nach wichtigsten Kennzahlen für Software-CEOs. Dies sind: Die Kosten pro Neukunde, der Umsatz pro Mitarbeiter, die Kundenloyalität, der Customer Lifetime Value und die Nutzung der Software. Was verbirgt sich hinter diesen Kennzahlen, wie lassen sie sich messen und für das Unternehmen nutzen?

Kosten pro Neukunde (Cost per acquisition)

Wie viele Euros muss das Unternehmen ausgeben, um einen neuen Kunden zu gewinnen? Die Kosten pro Neukunde lassen sich ermitteln, indem die Summe aller Vertriebs- und Marketingkosten durch die Anzahl der gewonnenen Kunden geteilt wird. Je nachdem, wie lange der Kaufzyklus dauert, können die Kosten eines Vormonats durch die aktuell gewonnene Kundenzahl geteilt werden (Mask: „If your sales cycle is 6 months, then use the sales and marketing expense from six months ago as the numerator and use this month’s unit sales as the denominator.“).
Es sollte eine Variante gewählt werden, die dann auch dauerhaft eingesetzt wird. Nur so können die Zahlen über die Zeit hinweg auch tatsächlich verglichen werden.

Weiterführende Informationen:

Umsatz pro Mitarbeiter (Revenue per employee)

Mask schlägt vor, den Umsatz pro Mitarbeiter auf einer monatlichen Basis zu ermitteln (Monatsumsatz geteilt durch die Anzahl der Vollzeit-Mitarbeiter) und dann mit 12 zu multiplizieren. So ergibt sich ein auf monatlicher Basis ermittelter Jahresumsatz pro Mitarbeiter.
Diese Kennzahl kann sehr hilfreich dabei sein, fundierte Personalentscheidungen zu treffen. Sie ist auch ein guter Indikator für die Effizienz des Unternehmens. Da gerade bei Softwareentwicklungsunternehmen die Personalkosten häufig einen Großteil der Gesamtkosten ausmachen, kommt auch der Spielraum für Mitarbeitergehälter in dieser Zahl zum Ausdruck. Weiterhin bietet sie sich für Branchenvergleiche und Konkurrenzvergleiche (sofern diese Werte herausgefunden werden können) an.

Weiterführende Informationen:

Kundenloyalität (Customer loyalty)

Die Kundenloyalität bezeichnet die innere Verbundenheit und Treue des Kunden gegenüber des Unternehmens. Es gibt verschiedene Varianten sie zu ermitteln.

Eine beliebter Indikator für die Kundenloyalität ist die Messung der Empfehlungsbereitschaft der Kunden mit Hilfe des Net Promoter Score. Anne M. Schüller erklärt: „Die dabei verwendete Frage lautet: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie Unternehmen X an einen Freund oder Kollegen weiterempfehlen werden?“ Die Antwort wird auf einer Skala von 0 bis 10 abgetragen. Als Promotoren gelten nur die Kunden, die ihre Empfehlungsbereitschaft mit 9 oder 10 einstufen. Von den Promotoren werden die Kritiker (zwischen 0 und 6) abgezogen.“
Heraus kommt ein Wert, der zwischen -100% (alle Kunden sind Kritiker) und +100% (alle Kunden sind Promoren) liegen kann.

Weiterführende Informationen:

Customer Lifetime Value

In der einfachsten Form lässt sich der Customer Lifetime Value ermitteln, indem der durchschnittliche Deckungsbeitrag pro Kunde durch die Kunden-Abwanderungsrate geteilt wird. Dies berücksichtigt jedoch noch nicht, dass zukünftige Zahlungen weniger wert sind als eine heutige Geldeinnahme. Daher ist eine Diskontierung mit Hilfe der Kapitalwertmethode erforderlich.

Diese Kennzahl ist sehr bedeutsam, da sie sich aus zwei sehr kritischen Kennzahlen zusammensetzt: Dem durchschnittlichen Deckungsbeitrag pro Kunde und der Abwanderungsrate.

Positiv beeinflusst werden kann der Customer Lifetime Value entsprechend durch eine Erhöhung des durchschnittlichen Deckungsbeitrags pro Kunde und durch eine Senkung der Abwanderungsrate. Bereits geringfügige Änderungen in der Abwanderungsrate können für erhebliche Verbesserungen des Customer Lifetime Value sorgen.
Das Wissen über die Höhe des Customer Lifetime Value ist zudem sehr wichtig zur Steuerung von Vertriebsmaßnahmen (Dost: „Die konsequente Umsetzung des CLV-Managements erfordert eine Berücksichtigung des Kundenwertes schon bei der Neuakquisition von Kunden.“) und für Überlegungen bezüglich des Service-Levels für unterschiedliche Kundengruppen.

