Die agile Revolution: Was bringt die Umstellung von einem klassischen auf ein agiles Vorgehensmodell?
17. August 2010 1 Kommentar
Was bringt die Umstellung von einem klassischen Wasserfallmodell in der Softwareentwicklung auf agile Prinzipien? Sie kann bei konsequenter Durchführung geradezu einer Revolution gleichen, wie ich mit zwei Fallbeispielen zeigen möchte.
So berichtet der Mit-Unterzeichner des agilen Manifests Mike Beedle von seinem ersten Projekt, bei dem er die Umstellung von klassischer zu agiler Vorgehensweise mit Scrum begleitet hat:
„Eighty consultants; hundreds of employees; thousands of pages of documentation that included processes, procedures, requirements, design, testing; and hundreds of failed project plans, could not deliver what Scrum and Org Patterns delivered in 4 months with 10 people. It was amazing. It was magical.“
[Auszug aus "Mike Beedle on the Early History of Scrum"]
Auch bei Salesforce.com wurde die Umstellung von einem klassischen Vorgehen auf die „Adaptive Development Methodology“, einer von Salesforce.com eingesetzten Mischung aus Scrum und eXtreme Programming, wie eine Revolution wahrgenommen.
Dies zeigt eine sehr gute Präsentation von einem Salesforce-Mitarbeiter aus dem Jahre 2008. Sie wurde bei einem Scrum Gathering in Stockholm für einen Vortrag verwendet.
Starkes Wachstum wurde zum Problem
Mit dem Wachstum von Salesforce ging der Überblick über die Entwicklungsprozesse verloren. Es bildeten sich Flaschenhälse, Releases zogen sich in die Länge. Die Entwicklungsteams zeigten sich nicht mehr für das Produkt verantwortlich und ihre Arbeit waren schwer nach den Prioritäten des Unternehmens auszurichten. Die Folge waren eine geringe Produktivität in der Entwicklung und unzufriedene Kunden.
Agile Prinzipien führten zum Erfolg
Durch die Ausrichtung an agilen Prinzipien konnte die Geschwindigkeit in der Umsetzung von Features und damit die Anzahl an realisierten Releases drastisch erhöht werden. Alle Termine für Releases konnten seit der Umstellung eingehalten werden. Und das Wichtigste: Kunden und Mitarbeiter sind deutlich zufriedener.
Die Präsentation zeigt die eindrucksvollen Verbesserungen nach der Umstellung.
Der Übergang der Methoden ist eine kritische Phase
Um die Umstellung in Gang zu bringen, wurde für eine umfangreiche Weiterbildung der Mitarbeiter gesorgt. Aber nicht alles würden sie wieder genauso machen, wie sie es gemacht haben. Daher zeigen sie einige lessons learned auf:
- Sie würden noch mehr Leute frühzeitig einbeziehen.
- Sie würden die Product Owner noch früher und intensiver ausbilden.
- Sie würden noch früher auf externes Coaching setzen.
- Sie würden den entscheidenden Führungskräften noch mehr konkretere Ergebnisse rund um den Zeitpunkt des Rollouts der agilen Verfahren vorweisen.
- Mehr Klarheit über die agilen Prinzipien schaffen.
Wann startet eure agile Revolution?
Via: borisgloger.com
Weitere Erfahrungsberichte:

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich über einen Kommentar. Du kannst auch meinen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen: @pherwarth.
Foto: Von plushoff
Pingback: Agil?! « Wir sprechen Online.