Speed-Reading: Unser eingebauter Geschwindigkeitsregulierer
2. Oktober 2008 3 Kommentare
Die erste Lektion, die es auf dem Weg zum Speed-Reader mit Break Through Rapid Reading zu lernen gibt, ist eigentlich sehr banal: Nutze deinen eingebauten Geschwindigkeitsregulierer. Was damit gemeint ist? Unser Finger. Genauer genommen der rechte Zeigefinger. Einfach nur den rechten Zeigefinger beim Lesen unterhalb der Zeile entlang zu führen kann bereits zu einer deutlichen Steigerung der Lesegeschwindigkeit [gemessen in Words per Minute (WPM)] führen.
Der Finger kann uns dabei auf zwei Weisen beim Lesen behilflich sein. Zum Einen durch die Vorgabe des Lesetempos. Er gibt das Tempo vor, die Augen folgen mit ihren Fixationen. Zum Anderen hilft er dadurch, dass die Orientierung zwischen den Zeilen leichter fällt und so unnötige Zeilensuche verhindert werden kann. Geschwindigkeitsregulierung und Orientierungshilfe auf einmal. Da kann man ruhig auch ignorieren, dass man ein wenig wie ein Grundschüler wirkt, wenn man die Zeilen nacheinander mit dem Finger abfährt.
Ich habe auch schon gehört, dass man ohne Finger deutlich schneller lesen kann. Gibt es dazu auch seriöse Quellen?
Unstimmigkeiten gibt es meines Wissens nur darüber, ob das “innerliche Mitsprechen” beim Lesen die Lesegeschwindigkeit hemmt oder nicht. Klassischerweise wird beim Speed-Reading das innerliche Mitsprechen ausgeschaltet. Darüber, dass der Finger hemmend wirkt, habe ich bisher noch nichts gelesen oder gehört.
Jetzt kann ich auch etwas von Peter Kump (dem Autor von Break Through Rapid Reading) dazu nachliefern: “It constantly puzzles me that there ist usually one student who tries to learn this skill without using his or her hand. [...] In my opinion, trying to learn to read faster without using your hand is like trying to write faster without a computer. [...] When I was National Director of Education for Evelyn Wood Reading Dynamics, there were many different studies in my files on the use of the hand as a pacer. There is so much evidence that shows how helpful the hand is, how superier to any ‘non-hand’ method, that I hope I can convince you.”