Weiterführende Informationen:

Nutzung (Usage)

Die Nutzung der eigenen Software sollte als eine der treibenden ebenfalls Kräfte gemessen werden. Wird die Software nicht genutzt, ist es wahrscheinlich, dass auf die Dauer keine Wiederkäufe getätigt werden.

Wie die Nutzung gemessen wird, sollte jedes Unternehmen für sich selbst festlegen. Mask geht bei seinem eigenen Unternehmen wie folgt vor: „We’ve found that our customers need to launch multiple marketing campaigns to become “addicted” to our software. Therefore, the critical usage metric for us is “percentage of new customers that have launched at least two campaigns within their first 60 days” or “60-day multiple-launch rate.”

Weiterführende Informationen:

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Danke für den Verweis auf den VentureBeat-Artikel an Gerrit Eicker.
Grafik: HikingArtist.com

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Vorteile von Scrum für den Auftraggeber

Für viele Unternehmen, die Software-Entwicklungsprojekte vergeben, ist immer noch ein fixierter Funktionsumfang zu einem fixierten Preis das präferierte Vertragsmodell. Das bietet ein Projekt, das nach agilen Vorgehensweisen wie Scrum durchgeführt wird in der Regel nicht! Ein Scrum-Projekt bietet aber eine Reihe anderer Vorteile und auch abgewandelte Vertragsmodelle, die Unternehmen die gewünschte Sicherheit bei der Vergabe von Entwicklungsprojekten bieten.

Zu den Vorteilen der Anwendung von Scrum gehören die Ausrichtung auf eine hohe Qualität, eine hohe Flexibilität für den Auftraggeber und die frühe Möglichkeit, einen ersten Stand der beauftragten Anwendung einzusehen und testen zu können. Eine Reihe von Vorteilen für die Kunden habe ich in einem aktuellen Artikel für das Blog von //SEIBERT/MEDIA zusammengefasst: „Welche Vorteile bietet mir als Kunde ein Scrum-Projekt?“

Foto: Von marcobuonvino

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Critical Mission: Die Nutzer über die Einstiegshürde bringen

Einstiegshürde überwinden Jedes Produkt, auch wenn es kostenlos zur Verfügung gestellt wird, verursacht für seine neuen Nutzer Kosten. Das gilt auch bei Softwareprodukten. Da sind zum Beispiel die Kosten für die erste Einrichtung. Je aufwändiger die Einrichtung einer Anwendung ist, desto höher die Kosten in Form der benötigten Zeit. Jeder von uns kennt das vom Ausfüllen von Profilseiten in Social Networks.
Weiterhin fallen auch Kosten an, um die Nutzung der Software zu erlernen und das Konzept dahinter zu durchblicken. Nennen wir sie einmal Einarbeitungskosten. Sie stellen eine Hürde dar, die überwunden werden muss. Aber wie schaffen wir es, unsere Nutzer über diese Hürde zu bringen?
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Wie können Personas das Produktmanagement unterstützen?

Personas sind eine verhältnismäßig einfache Möglichkeit, um die Nutzer einer Internetanwendung im Entwicklungsprozess der Software im Fokus zu halten. Sie helfen dabei, die heterogene Zielgruppe gedanklich zu strukturieren. Für die verschiedenen Nutzergruppen werden Prototypen gebildet, deren Einstellungen, Fähigkeiten und Ziele in Entscheidungen einfließen kann.

Die brainmates aus Australien haben jetzt eine Präsentation und ein Whitepaper herausgegeben, die auf die Frage eingehen, wie Personas das Produktmanagement unterstützen können.

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5 empfehlenswerte Blogs von und für Produktmanager von Internetanwendungen

Blogs sind einfach nur großartig. Sie ermöglichen es einer sehr großen Zahl von Menschen ihr Wissen weltweit zur Verfügung zu stellen. Und glücklicherweise machen dies auch sehr viele Wissensträger.

Heute habe ich einmal eine Auswahl von 5 empfehlenswerten Blogs aus der Vielzahl von Blogs in meinem Feedreader zusammengestellt, die sich mit dem Produktmanagement für Softwareprodukte beschäftigen. Zwei sind davon aus Deutschland, drei aus dem englischsprachigen Raum.

Sie setzen alle ihren eigenen Schwerpunkt. Der eine setzt mehr auf Themen rund um Innovation. Ein anderer stärker auf Themen wie User eXperience. Aber in Summe geben sie einen guten Überblick über die Themen, die für einen Produktmanager von Internetanwendungen relevant sind.

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