Bald Friedensnobelpreis für Web 2.0-Projekt?
6. September 2007 5 Kommentare
Muhamad Yunus und seine Grameen Bank wurden 2006 mit dem Friedensnobelpreis “für die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten” durch die Vergabe sogenannter Mikrokredite ausgezeichnet. Ausgerechnet Menschen in Dritte Welt-Ländern, denen gewöhnlich Kapital nur zu Wucherzinsen durch zwielichtige Geldverleier zur Verfügung stand, da keine Bank ihnen Kredit gewährt hätte, machte sich die Grameen Bank zur Zielgruppe. Mit überraschendem Erfolg. Die Ausfallquoten lagen weit unter dem, was man sich erhofft hätte. Kiva.org greift genau diese Idee auf. Es läuft im Grunde genauso wie das deutsche smava, dem “ersten Marktplatz für Kredite von Mensch zu Mensch”, spezialisiert sich aber auf die Förderung von gründungswilligen Menschen in der Dritten Welt. Es kann also jeder von uns selbst zum Entwicklungshelfer werden. Und vielleicht gewinnt das Projekt eines Tages ja wirklich noch einen Friedensnobelpreis wie sein institutionalisiertes Vorbild. [via Kolja Hebenstreit]
Remo Uherek berichtet, dass bei Kiva zwischenzeitlich alle Kreditwünsche befriedigt wurden, es können also vorerst keine weiteren Investments getätigt werden.
Guy Kawasaki hat kürzlich etwas zu einem Interview mit Mohammad Yunus in seinem Blog “How to Change the World” geschrieben: http://blog.guykawasaki.com/2007/11/interview-of-mo.html.
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