Was kennzeichnet ein gutes Product Backlog?

Deep WatersDas Product Backlog enthält alle Arbeiten, die für die Erstellung eines erfolgreichen Produkts erforderlich sind. Es hat einen erheblichen Einfluss auf die Team-Produktivität, ob mit einem guten oder einem schlechten Product Backlog gearbeitet wird. Daher sollte sich gerade der Product Owner auch Gedanken über die Qualität des Backlogs machen. An welchen Kriterien können sich Product Owner und Team orientieren, um die Güte ihres Backlogs einschätzen zu können?

Eine Orientierung bieten die DEEP-Eigenschaften, die ein gutes Product Backlog aufweisen sollte. DEEP ist dabei ein Kürzel für:

  • Detailed appropriately
  • Emergent
  • Estimated
  • Prioritised

Betrachten wir uns diese Eigenschaften eines guten Product Backlogs einmal genauer.

Detailed appropriately

Die Grundregel hierbei heißt: Je näher ein Backlog Item an die Umsetzung heranrückt, desto granularer sollte es sein.
Dadurch gibt es im Product Backlog verschiedene Größen von User Stories:

  • Items, die im nächsten Sprint umgesetzt werden sollen, werden in detaillierter Form vorgehalten, etwa als kleine Stories.
  • Für die darauf folgenden Sprints angedachte Idems können mittelmäßig detailliert in Form von großen User Stories vorgehalten werden.
  • Noch weiter von einer Umsetzung entfernte Odems können in Form von groben Epics festgehalten werden.
  • Es wird auch deutlich, dass ein optimaler Product Backlog keinesfalls so ausschaut, dass alle Anforderungen bis ins kleinste Detail ausformuliert sind.

Emergent

Ein Product Backlog ist nie in Stein gemeißelt. Es ist lebendig und wird ständig gemeinsam von Product Owner und Team und Unterstützung der Stakeholder weiterentwickelt. Dies erfolgt z.B. im Rahmen von Backlog Grooming-Workshops, aber z.B. auch im Rahmen des Review-Meetings wird über das Backlog und mögliche Anpassungsbedarfe gesprochen.

Estimated

Das Product Backlog sollte beschätzt sein. Für die Beschätzung gibt es zahlreiche erprobte Verfahren, wie etwa das Planning Poker oder das Estimation Game. Im Rahmen von Schätzmeetings oder Backlog Grooming-Sessions kann sichergestellt werden, dass eine Beschätzung für alle Backlog-Einträge vorliegt. Für Backlog-Einträge, die noch weiter von einer Umsetzung entfernt sind, wird eine ganz grobe Schätzung vorgenommen.

Prioritised

Die geplanten Aufgaben sollten stets priorisiert sein. Die Priorisierung des Product Backlogs wird vom Product Owner vorgenommen und sichergestellt. Dabei steht er in enger Abstimmung mit den Stakeholdern und verschafft sich einen tiefen Einblick in die Marktentwicklung.

Diese grundlegenden Eigenschaften eines guten Product Backlogs geben Orientierung, worauf Product Owner und Team achten sollten. Das Product Backlog sollte außerdem gut sichtbar und einfach zugänglich sein. Ein Product Backlog Board kann hierbei eine gute Hilfe sein.

Foto: von tassoman

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Englische Version des Artikels

Die Grundlagen von ‘Getting Things Done’ auf den Punkt gebracht

Getting Things Done Getting Things Done von David Allen hat sich zu einer richtigen Bewegung entwickelt. Worum es dabei geht? Getting Things Done ist ein persönliches Produktivitätssystem. Es geht darum, Ziele im Leben zu erreichen, aber nicht irgendwie, sondern möglichst stressfrei und zielsicher.

Josh Kaufman hat in seinem Blog The Personal MBA die Grundideen von Getting Things Done in 10 Punkten zusammengefasst.
Und das ist ihm so gut gelungen, dass der Meister David Allen himself kommentierte und die gelungene Erfassung der wichtigsten Prinzipien lobte. Es gefiel ihm sogar so gut, dass der Beitrag noch einmal auf GTD Times veröffentlicht wurde, dem Blog des Beratungsunternehmens von David Allen.

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Produktivitätsverbesserung mit Speed-Reading

Nicht in vielen Bereichen wird man die eigene Produktivität mit etwas Übung um ein Vielfaches steigern können. Das Lesen von Texten bietet so eine Chance. Geübte Speedreader bringen es gut und gerne auf mehr als die fünffache Lesegeschwindigkeit von “Normallesern”. Berühmte Beispiele für Speedreader sind u.a. die ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy und Theodore “Teddy” Roosevelt. Von letzterem wird behauptet, dass er drei Bücher am Tag gelesen habe. Das erste davon morgens vor dem Frühstück.

Gemessen wird die Lesegeschwindigkeit in Words per Minute (WPM). Um sie zu ermitteln, geht man wie folgt vor:

  1. Man nehme ein gut lesbares Buch (keine Zeitung oder ein Magazin) und suche eine Stelle mit mindestens zehn aufeinanderfolgenden Seiten. Eine Stopuhr sollte auf drei Minuten eingestellt werden.
  2. In den drei Minuten liest man so lange, bis die Zeit abgelaufen ist, und markiert die Endstelle. Dann wird die Anzahl der gelesenen Zeilen gezählt. Halbe Zeilen werden entsprechend zusammengenommen, im Zweifel rundet man lieber ab. (Bsp.: 90 Zeilen)
  3. Nun nimmt man drei beliebige, aufeinanderfolgende Zeilen und summiert die Anzahl der Worte in diesen drei Zeilen. Diese Anzahl teilt man wiederum durch drei und erhält so die Anzahl der Worte pro Zeile. (Bsp.: 9 Worte/Zeile)
  4. Multipliziert man nun die Anzahl der gelesenen Zeilen mit der Anzahl der Worte/Zeile, erhält man etwa die Anzahl der in den drei Minuten gelesenen Worte. (Im Bsp.: 90×9 = 810 Worte)
  5. Zum Schluss wird diese Zahl noch durch drei geteilt und wir erhalten die Lesegeschwindigkeit in WPM. Im Beispiel also 270.

Doch Speed-Reading ist keine reine Geschwindigkeitsmaximierung. Ebenso zielt es darauf ab, die Erinnerungsleistung zu erhöhen. Nur so kann auch wirklich eine Produktivitätsverbesserung erreicht werden. Gemessen wird dies an der Anzahl an Gegenständen aus dem gelesenen Text, an die man sich nach dem Lesen (ungestützt, also ohne nachzuschauen) erinnern kann.

Hilfreiche Übungen zur Steigerung der Lese- und Erinnerungsleistung gibt es unter anderem im Buch Break Through Rapid Reading von Peter Kump, dem ich mich in der nächsten Zeit noch intensiver widmen werde.

Hilfe für die Vorbereitung von kick off-Meetings

Jahooda, die Plattform für Projekt- und Prozessmanagement, bietet in einem aktuellen Blogpost eine Hilfestellung für die Vorbereitung von Kick off-Meetings.

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